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Willkommen in der Kartenwerkstatt Die Kartenwerkstatt dient zur Verbesserung von Karten und Plänen. Hier stehen dir Ansprechpartner zur Verfügung, die dir dazu Tipps und Hinweise geben können, aber auch tatkräftige Unterstützung leisten. Ebenso können hier auch Karten fremder Autoren zur Verbesserung oder Übersetzung vorgeschlagen werden. Wünsche zur Herstellung neuer Karten sowie zu Aktualisierungen, Korrekturen oder Übersetzungen vorhandener Karten bitte auf der Seite Kartenwünsche eintragen. Fragen allgemeiner Art bitte auf der Diskussionsseite stellen. Auf dieser Seite hier werden nur Wünsche in aktueller Bearbeitung vom Bearbeiter eingetragen. Wir bemühen uns, neue Kartenwünsche möglichst schnell erstmalig zu bewerten, zu kommentieren und einzusortieren. Die Bearbeitung erfolgt, sobald jemand Zeit und Lust hat. Der Bearbeiter wird den Wunsch dann hier in die Werkstatt verschieben. |
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Inhaltsverzeichnis
Grenzen in der Timorsee[Quelltext bearbeiten]
Vor drei Jahren habe ich diese Karte zur wirtschaftlichen Grenzziehung und Ansprüche in der Timorsee gezeichnet. Der Hintergrund dazu findet sich im Artikel Grenzstreitigkeiten zwischen Australien und Osttimor. Sie ist nun in acht Artikeln im Gebrauch, nachdem in einer Diskussion im Artikel Australien sie als Kompromissbebilderung ausgewählt wurde. Gleichzeitig gab es dort aber den Wunsch nach einer professionellen Version.
Hilfreich bei einer Kartenerstellung wären wohl folgende Links: [1], [2], [3]
Schönen Gruß, --JPF just another user 19:31, 25. Feb. 2017 (CET)
- Es gibt nun ein paar Aktualisierungen mit dem neuen Vertrag vom 6. März 2018. [4], [5]. Mit den neuen Grenzen wird die Datei nun wieder akut aufgrund der Aktualität. --JPF just another user 12:14, 7. Mär. 2018 (CET)
- Werde mich darum kümmern. --Arjoopy (Diskussion) 15:14, 5. Aug. 2018 (CEST)
Hallo an alle, ich hab mich des Themas mal angenommen und einen Vorschlag für eine höher aufgelöste und der aktuellen Situation besser gerecht werdenden Kartenskizze entworfen. Kritik und Anregungen jederzeit natürlich willkommen. Gruß Arjoopy (Diskussion) 13:31, 20. Dez. 2018 (CET)
- @Arjoopy: Danke schön! Sieht gut aus, aber in dem verlinkten Vertrag sind die Grenzen etwas anders eingezeichnet. Außerdem wäre es schön, wenn man in der Karte auch die Sonderzonen und die Gasfelder sehen könnte. Schönen Gruß, --JPF just another user 09:27, 21. Dez. 2018 (CET)
- @J. Patrick Fischer: Hallo, entschuldige bitte meine Inaktivität über die Weihnachtszeit. Anbei eine aktualisierte Version mit eingezeichneten Gasfeldern. Hinsichtlich "etwas anders eingezeichneten" Grenzen: Auf welchen Vertrag beziehst du dich? Ich habe mich an den Karten im Colloquium at University of New South Wales orientiert, da kommen die Grenzen ziemlich genau hin. Willst du bei Sonderzonen auf die gemeinsam verwalteten Bereiche hinaus, innerhalb derer zeitweise die Einnahmen geteilt wurden? Wenn man alle diese Zwischenlösungen mit in die Karte packt dürfte das imho sehr schnell sehr unübersichtlich werden, da solltest du der offenbar am tiefsten in der Materie steht genau wissen was da rein soll und was nicht. Grüße Arjoopy (Diskussion) 18:30, 8. Jan. 2019 (CET)
- @Arjoopy: Ich denke auch, dass die verschiedenen Versionen begrenzt sein sollten. Deine Auswahl ist gut. Ich meinte aber die neuen Grenzen hier auf Seite 9 ezwas andeers aussehen. Im Osten gibt es einen weiteren Eckpunkt. Zudem gibt es anscheinend ein Spezial-Arrangement für das Greater Sunrise. Vielleicht sollte man die rote Linie genauer als Seegrenze Australien-Indonesien bezeichnen?Schönen Gruß, --JPF just another user 20:15, 8. Jan. 2019 (CET)
