In den Achtzigerjahren machte vieles Angst: AIDS, der Kalte Krieg, Kernkraftwerke, der Erfolg von Modern Talking und Frisuren, die aussahen wie ein in Drei-Wetter-Taft getunkter Collie. Zum Glück erschien dann der C64, und alles war gut.
Der Weg zum ersten eigenen Spiel ist steinig. Eine gute Idee reicht meist nicht. Florian Mann, CEO und Mitbegründer des Indie-Entwicklers Lemonbomb Entertainment ist zu Gast bei GameStar TV und erklärt, warum das Team zunächst Ärger aus Frankreich bekam, später an kuriosen Fragen bei deutschen Banken verzweifelte und schließlich mit Hilfe aus China doch noch Nova Nukers entwickeln konnte.
"Computerspiel ist Risikobranche"
Zwischendurch mussten die Eltern der Entwickler als Geldgeber einspringen, während sich das Team selbst inzwischen auch mit dem Thema Lootboxen beschäftigen muss. Die Entstehungsgeschichte von Nova Nukers steckt also voller spannender Einblicke in eine Branche, die laut Florian Mann noch immer sehr risikoreich für die Schaffenden ist.
Doch so schwierig der Start sein kann, es scheint ein Wandel auch in der Wahrnehmung von Spieleentwicklung bei der Politik einzusetzen. Auch darüber sprechen wir in dieser Folge von GameStar TV.
Zur Info: Diese Folge haben wir bereits 2017 aufgezeichnet.
Jetzt gerade Kingdom Come: Deliverance, vor einigen Wochen Spellforce 3 und wenn wir weiter zurückgehen, könnten wir beispielsweise Assassin's Creed Unity nennen. Alles Spiele, die zum Release so von Bugs und Fehlern geplagt waren, dass wir sie im Test abwerten mussten. Und auch wenn man sich Steam-Reviews und YouTube-Videos anschaut, kann man schnell zu dem Schluss kommen: Spiele werden heute mit immer mehr Bugs veröffentlicht!
GameStar-Chefredakteur Heiko Klinge widerspricht deutlich und erklärt in dieser Folge von GameStar TV, warum Spiele seit den Zeiten von Amiga und C64 nicht mehr so fehlerfrei veröffentlicht wurden wie heute. Und warum es trotzdem immer wieder zu Fällen wir Kingdom Come, Spellforce 3 oder Assassin's Creed Unity kommt.
Sind Day-One-Patches Teil des Problem?
Außerdem erklärt Heiko, wie Day-One-Patches die Disziplin der Entwickler verändert haben und warum sich die Patch-Moral der Entwickler in den letzten Jahren verändert hat.
Eine Geschichte voller Missverständnisse: Wenn es um Leidenschaft und Sinnlichkeit geht, stellen sich Spieleentwickler oft ähnlich gefühlvoll an wie pubertierende Teenager. Aber warum ist virtuelle Sexualität eigentlich meistens so verklemmt, so unnatürlich? Wir erforschen die Welt der Liebesspiele.
Playerunknown's Battlegrounds (kurz PUBG) war das PC-Spielephänomen des Jahres 2017: Über 30 Millionen Mal hat sich der Battle-Royale-Hit inzwischen auf Steam verkauft (Quelle: Steamspy). Was sagen erfahrene Entwickler zu diesem Erfolg? Wo kommt er her? In der neuen Episode von DevPlay analysieren Björn Pankratz von Piranha Bytes (Elex), Jan Theysen von King Art (The Book of Unwritten Tales 2) und Adrian Goersch von Black Forest Games (Fade to Silence) das Phänomen PUBG.
Zentral ist dabei die Frage, was Entwickler aus dem PUBG-Erfolg lernen können. Denn eigentlich hat Playerunknown's Battlegrounds nichts fundamental Neues gemacht - zuvor gab es ja bereits das spielerisch ähnliche H1Z1: King of the Kill. Steckt hinter dem Erfolg Zufall - oder doch mehr?
