Strafbefehl gegen Schweinequäler
Oktober 2016 – Im Oktober 2014 erstattete PETA Strafanzeige gegen Männer aus Hockenheim, die ein Ferkel tierschutzwidrig getötet hatten. PETA lag dazu ein Video vor. Einer der Männer lachte und verhöhnte das Ferkel, welches sich im Todeskampf befand. Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen den Mann einen Strafbefehl beim Amtsgericht Schwetzingen beantragt (Az.: 630 Js 29470/14).
Wasserburg verbietet Wildtiere im Zirkus
Oktober 2016 – Der Stadtrat der bayerischen Stadt am Bodensee hat beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die bestimmte Wildtierarten mitführen. PETA hatte zuvor bei den Entscheidungsträgern für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Zirkusdirektor erhält Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung
Oktober 2016 – Nach der tödlichen Elefantenattacke auf einen Rentner im Juni 2015 verhängte die Staatsanwaltschaft Mosbach einen Strafbefehl über 6.300 Euro gegen den Direktor des Circus Luna. PETA hatte nach dem Vorfall Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung erstattet, weil der Elefant aufgrund früherer Attacken auf Menschen als gefährlich bekannt war und die Zirkusangehörigen das Tier dennoch – teils unbeaufsichtigt – in unmittelbare Nähe zu Menschen ließen.
Angler zahlt 500 Euro an die Staatskasse
Oktober 2016 – Vor dem Amtsgericht Neumarkt wurde ein Fall gegen einen Angler verhandelt, den PETA im Mai angezeigt hatte: Der Angler hatte Aale gefangen, sie mit Haken im Mund über Nacht im Eimer gelassen und am nächsten Tag zurück ins Wasser gesetzt. Der Verteidiger des Anglers schlug vor, dass der Angezeigte mehrere hundert Euro zahlen solle, damit das Verfahren eingestellt würde. Richter und Staatsanwalt stimmten zu.
Messie-Zustände in Keltern nach PETA-Strafanzeige beendet
Oktober 2016 – PETA-Ermittler fanden nach einer Whistleblower-Meldung auf dem Grundstück einer einschlägig bekannten Züchterin und Tierhalterin in Keltern erbarmungswürdige Zustände vor: tote Ratten in Eimern, parasitenbefallene Kaninchen, leere und verdreckte Trinknäpfe, verkotete Kaninchenbuchten auf einem mit Müll und gefährlichem Unrat verschmutzten Gelände. Etwa 200 Tiere fristeten dort ihr trauriges Dasein. PETA erstattete daraufhin Strafanzeige gegen die Tierhalterin bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Das Veterinäramt stellte bei einer anschließenden Untersuchung des Geländes tierschutzrechtliche Mängel und Verstöße fest. Ein bußgeldrechtliches Verfahren wurde eingeleitet. Der Tierhalterin wurde u.a. aufgegeben, ihren Tierbestand zu reduzieren und geordnete Verhältnisse herzustellen.
Reiseunternehmen nehmen SeaWorld aus dem Programm
Oktober 2016 – Nachdem PETA Reiseunternehmen über das Leid der Orcas bei SeaWorld informiert hatte, strichen vtours und adeoreisen die Reiseangebote zu SeaWorld-Partnerhotels aus ihrem Angebot.
Angelverein sagt Veranstaltungen ab
Oktober 2016 – Aufgrund einer Anzeige durch PETA im Juni 2016 gegen den Angelverein Ratzeburg wegen einer Wettfischveranstaltung im Mai ermittelt die Kriminalpolizei. Der Verein sagte daraufhin alle geplanten Veranstaltungen für 2016 ab.
Verden verbietet Wildtiere im Zirkus
September 2016 – Der Marktausschuss der niedersächsischen Kreisstadt votierte gegen die Vermietung kommunaler Flächen an Zirkusbetriebe oder sonstige Unternehmen, die Wildtiere zur Schau stellen, und beauftragte die Verwaltung, einen entsprechende Beschlussvorlage auszuarbeiten. PETA hatte zuvor bei den Entscheidungsträgern für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Jäger wegen Tierquälerei verurteilt
September 2016 – Nach der Anzeige von PETA gegen zwei Jäger im Januar 2016 wurden diese nun vor dem Amtsgericht Göppingen wegen Tierquälerei zu Strafen in Höhe von 2500 Euro und 2000 Euro verurteilt. Die Jäger hatten die Nachsuche nach einem angeschossenen Fuchs frühzeitig abgebrochen bzw. unterlassen, woraufhin dieser stundenlang unter erheblichen Schmerzen litt, bis er getötet wurde.