- @J. Patrick Fischer: Weiteres Update gemäß verlinktem Vertrag. Gewisse Widersprüche zum Colloquium sind leider nicht von der Hand zu weisen, ich habe mich im Zweifelsfall am Vertrag orientiert. Frage dazu: Die jüngste Verschiebung der AWZ zugunsten Australiens gegenüber 1997 führe ich darauf zurück, dass zuvor ein Anteil der Einnahmen an Australien gingen und nun nicht mehr? Dann sollte man das mMn auch entsprechend in der Legende erläutern. Da mir keine Informationen über den Verlauf der osttimoresisch-indonesischen AWZ-Grenze bis zum "AWZ-Dreiländereck" mit Australien vorliegen, belasse ich die Legende bei "Grenze der AWZ". Was das Spezial-Arrangement für das Greater Sunrise betrifft erschließt sich mir nicht dessen Relevanz für den Grenzverlauf, habe es deshalb beim groben Umriss der Gasfelder belassen. Gestatte mir zudem anzumerken: Es ist und bleibt eine Kartenskizze, professionelles Kartenmaterial mit Präzision ins kleinste Detail kann ich leider nicht offerieren. --Arjoopy (Diskussion) 21:47, 8. Jan. 2019 (CET)
- @Arjoopy: Ich denke auch, dass die verschiedenen Versionen begrenzt sein sollten. Deine Auswahl ist gut. Ich meinte aber die neuen Grenzen hier auf Seite 9 ezwas andeers aussehen. Im Osten gibt es einen weiteren Eckpunkt. Zudem gibt es anscheinend ein Spezial-Arrangement für das Greater Sunrise. Vielleicht sollte man die rote Linie genauer als Seegrenze Australien-Indonesien bezeichnen?Schönen Gruß, --JPF just another user 20:15, 8. Jan. 2019 (CET)
- @J. Patrick Fischer: Hallo, entschuldige bitte meine Inaktivität über die Weihnachtszeit. Anbei eine aktualisierte Version mit eingezeichneten Gasfeldern. Hinsichtlich "etwas anders eingezeichneten" Grenzen: Auf welchen Vertrag beziehst du dich? Ich habe mich an den Karten im Colloquium at University of New South Wales orientiert, da kommen die Grenzen ziemlich genau hin. Willst du bei Sonderzonen auf die gemeinsam verwalteten Bereiche hinaus, innerhalb derer zeitweise die Einnahmen geteilt wurden? Wenn man alle diese Zwischenlösungen mit in die Karte packt dürfte das imho sehr schnell sehr unübersichtlich werden, da solltest du der offenbar am tiefsten in der Materie steht genau wissen was da rein soll und was nicht. Grüße Arjoopy (Diskussion) 18:30, 8. Jan. 2019 (CET)
Die neue Grenzziehung ist eine Verschlechterung für Australien. Die Sonderzone ist erst jetzt als Grenze Osttimors anerkannt, vorher gab es ein Moratorium zur Grenzfrage.Links und rechtsgehörte die See bisher nur Australien. Australien kriegt auch weniger Geld aus der Zone. Mein Wissen dazu steht in Grenzstreitigkeiten zwischen Australien und Osttimor. --JPF just another user 12:27, 9. Jan. 2019 (CET)
- Danke für die Klarstellung. In Anbetracht des Moratoriums stellt sich mir die Frage, ob die in meiner Skizze grün dargestellte Linie (Z-Punkte) dann überhaupt relevant ist für die Karte? Anderweitige Verbesserungsvorschläge? MfG Arjoopy (Diskussion) 12:57, 9. Jan. 2019 (CET)
- Gibt es hier noch eine Lösung oder kann das archiviert werden? Grüße Lencer (Diskussion) 11:09, 10. Mai 2019 (CEST)
- Gruß Lencer, ich habe keine Anweisungen erhalten was noch zu verbessern ist, sollte sich JPF nochmal melden kann ich gern auch in fernerer Zukunft weitere Änderungen vornehmen. Zweifelsohne ist ja eine Verbesserung zum status quo erkennbar ;) Gruß Arjoopy (Diskussion) 15:05, 14. Mai 2019 (CEST)
- Gibt es hier noch eine Lösung oder kann das archiviert werden? Grüße Lencer (Diskussion) 11:09, 10. Mai 2019 (CEST)
Verbreitungskarten Stacheltaschenmäuse[Quelltext bearbeiten]
@Achim Raschka: Ich werde mich so nach und nach um die Karten kümmern, wegen anhaltendem Zeitmangel aber vermutlich in eher übersichtlichem Tempo. NNW 19:51, 29. Jan. 2019 (CET)
- Hi NNW, danke - ein übersichtliches Tempo ist vollkommen in Ordnung, hier brennt nichts. Gruß -- Achim Raschka (Diskussion) 12:30, 30. Jan. 2019 (CET)