Waren es die PUBG-Streams, die aber phasenweise recht langweilig sind, weil im Spiel fast nichts passiert? War es das Spielprinzip, und ab sofort braucht jeder Online-Titel Battle-Royale-Elemente? Und was ist eigentlich mit Fortnite? Verdankt Epics Überraschungshit seinen ebenfalls großen Erfolg lediglich der Vorarbeit von PUBG, oder hatte es andere Vorteile?
Außerdem diskutieren die Designer, wie nachhaltig der Erfolg von PUBG sein wird. Spricht in drei oder vier Jahren kein Mensch mehr davon? Oder kann es ähnlich langlebig werden wie Counter-Strike? Und was passiert, wenn eine prominente Serie wie Call of Duty das Battle-Royale-Spielprinzip oder zumindest Teile davon übernimmt? Kann PUBG dann einpacken?
Über diese Videoreihe
Auf dem Youtube-Kanal DevPlay geben deutsche Spieleentwickler einen Blick hinter die Kulissen: Wie funktioniert die Spielebranche in Deutschland? Wie stehen die Designer zu Trends à la Open World und Virtual Reality? Wie lief die Arbeit an Spielen wie Lords of the Fallen oder Risen 3? Neue Folgen ihrer Talkrunde veröffentlichen die Designer zwei Wochen vorab exklusiv auf GameStar Plus, und zwar im Regelfall jeden Sonntag.
Erinnern wir uns eher an unsere spielerischen Triumphe - oder an krachende Niederlagen? Und was braucht es überhaupt, damit uns ein Spiel in Erinnerung bleibt? Darüber sprechen wir im GameStar-Podcast.
Im Rückblick auf die GameStar-Ausgabe 03/2008 erinnern sich Petra Schmitz, Michael Graf, Heiko Klinge und Markus Schwerdtel an vier Klassiker. Dieses Mal mit dabei:
Pirates of the Burning Sea
Frontlines: Fuel of War
Shadowgrounds: Survivor
Kwari
Kingdom Come lässt mich meinen Helden viel freier spielen als beispielsweise The Witcher 3. Eigentlich. Doch dabei stoße ich immer wieder in einen Wall von Widersprüchen.
Deck 13 kennt man als Entwicklerstudio hinter Spielen wie The Surge, Lords of the Fallen oder Venetica. Doch seit einiger Zeit ist das deutsche Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main auch als Publisher aktiv. Wir sprechen in dieser Folge von GameStar TV mit Jan Klose, Managing Director bei Deck 13, über die neue Position als Publisher. Schließlich werden Publisher oft vereinfacht als die »Bösen« der Spieleindustrie gesehen, denen es nur ums Geld geht und die die Ideen der »guten« Entwickler beschneiden, um sie marktgerechter zu machen.
Jan verrät im Gespräch, wie anders sie jetzt von großen Partnern wie Microsoft oder Sony wahrgenommen werden, was Deck 13 den Entwickler-Studios bieten kann und wie der Kontakt zwischen Entwicklern und Publisher überhaupt zustande kommt - Stichwort Speed-Dating.
Ab wann verdient Deck 13 mit?
Wir wollten natürlich auch wissen, wie Deck 13 an den Spielen im Publishing-Geschäft verdient und wo die Unterschiede zu einer klassischen Agentur liegen. Natürlich geht es im Interview auch um die neue Aufgabe, Entwickler zu unterstützen, ihnen aber auch Grenzen zu zeigen. Was uns unweigerlich zu der Frage bringt, wie »böse« Deck 13 jetzt sein muss. Auch hier kann uns Jan spannende Einblicke bieten.
Wird Deck 13 weiter Spiele selbst entwickeln?
Als Publisher veröffentlicht Deck 13 Spiele wie Wartile, CrossCode oder The Shattering. Vor wenigen Tagen hat das Studio aber auch die Eigenproduktion The Surge 2 angekündigt. Wir wollten natürlich auch wissen, wie wichtig das Publishing-Geschäft im Vergleich zur eigenen Spieleentwicklung ist und ob der neue Geschäftszweig die klassischen Aufgaben ersetzen wird.