Erfurt verbietet Wildtiere im Zirkus
September 2016 – Der Stadtrat der thüringischen Landeshauptstadt hat beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen. PETA hatte zuvor bei den Entscheidungsträgern für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Deggendorf: Geldstrafen für tierquälerische Verladeaktion eines Stieres
September 2016 – Gegen drei Tierquäler, die im November 2014 einen Stier brutal verladen hatten, wurden nach einer Anzeige von PETA Strafbefehle in Höhe von 4.500 Euro und 3.900 Euro erlassen. Zwei der drei Angeklagten verurteilte das Gericht in Deggendorf jetzt nach mündlicher Verhandlung wegen Tierquälerei zu Geldstrafen in Höhe von 2.160 Euro und 1.050 Euro. Das Verfahren gegen den dritten Angeklagten wurde gegen Zahlung von 600 Euro an einen Tierschutzverein eingestellt.
Marken-Discounter Netto streicht Zoo-Besuche und Delfinshows aus dem Sortiment
September 2016 – Nachdem PETA die Netto Marken-Discount AG & Co. KG im August kontaktiert hatte, teilte das Unternehmen mit, in Zukunft bei Netto-Reiseangeboten keine Eintrittskarten für Zoo-Besuche und Delfinshows unter netto-urlaub.de mehr anzubieten.
Hannover zeigt Ponykarussell die ‚Rote Karte‘
August 2016 – Die Stadt Hannover hat angekündigt, künftig kein Ponykarussell auf dem Schützenfest der niedersächsischen Landeshauptstadt zuzulassen. PETA hatte zuvor bei den Entscheidungsträgern für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Berlin-Tempelhof verbietet Wildtiere im Zirkus
August 2016 – Die Bezirksverordnetenversammlung des Berliner Stadtbezirks Tempelhof hat beschlossen, kommunale Flächen künftig nicht an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen.
Angelverein nimmt Schnupperangeln aus dem Programm
August 2016 – Nach der Anzeige von PETA gegen Wettangler in Ichenheim hat ein Verein das Schnupperangeln für Kinder aus seinem Programm genommen. Das berichtet die Lahrer Zeitung vom 25. August. Der Verein wollte jedoch anonym bleiben.
Online-Händler entscheidet sich gegen Kopi Luwak
August 2016 – Nachdem PETA ihn auf die tierquälerischen Bedingungen hingewiesen hat, unter denen die Kaffeesorte Kopi Luwak produziert wird, hat der Online-Supermarkt „All you need fresh“ versichert, den Kaffee nicht mehr anzubieten.
Zoohändler stoppen Verkauf von Reptilien
August 2016 – Eine international übergreifende Recherche von PETA deckte massenhaft tote, verletzte oder jahrelang in Plastikboxen eingesperrte Tiere bei deutschen Reptilien-Großhändlern und deren internationalen Zulieferern auf. Zuvor legte PETA den führenden deutschen, von der Recherche betroffenen Zootierfachhändlern die Ermittlungsergebnisse vor – und diese reagierten konsequent: Der Tierfachmarkt Kölle-Zoo mit Sitz in Schwieberdingen gab den Ausstieg aus dem Reptilienverkauf bis 2018 bekannt. Ebenso sicherte die Garten-Center-Gruppe Dehner im bayerischen Rain in einem Schreiben an PETA den stufenweisen Ausstieg aus dem Handel mit „Terrarientieren“ zu. Der Marktführer Fressnapf sowie die norddeutsche Handelskette Das Futterhaus kündigten nach Gesprächen mit der Tierrechtsorganisation zumindest erste Schritte an: Die beiden Unternehmen wollen, einem Zeitplan folgend, die Anzahl der angebotenen Reptilienarten reduzieren und den Verkauf wild gefangener Reptilien beenden.