Wahlkreise Namibia[Quelltext bearbeiten]
Hi zusammen. Vielleicht kann hier jemand helfen. Es geht um die Karten der Wahlkreise in Namibia, die hier zu finden sind. Habe schon den Ersteller direkt angeschrieben, der aber scheinbar nicht mehr aktiv ist. Leider fehlt zumindest ein Wahlkreis, so dass sämtliche Karten falsch sind. Meine ursprüngliche Anfrage an den Ersteller und in Commons war: "Alle diese Karten müssen neu, da z.B. ein Wahlkreis in der Region Kavango-West, nämlich Ncuncuni fehlt. Siehe dazu u.a. [6]. Ich habe es schon rudimentär für Liste der Wahlkreise in Namibia#Kavango-West auf Datei:Wahlkreise_Kavango-West.png umgesetzt. Wie kann man das am besten anstellen? Ich sehe, dass Du viele dieser Karten erstellt hast. Vielleicht hast Du eine schnelle Möglichkeit das anzupassen. Vielleicht wäre es sinnvoller nur eine Übersichtskarte mit allen Wahlkreisen zu machen. Dann aber in den Detailkarten pro Wahlkreis (die mit der gelben Markierung) die Wahlkreise nicht für ganz Namibia anzuzeigen, sondern nur für die Region. Das würde zukünftige Änderungen dann nicht mehr an allen Karten notwendig machen, sondern nur an der Übersichtskarte und eben der für die Region die betroffen ist." Wie kann man dies sinnvoll und vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Wahlkreise regelmäßig (mind. alle 5 Jahre) angepasst werden, ändern? Danke --Chtrede (Diskussion) 12:16, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Um Arbeit zu sparen, geht das in der Tat nur so. Regionskarten ohne Wahlkreise gibt es schon (siehe Artikel zu den Regionen), es müssten also nur die Wahlkreiskarten gemacht werden, am besten als Vektorkarten, um einfacher aktualisieren zu können. NNW 17:06, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Und mag das jemand machen? Ich habe davon keinerlei Ahnung. --Chtrede (Diskussion) 17:24, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Ich stelle mir als Grundlage vor:
- 1 Karte des ganzen Landes mit allen Wahlkreisen
- 1 Karte jeder Region mit den jeweiligen Wahlkreisen der Region. --Chtrede (Diskussion) 17:24, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Wenn du etwas Zeit mitbringst. Vor allem wären gute Vorlagenlinks hilfreich. NNW 17:29, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Im Prinzip stimmen die Karten so, nur das eben der eine erwähnte Wahlkreis in Kavango-West fehlt. Quelle etc siehe oben. --Chtrede (Diskussion) 17:41, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Nur macht es keinen Sinn, schlecht aufgelöste PNGs in Vektorkarten zu überführen. Ich schlage vor, wir sparen noch mehr Zeit und stellen nur dann neue Wahlkreis-Karten her, wenn es nötig ist. Ansonsten werden die PNGs verwendet. Dann dauert es zwar, bis alle umgestellt sind, aber der Aufwand ist niedriger. NNW 17:45, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Es ist ja nötig. Deshalb meine Anfrage. Ich bin gerade dabei die Grundlagenliste Liste der Wahlkreise in Namibia und damit jeden Wahlkreis auf Stand zu bringen. Und da fiel mir eben das Dilemma mit einem fehlenden Wahlkreis auf, wodurch alle Karten falsch sind. Ist die auf S. 33 respektive S. 34 hier nicht als Grundlage für z.B. Kavango-West nutzbar? Gruß --Chtrede (Diskussion) 07:27, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Doch, das ist eine super Vorlage. NNW 13:27, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Eine solche gibt es zu jeder der 14 Regionen... --Chtrede (Diskussion) 13:34, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Das ist prima. Nur um es richtig zu verstehen: Für die Regionen könnte man auf die Karten in c:Category:SVG locator maps of regions in Namibia (location map scheme) wechseln, die zeigen keine Wahlkreise und sind damit automatisch korrekt. Die Wahlkreiskarte von Kavango-West hast du für diesmal selbst