Plus-Video: Warum es kein Venetica 2 gib
Mit dem Update 2.0 krempelt Paradox sein Weltraum-Strategiespiel Stellaris um - so sehr, dass es sich hinterher wie ein komplett anderes Spiel anfühlen könnte. Warum haben die Entwickler eine derart radikale Entscheidung getroffen? Denn die kann auch nach hinten losgehen, Stellaris 2.0 hat Vor-, aber auch Nachteile.
Im 45-minütigen Interview-Video spricht unser ortsansässiger Stellaris-Liebhaber Michael Graf mit dem Designer Daniel Moregard über die Hintergründe von Update 2.0 und die Herausforderungen sowie die Ängste der Entwickler. Denn ja, Paradox ist sich des Risikos bewusst, einen Teil seiner Spielerschaft mit den umfassenden Änderungen zu vergraulen - auch wenn sie in Michas Augen durchaus sinnvoll sind.
Außerdem geht's um die Zukunft von Stellaris: Welche Veränderungen stehen nach Update 2.0 und dem Todesstern-DLC Apocalypse als nächstes an? Worüber denken die Entwickler nach? Wie steht es um Wirtschaft, Handel, Diplomatie und Spionage? Und wann kommen endlich Föderationen, die sich zu einem einzelnen Reich verschmelzen lassen - so wie das Heilige Römische Reich von Europa Universalis 4?
Außerdem ist Daniel passionierter Spieler von Warhammer 40K - wohlgemerkt der Tabletop-Version, nicht von Dawn of War 3. Macht ihn das zum besseren Strategiespiel-Designer? Daniel gibt einen kleinen Einblick in seine Designphilosophie und generelle Tipps, wie man als Juniordesigner in die Industrie einsteigen kann.
Englische Original-Fassung
Dieses Interview gibt es auch in der englischen Original-Fassung.
Dies ist die englische Original-Version unseres Interviews zu Stellaris 2.0 mit Paradox. Dieses Interview gibt es auch mit einer deutschen Übersetzung.
Mit Oculus, Vive & Co. ist Virtual Reality im vergangenen Jahr im Massenmarkt angekommen. Schlussendlich. Denn Experten erwarteten den Durchbruch von VR-Gaming schon vor über 20 Jahren – nicht zuletzt wegen der faszinierenden Automatenspiele der englischen Firma Virtuality.
Mit Kingdom Come: Deliverance ist ein Rollenspiel erschienen, das Drachen und Magie auf Abstand hält und auch ansonsten viele Dinge anders machen will. Doch selbst mit all den Unterschieden steckt hinter den Wäldern und Feldern des mittelalterlichen Böhmens ein Rollenspielgerüst, das sich bei genauem Hinsehen auf ebenso viele Genretraditionen stützt wie viele Spiele vor ihm.
Wir haben Kingdom Come: Deliverance schon vor dem Release ausführlichen testen können. 54 Stunden hat unser Haupttester Dimitry Halley gebraucht, allein um durch die Hauptstory zu kommen. Dabeben warten noch zahlreiche Nebenquests und Aufgaben, die einen noch mehr in die mittelalterliche Welt von Kingdom Come ziehen. Und obwohl unsere Autoren schon eine ganze Menge Zeit ins Spiel gesteckt haben, hätten sie gern noch mehr darin verbracht.
Unser Test: Kingdom Come - das tschechische Gothic
Nach all dieser Zeit sind sich Dimitry Halley und Heiko Klinge in der Wertungsdiskussion sicher: Kingdom Come ist kein Rollenspiel für jeden! Damit ergeht es dem Spiel ähnlich wie Piranha Bytes ELEX. Es gibt viele große Sträken, jedoch auch einige kleinere Schwächen.
In der Wertungsdiskussion sprechen Dimi und Heiko darüber, was den Reiz dieser Open World ausmacht, wie das Leben der NPC-Bewohner simuliert wird und warum das Böhmen des 15. Jahrhunderts auf den ersten Blick so gut aussieht, unter der Haube aber eine ganze Menge Fehler und Bugs aufweist - weswegen wir am Ende auch die Endwertung um 5 Punkte abwerten.
Es muss nicht immer Realismus sein: Wir wollen gar keine realistischen Spiele!
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