Chemnitzer Stadtrat beschließt kommunales Zirkuswildtierverbot
August 2016 – Auf Antrag der Fraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen hat der Chemnitzer Stadtrat mit deutlicher Mehrheit beschlossen, künftig keine öffentlichen Flächen mehr an Zirkusunternehmen zu vermieten, die bestimmte Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner oder Bären mitführen. PETA hatte bei den Fraktionen nach dem Gastspiel des Circus Voyage im März dieses Jahres für diese Maßnahme geworben.
Misshandelte Hunde nach PETA-Meldung beschlagnahmt
August 2016 – Das Veterinäramt Rhein-Kreis Neuss beschlagnahmte Mitte Mai drei Hunde, die in einem Privathaushalt vom Lebensgefährten der Halterin misshandelt wurden. Ein Tierfreund hatte sich zuvor an PETA gewandt und Gewaltausbrüche des Mannes gemeldet, denen die Hunde zum Opfer fielen. PETA meldete den Fall umgehend an das Veterinäramt. Die Behörde handelte vorbildlich und entnahm die Tiere aus der Obhut der Halterin.
Filmhochschule streicht Filmvorführung wegen mutmaßlicher Schmetterlingstötung
Juli 2016 – Die Hochschule für Film und Fernsehen in München reagierte auf einen PETA-Appell und sagte die geplante Vorführung eines Übungsfilms kurzfristig ab, für den Whistleblower-Angaben zufolge einer oder mehrere Schmetterlinge getötet wurden.
Pelzfarmen in Frankenförde und Söllichau geschlossen
Juli 2016 – Nach langjährigen Protesten und Strafanzeigen von PETA Deutschland legt Pelzfarmer Alfons Grosser seine illegal betriebenen Nerzfarmen in Frankenförde und Söllichau still und stellt die Nachzucht ein.
Zirkusdirektor erhält Strafbefehl wegen Tierquälerei
Juni 2016 – Der Direktor des Circus Luna erhielt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt einen Strafbefehl vom Amtsgericht Michelstadt in Höhe von 50 Tagessätzen à 15 Euro. Dem Gericht zufolge entwickelten die beiden Bären und die Elefantendame Benjamin aufgrund der mangelhaften Haltung schwere Verhaltensstörungen, wodurch ihnen erhebliche und länger anhaltende Leiden zugefügt wurden. PETA hatte wiederholt Anzeige gegen die mangelhafte Haltung der Tiere erstattet.
Schäfer wegen Tierquälerei verurteilt
Juni 2016 – Ohne Wasser und Schatten bei Temperaturen über 30 Grad wären Schafe Anfang Juli 2015 auf einer Weide im brandenburgischen Lenzen fast verdurstet. Gerettet wurden sie durch einen aufmerksamen Passanten und die örtliche Freiwillige Feuerwehr. Das Amtsgericht Perleberg hat den Schäfer auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 450 Euro verurteilt. Sich selbst überlassen, waren die Tiere, insbesondere die Lämmer, erheblichen Leiden ausgesetzt. PETA hatte zuvor Strafanzeige gegen den Tierhalter gestellt. Der Strafbefehl wurde am 21.6.2016 rechtskräftig (Az.: 23 Cs 334 Js 20875/15 (218/16).
Passau und Schönfeld verbieten Wildtiere im Zirkus
Juli 2016 – Die Stadtvertretungen von Passau und Schönfeld haben beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen. PETA hatte zuvor bei den Entscheidungsträgern für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Ponykarussell im Wiener Prater schließt nach 129 Jahren
Juli 2016 – Das Ponykarussell im Wiener Prater wird zum Jahresende seinen Betrieb einstellen. Die Ponys sollen in tiergerechte Verhältnisse vermittelt werden. PETA hatte sich wiederholt für eine Schließung der Anlage bei den Verantwortlichen eingesetzt.
Geldstrafe für nicht genehmigtes Schächten
Juli 2016 – In einem Verfahren gegen den Verantwortlichen einer Halal-Schlachterei hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen á 20 Euro beantragt (Az.: 10 Ds 103 Js 10155/14 und 10 Ds 103 Js 51131/13). Im Betrieb des Beschuldigten, der wiederholt nicht vor dem Amtsgericht Salzgitter erschienen war, wurden Schafe ohne Genehmigung und Betäubung geschächtet. Dem Angeklagten wird zudem gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Ein weiterer Beschuldigter wurde bereits im Juli vergangenen Jahres mit rechtskräftigem Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 450 Euro verurteilt. (Az.: NZS 123 Js 25116/15). PETA hatte 2013 Strafanzeige erstattet, nachdem der Organisation Beweismaterial zugespielt wurde.