korrigiert. D.h. es fehlt im Moment nur eine Wahlkreiskarte von ganz Namibia. Korrekt? NNW 18:58, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Jein, denn aktuell wird jeder Wahlkreis auf der Karte für ganz Namibia dargestellt, z. B. Datei:Wahlkreis_Brandberg_in_Erongo.png. Somit ist jeder dieser Karten falsch, wobei es natürlich auf Grundlage einer richtigen Karte dann einfach für jeden Wahlkreis eingefärbt werden kann. Mir schwebt dann eben vor, dass man diese einzelnen "gelben" Wahlkreise nicht mehr auf eienr Wahlkreiskarte Namibias, sondern auf einer der jeweiligen Region darstellt. --Chtrede (Diskussion) 20:23, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Das ist prima. Nur um es richtig zu verstehen: Für die Regionen könnte man auf die Karten in c:Category:SVG locator maps of regions in Namibia (location map scheme) wechseln, die zeigen keine Wahlkreise und sind damit automatisch korrekt. Die Wahlkreiskarte von Kavango-West hast du für diesmal selbst korrigiert. D.h. es fehlt im Moment nur eine Wahlkreiskarte von ganz Namibia. Korrekt? NNW 18:58, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Eine solche gibt es zu jeder der 14 Regionen... --Chtrede (Diskussion) 13:34, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Doch, das ist eine super Vorlage. NNW 13:27, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Es ist ja nötig. Deshalb meine Anfrage. Ich bin gerade dabei die Grundlagenliste Liste der Wahlkreise in Namibia und damit jeden Wahlkreis auf Stand zu bringen. Und da fiel mir eben das Dilemma mit einem fehlenden Wahlkreis auf, wodurch alle Karten falsch sind. Ist die auf S. 33 respektive S. 34 hier nicht als Grundlage für z.B. Kavango-West nutzbar? Gruß --Chtrede (Diskussion) 07:27, 9. Apr. 2019 (CEST)
- Nur macht es keinen Sinn, schlecht aufgelöste PNGs in Vektorkarten zu überführen. Ich schlage vor, wir sparen noch mehr Zeit und stellen nur dann neue Wahlkreis-Karten her, wenn es nötig ist. Ansonsten werden die PNGs verwendet. Dann dauert es zwar, bis alle umgestellt sind, aber der Aufwand ist niedriger. NNW 17:45, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Im Prinzip stimmen die Karten so, nur das eben der eine erwähnte Wahlkreis in Kavango-West fehlt. Quelle etc siehe oben. --Chtrede (Diskussion) 17:41, 8. Apr. 2019 (CEST)
- Wenn du etwas Zeit mitbringst. Vor allem wären gute Vorlagenlinks hilfreich. NNW 17:29, 8. Apr. 2019 (CEST)
Hallo NNW. Hattest Du hier schon was gemacht? Vielen Dank --Chtrede (Diskussion) 14:58, 30. Apr. 2019 (CEST)
- Nein, bin im Moment an anderen Themen dran. NNW 15:00, 30. Apr. 2019 (CEST)
Kartenserie Alter Orient[Quelltext bearbeiten]
Einen schönen Gruß in die Kartenwerkstatt! Ein Mammutprojekt, was ich mir im Dezember hier aufgeladen habe, ist jetzt vorläufig beendet. Falls ihr euch das gesammelte Werk von 33 SVG-Karten ansehen wollt: Übersicht aller Karten. Diese Karten sind primär gedacht zum Einbauen in die Jahrhundert-Artikel und die "Herrscher nach Jahrhundert"-Listen. Aber vielleicht kann auch der eine oder andere sonstige Artikel davon profitieren. Über das Aufspüren und Bemeckern von inhaltlichen/kartographischen Schwächen wäre ich dankbar, bevor ich mich daran mache:
- die Serie vollständig in Commons durchzukategorisieren, in die Jahrhundertartikel zu übernehmen
- die Serie ins Englische zu übersetzen
- mit nach Osten erweiterter Grundkarte von 0600AD bis 2000AD fortzusetzen
Schöne Maigrüße, --Enyavar (Diskussion) 21:36, 3. Mai 2019 (CEST)
- Sehr spannende, sehr tolle Sache. Was mir auffällt ist dass manchmal das Meer über den Flächen steht, meistens aber darunter. Ästhetisch wäre es mir ja lieber, es wäre immer darüber und nicht so von den Farben "überschwemmt". Gerade bei den frühen Karten kann ich aber verstehen, warum man es anders macht (mir Rom wirkts dann jedoch sehr zugekleistert). Und es heißt bei uns Sassanidenreich mit Doppel-S, also so auch in der Karte nennen? --Don-kun • Diskussion 23:04, 3. Mai 2019 (CEST)
Eine gelungene Arbeit. Geschickt gelöst hast Du beispielsweise die nicht erst seit Israel Finckelstein bezweifelte Ausdehnung Judas und Israels, die Du eben geschickterweise nicht als Flächen, sondern einfach nur als Beschriftung eingetragen hast. Ein bißchen ungenau ist die Ausdehnung des sassanidischen Machtbereichs in Ägypten. Vermutlich reichte er noch etwas weiter nach Westen, denn ihr Vorstoß endete wohl erst vor den Toren von Tripolis... ist aber vernachlässigbar. Nicht ganz so geschickt ist allerdings die Darstellung des Neubabylonischen Reiches. Taima, wohin für ein paar Jahrzehnte die Residenz verlegt worden war, war nicht einfach nur eine Exklave. Da der babylonische Machtbereich damals sogar bis Yathrib (das heutige Medina) reichte, lag es sogar nicht mal am Rand des Reiches. --Roxanna (Diskussion) 23:10, 3. Mai 2019 (CEST)
- Aus kartografischer Sicht finde ich es etwas unglücklich, dass die Karte nicht mittig genordet ist, weil das Kartenbild so nicht den Erfahrungswerten des Betrachters entspricht und "verdreht" wirkt. Das liegt natürlich auch an der Projektion der gewählten Karte - ich vermute, du hast bei der Wahl schon die geplante Erweiterung Richtung Osten berücksichtigt. Hinzu kommt, dass die Beschriftung der Städte dem Verlauf der Breitengrade folgt, während die thematischen Beschriftungen parallel zum Kartenrand gesetzt sind. Das wirkt vor allem dann, wenn beides direkt nebeneinander steht, nicht ganz harmonisch. Mir ist aber bewusst, dass das alles zum jetzigen Zeitpunkt bei 33 Karten nur schwerlich noch zu ändern ist. Vielleicht ein Nordpfeil unten links? In seiner Gesamtheit trotzdem ein ambitioniertes Vorhaben mit (sofern inhaltlich korrekt) respektablem Ergebnis. Gratuliere. -- Thoroe (Diskussion) 12:18, 4. Mai 2019 (CEST)
- Ich bedanke mich sehr für die ersten Rückmeldungen. Zu den Kritikpunkten:
- Die Farbschwemme auf dem Meer (Mittelmeer und Pers. Golf, ab 400BCE) ist mir auch erst beim Hochladen auf den kleinen Vorschaubildchen negativ aufgefallen. Da das "Mare nostrum" zum Hoheitsbereich Roms zählte, sollte es natürlich markiert bleiben. Ich werde aber bei der anstehenden Überarbeitung für das Meer weitere Flächen mit wesentlich höherer Transparenz einfügen. Und es sollte tatsächlich immer "drüber" sein, falls das beim Golf irgendwo nicht geklappt hat, korrigiere ich das!
- Danke hier an Roxana, die Kyrenaika gliedere ich noch in den persischen 620er-Umring ein. @Don-kun, laut Sassanidenreich (Einleitung) sagt die neuere Forschung "Sasaniden". Wo ich solche fachlichen Hinweise gesehen habe, habe ich sie befolgt. Aber ich bitte darum, im Zweifel alles zu hinterfragen, sowohl Schriftzüge wie auch Umringe.Beim Abgleich mit anderen Karten und WP-Artikeln habe ich das überall tun müssen, und trotzdem bestimmt dutzende kleiner Fehler eingebaut. Negativ-Vorbilder gibt es auf Commons genug, mit eigentlich schönen Karten, wo man doch noch "Troja" 2. Jh. v. Chr. findet, oder "Babylon" und "Ur" inmitten der islamischen Eroberung. Auch anachronistische Namen zähle ich dabei als Fehler.
- Neubabylonisches Reich werde ich überarbeiten, und zwar mit einem strichlierten Umring zur Ausdehnung unter Nabonid um 550 (dann inkl. Medina). Vergleiche der Umring zu Assur in der Karte 700BC. Einen Hinweis zur Kontrolle über Arabien bereits 600 v. Chr. habe ich nicht gefunden. Tatsächlich waren die Erwerbungen in Syrien und der Levante unter Nebukadnezar für die 600er-Karte fast noch zu frisch, um als "unter Kontrolle" zu gelten. Wie bereits bei Medien werde ich wohl in der 600erKarte mit einer Farbabstufung hantieren und die Gebiete westlich des Tigris noch etwas heller einfärben.