Norderstedt verbietet Wildtiere im Zirkus
Juni 2016 – Der Hauptausschuss der Stadt Norderstedt hat einstimmig dafür votiert, dass die städtische Entwicklungsgesellschaft ‚EgNO‘ künftig kommunale Flächen nicht an Zirkusbetriebe vermieten soll, die Wildtiere mitführen.
Bielefeld und Hameln verbieten Wildtiere im Zirkus
Juni 2016 – Die Stadtvertretungen von Bielefeld und Hameln haben beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen. PETA hatte die Entscheider und Antragsteller inhaltlich unterstützt.
Werbespot mit echtem Schimpansen eingestellt
Juni 2016 – Der Inhaber der Bekleidungsfirma Trigema gab bekannt, nach über 25 Jahren Werbung mit einem Schimpansen in TV-Spots künftig keine echten Tiere mehr zu verwenden, sondern allenfalls Computeranimationen. PETA hatte den Unternehmenschef in den vergangenen Jahren mehrfach über den Missbrauch von Menschenaffen in der Filmindustrie sowie über tierfreundliche Alternativen mit Hilfe von computergenerierten Animationen informiert.
Musikvideos ohne Wildtiere
Juni 2016 – Die Künstleragentur Scoop beabsichtigt, künftig keine Wildtiere mehr in ihren Produktionen zu verwenden. PETA hatte das Unternehmen anlässlich eines aktuellen Falls um diesen Schritt gebeten.
Tee- und Kaffeehändler nimmt Kopi Luwak aus dem Sortiment
Juni 2016 – Nachdem PETA die Edeltee GbR darüber informierte, dass für die Kaffeesorte Kopi Luwak Schleichkatzen gequält werden, hat sich das Unternehmen entschieden, die Kaffeebohnen nicht mehr anzubieten. Dafür erhielt der Händler die „Kopi Luwak Frei“-Urkunde der Tierrechtsorganisation.
Drogeriemarkt Rossmann nimmt Angorawolle aus dem Sortiment
Juni 2016 – Nachdem PETA die Drogeriemarktkette Rossmann mehrfach darauf aufmerksam gemacht hatte, dass Angorakaninchen für ihr Fell brutal misshandelt werden, hat das Unternehmen nun bekannt gegeben, dass es das Tierqualprodukt aus dem Sortiment genommen hat. In der letzten Wintersaison hatte Rossmann noch Socken und Wäsche aus Angorawolle verkauft. PETA hat den Konzern nun in ihre Angorafrei-Liste aufgenommen, in der bereits über 120 internationale Händler und Designer zu finden sind.
Altenburg verbietet Wildtiere im Zirkus
Mai 2016 – Der Rat der thüringischen Kreisstadt Altenburg hat beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen. PETA hatte entscheidende Akteure inhaltlich unterstützt.
TUI-Tochterunternehmen ohne Elefantenreiten
Mai 2016 – Das US-Reiseunternehmen Travcoa bietet ab Ende 2016 kein Elefantenreiten mehr als Reisebestandteil an. PETA hatte dem Mutterkonzern TUI zuvor die Tierschutzproblematik sowie das hohe Risiko für die Touristen aufgezeigt.
Berliner Bezirk verbietet Wildtiere im Zirkus
Mai 2016 – Die Bezirksverordnetenversammlung des Stadtbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf hat beschlossen, dass künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe vermietet werden, die Wildtiere mitführen. PETA hatte zuvor bei den Fraktionen für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Berliner Restaurant streicht Foie gras von seiner Speisekarte
Mai 2016 – Nachdem PETA das französische Restaurant La Cocotte in Berlin darauf aufmerksam machte, das Enten und Gänse für Foie gras (Stopfleber) auf grausamste Art gequält werden, nahm es das Gericht aus seinem Angebot. PETA zeichnete das Restaurant daraufhin mit einer „Stopfleber-frei“-Urkunde aus.