- Mittige Nordung gibt es dann für die zweite Serie von 600 n. Chr bis 2000: Dies hier ist die Kartengrundlage, die ich für den Zeitraum von 2600BC bis 600AD bewusst auf den Nordwesten beschnitten habe: Für den transoxanischen Raum ist (nach meinem Kenntnisstand) einfach zu wenig gesichert, um ihn bereits für 2600 v. Chr. darstellen zu können. Beziehungsweise, östlich von Elam bliebe alles leer. Schon Elam ist sehr statisch geraten, als gäbe es dort 1400 Jahre lang keine Umbrüche. Für die Karten 700BC bis 600AD ist allerdings etwas dran: Wenn ich redaktionelle Unterstützung bei der Markierung der richtigen Gebiete erhalte, kann ich tatsächlich die gesamte Kartenausdehnung verwenden. Ohne solche Unterstützung traue ich mir das nur für die Zeit ab der islamischen Expansion zu. Experten wären gesucht, die bei korrekter Verortung von Skythen, Baktriern, Zabulistan, Dayuan, Maurya, Choresmien etc. helfen können, und zwar möglichst genau pro Jahrhundertkarte.
- Nordpfeile könnte ich einbauen: Einer am linken und einer am rechten Kartenrand. Die topographische Schrift (Siedlungen) habe ich bewusst entlang der Breitengrade gestaltet, um den für den Leser ungewohnten Krümmungsgrad zu veranschaulichen. Die thematische Schrift (Reiche/Kulturen) ist davon ebenfalls bewusst abgegrenzt. Aber um es einheitlicher zu gestalten, könnte ich auch die gesamte Kartenschrift noch drehen. Der Vorteil von SVG.
- Der Nachteil von SVG ist aber sicherlich, dass die Karten jeweils 5MB groß sind, nicht jeder hat gewaltige Netzkapazitäten. Vielleicht sollte ich sie für die Artikel noch einmal als Rasterformat exportieren?
- Nochmal Danke für das bisherige Feedback! --Enyavar (Diskussion) 18:22, 4. Mai 2019 (CEST)
- Ich bedanke mich sehr für die ersten Rückmeldungen. Zu den Kritikpunkten:
- Ja, stimmt, Nabonid gliederte "erst" um 550 v.u.Z. Taima, Dedan (al-Ula), Haibar und Yathrib (Medina) in sein Reich ein. (Lothar Rathmann: Geschichte der Araber - Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Band 1, Seite 12f. Akademie-Verlag, Berlin 1975). Kettermann ("Atlas zur Geschichte des Islam") erwähnt übrigens, dass ein Teil der Juden während des Babylonischen Exils in Yathrib (und nicht in Babylon) angesiedelt wurden. --Roxanna (Diskussion) 14:22, 5. Mai 2019 (CEST)
Deutsche Ostsiedlung[Quelltext bearbeiten]
Für diese Grafik wurde die Vorlage eines bekannten Nazis und "Ostforschers" hergenommen, nämlich von Walter Kuhn (Volkskundler). Damit nicht genug, wurden die im Original [7] deutlichen slawischen Siedlungs- und Mischgebiete teilweise weggelassen, drastisch verkleinert und auf eine Schraffur verzichtet. Dadurch entsteht der sachlich falsche Eindruck, es habe eine völlige Verdrängung der slawischen Bevölkerung gegeben. Der eh schon von einem berüchtigen Nazi und Antislawen beabsichtigte propagandistische Aussage wurde also noch verstärkt. Eine Karte von 1905 [8] zeigt, dass es auch anders geht. Bitte die fehlerhafte Karte in dem Sinn korrigieren. Wikipedia ist kein Platz für Nazipropaganda, auch nicht in Form von Karten. Danke.--Chianti (Diskussion) 21:20, 22. Apr. 2019 (CEST)
- Konkret schlage ich vor, die offensichtlichen Fehler (slawische Siedlungsgebiete) zu korrigieren und die flächige Einfärbung durch gefärbte Grenzen zu ersetzen, die ein Vorrücken der Ostsiedlung ebenso veranschaulichen, ohne gleich fälschlicherweise eine "rassische" Reinheit zu suggerieren.--Chianti (Diskussion) 21:48, 22. Apr. 2019 (CEST)
- Diese Karte wurde auch in Diskussion:Deutsche_Ostsiedlung#Karte von 1905 diskutiert. Polnische Forscher behandeln Kuhn sehr ernst, als den wichtigsten deutschen Forscher der Ostsiedlung, aber immer mit Anmerkung, dass seine Schlussfolgerungen vorsichtig betrachtet sollen sein. Diese Karte angeblich befand sich auch in einem polnischen Schulbuch im Jahr 2000, was etwa kontrovers war. D T G (Diskussion) 09:44, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Diese Karte, 2011 erstellt durch Benutzer:Ziegelbrenner in unserer Kartenwerkstatt, weist beträchtliche Schwächen auf. Am Beispiel meines Interessengebietes Pommern (mit Pommerellen und Umgebung):
- Die angegebenen Stadtrechtsverleihungen bis zum 14. Jahrhundert verstehen sich offenbar als eine Auswahl durch den Bearbeiter unserer Kartenwerkstatt (vgl. etwa Liste der Städte in Hinterpommern). Es ist nicht erkennbar, nach welchen Kriterien die Auswahl erfolgt ist. So ist es für den Nutzer der Karte nicht sinnvoll.
- Auch die angegebenen Klostergründungen bis zum 14. Jahrhundert verstehen sich offenbar als eine Auswahl durch den Bearbeiter unserer Kartenwerkstatt (vgl. etwa aus Pommern die Zisterzienserabteien Kloster Stolpe (1153) und Kloster Buckow (1260)). Es ist nicht erkennbar, nach welchen Kriterien die Auswahl erfolgt ist. So ist es für den Nutzer der Karte nicht sinnvoll.
- Für Stolp ist die Angabe "1310" falsch. Das Stadtrecht wurde bereits vor 1278 durch Herzog Swantopolk den Großen verliehen.
- Was soll die Markierung von Danzig als Bischofssitz? Und warum fehlt stattdessen die Stadtrechtsverleihung (1224 Lübisches Recht durch Herzog Swantopolk den Großen).
- Auf Walter Kuhn (Volkskundler) stützen sich wohl lediglich die Angaben zur bäuerlichen Siedlung und zu den siedlungsleeren Räumen. Wie oben bereits durch einen anderen Benutzer angemerkt, wurden die im Original bei Kuhn deutlichen slawischen Siedlungs- und Mischgebiete teilweise weggelassen, drastisch verkleinert und auf die bei Kuhn verwendete Schraffur (graue Balken in Farbflächen) verzichtet. So etwa die Gebiete um Lauenburg und Bütow. Dadurch verändert sich natürlich die Aussage gegenüber Kuhn, und zwar unbelegt.
- Es zeigen sich Abweichungen, z.T. wohl Übertragungsfehler, bei den siedlungsleeren Räumen: (a) In unserer Karte dehnt sich der siedlungsleere Raum um die Netze bis Bromberg (Ortsname fehlt) und dann links der Weichsel entlang Thorn bis kurz vor Leslau. Demgegenüber zeigt Kuhn dort "Gebiet nichtdeutscher bäuerlicher Siedlung". (b) Den siedlungsleeren Raum südöstlich von Baldenburg kennt Kuhn nicht. (c) Die großen siedlungsleeren Räume östlich und nördlich von Stettin kennt Kuhn nicht. (d) Den siedlungsleeren Raum nördlich von Landsberg kennt Kuhn nicht.
- Das, wie gesagt, nur am Beispiel von Pommern mit Pommerellen und etwas Umgebung. Damit steht meines Erachtens die Verwendbarkeit dieser Karte in Frage. Was eine Korrektur der Karte angeht, bin ich skeptisch. Das Erstellen wissenschaftlicher historischer Karten ist eine anspruchsvolle Arbeit, vielleicht zu anspruchsvoll für unser Freiwilligenprojekt. Gruß, --Turpit (Diskussion) 22:19, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Diese Karte, 2011 erstellt durch Benutzer:Ziegelbrenner in unserer Kartenwerkstatt, weist beträchtliche Schwächen auf. Am Beispiel meines Interessengebietes Pommern (mit Pommerellen und Umgebung):
- Von mir vielen Dank für die wichtigen Hinweise. Ich denke, die Sache steht und fällt mit ordentlichen Datengrundlagen, die wir für eine Karte auf dem aktuellen Stand des gesicherten Wissens brauchen. Fürs erste sollten wir die bisherige Karte mE ganz aus den Artikeln entfernen. --Andropov (Diskussion) 22:24, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Es handelt sich zumindest um ein ziemlich komplexes Kartenthema, das besonders sorgfältiger Vorarbeit auf allen Seiten bedarf :) Ich pinge mal @Ziegelbrenner: an, den Ersteller der Karte. --Andropov (Diskussion) 22:38, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Ein paar Sätze aus meiner persönlichen Sicht zur Gestaltung: Ich kann die Bedenken von Chianti nachvollziehen, gerade bei diesem Thema. Dennoch: Diese Art der Darstellung ist legitim und auch korrekt. Die Karte zeigt ausdrücklich nur die Flächen mit deutschen Siedlungen zu unterschiedlichen Zeiten. Ob im gleichen Gebiet auch andere Ethnien lebten, dazu wird keine Aussage getroffen. (abgesehen davon, dass die Vorstellung "reiner" Siedlungsgebiete wohl generell wirklichkeitsfremd ist) Würde man aber wie in der Vorlage oder wie vorgeschlagen die Schraffuren ergänzen, würden alle anderen, nicht schraffierten Flächen, noch viel mehr als jetzt eine "rein deutsche" Besiedlung suggerieren. Das ist dann umso mehr problematisch. Und auch Linien sind keine endgültige Lösung, denn wer will kann auch diese als Grenzen "reiner deutscher" Besiedlung verstehen. Das also zu Bedenken. Zweckmäßig fände ich, die Beschriftung so zu gestalten, dass die Aussage der Karte deutlicher wird.