Bayerisches Verwaltungsgericht bestätigt kommunales Wildtierverbot
April 2016 – Vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof wurde die Berufung des Circus Luna gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts München (Az.: M 7 K 13.2449, 6.8.2014) verhandelt. Das hatte vor zwei Jahren der Stadt Erding Recht gegeben, wonach kommunale Flächen nicht an Circus Luna oder andere Zirkusbetriebe mit Wildtieren vermietet werden. Das Gericht betonte nun ausdrücklich, dass die Gemeinden in eigener Verantwortung entscheiden können, an wen sie ihre Veranstaltungsplätze unter welchen Bedingungen vermieten. Circus Luna zog darauf hin die Berufung zurück (Az.: 4 B 15.2139, 28.04.2016). PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus.
Lieferheld und Lieferando streichen Stopfleber aus ihrem Sortiment
April 2016 - Lieferheld und Lieferando haben ihre Partnerrestaurants davon überzeugt, keine Stopfleber mehr anzubieten. Lieferheld wird nach eigener Aussage auch künftig keine Stopfleber über seine Seite vertreiben lassen. PETA hat sich wiederholt mit beiden Portalen in Verbindung gesetzt und über den Veganblog und soziale Netzwerke dazu aufgerufen, Lieferando und Lieferheld ebenfalls zu kontaktieren. Zahlreiche Tierfreunde waren empört, dass Foie gras über Lieferheld und Lieferando bestellt werden kann, und haben sich bei den Unternehmen beschwert. Die Reaktion beider Unternehmen folgte bereits wenige Stunden nach dem vielfach geteilten Aufruf. Für die vorbildliche Entscheidung zeichnete die Tierrechtsorganisation die Händler mit einer „Stopfleber-frei-Urkunde“ aus.
Adoptieren statt kaufen: Große Zoofachhandelsketten stärken lokalen Tierschutz
April 2016 – In sieben Märkten der Zoofachhandelskette Das Futterhaus stehen ab sofort sogenannte Vermittlungsterminals bereit, an denen sich die Kunden über die aktuellen Bewohner des lokalen Tierheims informieren können. Die Terminals zeigen bewusst eine Alternative zum Kauf lebender Tiere im Zoofachhandel auf. Ein ähnliches Projekt von Fressnapf hilft heimatlosen Tieren in Recklinghausen und Marburg – die dortigen „Adoptierstuben“ konnten bereits viele heimatlose Kleinsäuger aus dem Tierheim in ein neues Zuhause vermitteln. Beide Unternehmen haben damit vorbildlich auf die zuvor von PETA vorgelegten Ergebnisse einer erschütternden Recherche reagiert – diese deckt auf, dass ein großer Teil der Tiere auf dem deutschen „Heimtiermarkt“ aus tierquälerischen Zuchtverhältnissen stammt.
Kieler Landtag untersagt Familie von Bismarck Betrieb von Jagdgattern
April 2016 - Im November 2015 stellte PETA wegen des illegalen Betriebs zweier Jagdgatter im schleswig-holsteinischen Sachsenwald Strafanzeige gegen die Familie von Bismarck. Derartige Jagdanlagen sind in Schleswig-Holstein bereits seit 1999 verboten. Der Familie wurde eine Übergangsfrist von 15 Jahren gewährt, um die Gatter bis Oktober 2014 zu schließen. Diese wollte die Areale allerdings auch ein Jahr nach Fristablauf nicht aufgeben. Der Kieler Landtag beschloss nun eine Änderung des Naturschutzgesetztes, wonach in Schleswig-Holstein nicht mehr innerhalb von Gattern gejagt werden darf.
Osnabrück: Bußgelder für Entenmäster
April 2016 – Im Juli 2012 erstattete PETA Strafanzeige gegen zwei Wiesenhof-Vertragsmäster bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück. PETA-Ermittler dokumentierten tierquälerische Missstände in deren Entenmastbetrieb. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück stellte das Verfahren im August 2013 jedoch ein, da keine Vorsätzlichkeit nachgewiesen worden sei. Der Landkreis Osnabrück, der schon in den Jahren zuvor gegen einen der Beschuldigten ein Bußgeld verhängt hatte, sollte den Sachverhalt auf Ordnungswidrigkeiten untersuchen. Auf die umfangreiche Beschwerde von PETA im September 2013 hin verfügte die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg im März 2014 die Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens (Az.: NZS 500 Zs 46/14). Im April 2016 wurde das Verfahren nach Erlass von Strafbefehlen vom Amtsgericht Osnabrück gegen Zahlung hoher Geldbußen von jeweils 4000 Euro an gemeinnützige Organisationen eingestellt (Az.: NZS 207 Cs (1100 Js 30663/12) – 655/15).
Hund aus schlechter Haltung beschlagnahmt
April 2016 – Whistleblower wandten sich an PETA, weil ein Hund in Friedland unter erbärmlichen Zuständen in einem kleinen Verschlag gehalten wurde. Laut Zeugen durfte der Hund so gut wie nie sein Gefängnis verlassen und jaulte unaufhörlich. PETA meldete die schlimme Haltung dem zuständigen Veterinäramt. Dieses handelte umgehend. Der Hund wurde beschlagnahmt und anderweitig untergebracht.
Armani verbannt Pelz
März 2016 – Die Armani Group verbannt Pelz zur Herbst-/Wintersaison 2016 aus ihren Modekollektionen, nachdem PETA und ihre internationalen Schwesterorganisationen jahrelang gegen die Verwendung von Kaninchenpelz bei dem Luxusmodeunternehmen protestierten.
Bär Ben aus Zirkus gerettet
März/April 2016 - Bär Ben wurde vom Kreisveterinäramt Deggendorf wegen schwerer Missstände aus dem Zirkus Alberti beschlagnahmt und in eine Auffangstation gebracht. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte in einem vorläufigen Eilverfahren die Rechtmäßigkeit der Maßnahme. PETA hatte die Bärenhaltung zuvor bei den Behörden angezeigt.
Eingesperrte und tote Tiere: Taubennetz in Gerlingen entfernt
März 2016 – Mehrere Tierfreunde wandten sich an PETA, weil an einem seit Jahren leer stehenden Baumarkt in Gerlingen noch immer ein Taubennetz über dem Eingang hing. Zahlreiche Tiere kamen durch das beschädigte Netz in die Vorrichtung, schafften es aber nicht wieder heraus oder verfingen sich mit den Füßen darin. Viele tote Tauben hingen bereits im Netz. PETA forderte die für den Baumarkt zuständige METRO Group und das Veterinäramt Ludwigsburg auf, das Netz umgehend zu entfernen. Bereits am nächsten Tag wurde es von der METRO Group abmontiert – die überlebenden Tauben konnten wieder in die Freiheit fliegen.
Affen aus Zirkus gerettet
März 2016 – Zirkus Alberti hat auf Druck der Behörden seine beiden Makaken in eine Auffangeinrichtung abgegeben. PETA hatte die tierschutzwidrige Affenhaltung in den letzten 12 Monaten bei mehreren bayerischen Veterinärbehörden angezeigt und auf eine Herausnahme der Tiere aus dem Zirkus gedrängt.
Österreich verbietet Verkauf von Wildtieren auf „Exotenbörsen“
März 2016 – In Österreich dürfen ab dem 1. April 2016 keine Wildtiere mehr auf Börsen und Messen gehandelt werden. PETA hatte sich im Vorfeld offiziell an der Kommentierung des Verordnungsentwurfes beteiligt.
Rostock verbietet Wildtiere im Zirkus
März 2016 – Die Bürgerschaft der Stadt Rostock hat beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen. PETA hatte zuvor mehrfach bei den Fraktionen für solch eine Tierschutzmaßnahme geworben.
Bußgeld für Catch & Release Angler
Februar 2016 – PETA erstattete im Juli 2015 Strafanzeige gegen einen Angler, der das tierquälerische Catch & Release (Fangen & Zurücksetzen) praktizierte. Hinzukam, dass der Mann den Fisch mit einer Schnur am Maul fixiert hatte und so einige Zeit abwartete, bis die Lichtverhältnisse für sein Trophäenbild geeignet waren. Das Verfahren gegen den Mann wurde eingestellt – mit der Auflage einer Geldbuße in Höhe von 300 Euro.
Anzeige gegen Wettangler erfolgreich
Februar 2016 – Im Februar 2013 erstattete PETA Strafanzeige gegen den Levener Angelverein wegen Wettangelns bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Im Laufe der Ermittlungen wehrten sich die Angler teilweise massiv unter Einschaltung von Rechtsanwälten. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld betonte jedoch, dass der Vortrag von PETA nachvollziehbar sei. Mit Zustimmung des Amtsgerichts Rahden stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren nach § 153 StPO unter der Bedingung ein, dass die Angler das Wettangeln zukünftig unterlassen würden – sie seien damit hinreichend beeindruckt und gewarnt. Diese Bestätigungen wurden schriftlich zur Akte gereicht (Az.: 756 Js 204/15).
Bußgeld für Catch & Release Angler
Februar 2016 – PETA erstattete im Mai 2015 Strafanzeige gegen einen Angler, der das tierquälerische Catch & Release (Fangen & Zurücksetzen) praktizierte. Das Verfahren gegen den Mann wurde vorläufig eingestellt – mit der Auflage einer Geldbuße in Höhe von 200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung.
Leipzig verbietet Wildtiere im Zirkus
Februar 2016 – Der Stadtrat Leipzig hat in Folge einer von PETA unterstützten Bürgerpetition beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die bestimmte Wildtierarten mitführen.
Nach PETA-Strafanzeige: Tierschutzwidrige Jungbullenhaltung in Unterensingen wird eingestellt
Februar 2016 – Im Januar 2016 ermittelte PETA in einem landwirtschaftlichen Betrieb, der Jungbullen unter katastrophalen Bedingungen hielt: Die Tiere standen in ihren eigenen Fäkalien, waren stark verschmutzt, hatten Verletzungen an den Gelenken vom Liegen auf Spaltenboden und waren so kurz angekettet, dass sie sich gerade so ablegen konnten. Auch waren die Fenster derart verschmutzt, dass kaum Licht eindringen konnte. PETA erstattete Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Nachdem das Veterinäramt Auflagen erteilte, gab die Betreiberin des Hofes bekannt, dass sie die Jungbullenhaltung in naher Zukunft aufgibt. Daraufhin stellte die Staatsanwaltschaft Stuttgart das Verfahren ein (Az.: 172 Js 7880/16).
Keine Menschenaffen für Werbespot
Februar 2016 – PETA wurde von Unterstützern auf einen TV-Werbespot eines großen Mobilfunkunternehmens aufmerksam gemacht, in dem junge Schimpansen eingesetzt wurden. Nachdem die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen über die Tierschutzproblematik aufklärte, entfernte das Unternehmen die entsprechenden Szenen aus dem Spot und sagte zu, künftig keine Menschenaffen für Werbezwecke einzusetzen.
Sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung für Tierquäler
Januar 2016 – Im Juli vergangenen Jahres entdeckte eine Spaziergängerin auf einem Privatgrundstück in Büchelberg (Wörth) einen jungen Fuchs, der über mehrere Stunden mit dem Kopf in einem Tellereisen gefangen war und vor Schmerzen schrie. Er versuchte vergebens, sich zu befreien – aufgrund der erheblichen Verletzungen musste das Tier aber schließlich vom zuständigen Jagdpächter erschossen werden. Nach einer Strafanzeige von PETA wurde der Täter wegen eines besonders schweren Falls der Jagdwilderei zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
Dinkelsbühl künftig ohne Ponykarussell
Januar 2016 – Auf dem Dinkelsbühler Weihnachtsmarkt wird künftig kein Ponykarussell mehr zugelassen. PETA wandte sich zuvor nach entsprechenden Besucherbeschwerden an den Bürgermeister der bayerischen Stadt.
Schwerin verbietet Wildtiere im Zirkus
Januar 2016 – Die Stadtvertretung der mecklenburg-vorpommerischen Landeshauptstadt hat beschlossen, künftig keine kommunalen Flächen an Zirkusbetriebe zu vermieten, die Wildtiere mitführen. PETA hatte zuvor die Akteure vor Ort beraten und zu dieser Maßnahme ermutigt.
Hessen: Sechsmonatige Schonzeit für Füchse
Januar 2016 – Zum Jahreswechsel ist die neue hessische Jagdverordnung in Kraft getreten: Nach intensiven Bemühungen von PETA und anderen Organisationen dürfen Füchse in Hessen nun erstmals über sechs Monate im Jahr nicht gejagt werden. Für weitere Tierarten wie den Waschbär und den Marderhund wurden die Jagdzeiten ebenso verkürzt – Baummarder, Hermeline und Mauswiesel dürfen gar nicht mehr bejagt werden.