- Zu den Einwänden von Turpit zur Auswahl: Ich gehe davon aus, dass die Auswahl von Städten und Klöster nach karthografischen Kriterien erfolgt ist. Kurz: nach Bedeutung und lokaler Dichte vergleichbarer Objekte, sodass im Ergebnis eine lesbare Karte herauskommt. Das wird sich grundsätzlich auch kaum anders machen lassen - was einzelne Korrekturen natürlich nicht ausschließen würde. --Don-kun • Diskussion 23:24, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Fair enough, das ist schon richtig, dass die Karte Siedlungsgebiete anderer als deutscher Siedler nicht explizit ausschließt – aber durchgehende Farbflächen suggerieren Homogenität und Eindeutigkeit, siehe etwa (für einen anderen historischen Fall) hier. Deshalb halte ich diese Darstellung nicht für angemessen; vielleicht gibt es andere Ideen, wie man die Komplexität (reine Striche, Randfärbungen, etc.) in den Griff bekommt? --Andropov (Diskussion) 23:33, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Über Grafik zu reden, wenn der Inhalt nicht steht, hieße das Pferd von hinten aufzuzäumen. NNW 23:37, 23. Apr. 2019 (CEST)
- Zu "Auswahl von Städten und Klöster nach karthografischen Kriterien erfolgt ist. Kurz: nach Bedeutung und lokaler Dichte vergleichbarer Objekte, sodass im Ergebnis eine lesbare Karte herauskommt": Da bekommt der Betrachter aber einen falschen Eindruck. Beispielsweise denkt der Betrachter jetzt, dass am Landesausbau in Pommern lediglich zwei Klöster beteiligt waren. Damit wird die Bedeutung der Klöster am mittelalterlichen Landesausbau verkleinert. Und bei den Städten wurde das nicht bedeutende "Baldenburg (1382)" aufgenommen, weil hier auf der Karte noch Platz war? Vielleicht ist das Problem, dass zu viel in eine einzige Karte aufgenommen werden soll: Bäuerliche Siedlung und Städte und Klöster und Bischofssitze... --Turpit (Diskussion) 00:03, 24. Apr. 2019 (CEST)
- Dass die obere Karte nur die Regionen zeigt, die von der Ansiedlung erfasst wurden, aber nicht die anderen Sprachgruppen, stimmt ja, trotzdem schreibt die Karte und die Beschreibung das nicht sehr unmissverständlich, kann schnell falsch verstanden werden. Deshalb fände ich Schraffuren auch ausgewogener.
- Ganz kleiner Hinweis zur Problematik, dass nicht schraffierte Flächen als "rein" deutschsprachig aufgefasst werden könnten (lassen wir den bizarren Ausdruck nationalist. Herkunft "rein" einfach weg, der Positives suggeriert, wo man einfach neutral "ganz vorwiegend deutschsprachig" schreiben könnte): Es gab schon Gebiete, die zumeist überhaupt erst von deutschen Kolonisten besiedelt wurden. Die Vorbevölkerung besiedelte das Gebiet zwar insgesamt dünner, aber sehr ungleich verteilt. In fruchtbaren, wasserreichen Gebieten nahe der Flüsse und Gewässer lebte eine sehr dichte slawische Bevölkerung in den "Siedlungskammern", wie sie Frühmittelalter-Historiker nennen. In landwirtschaftlich schlecht nutzbaren Gebieten - unwirtliche Mittelgebirge, wasserarme Höhenzüge, sandreiche Böden - trat sie kaum auf, gab es fast keine Dörfer. Gerade in solche Regionen wurden Kolonisten zur Anlage von Rodungen für Waldhufendörfer und Bergleute zum "Landesausbau" primär geholt und diese Gebiete waren (wenn sich nicht ihrerseits, wie z.B. in der Lausitz oder Masuren, slawische Bauern an der Kolonisation beteiligten) anschließend auch ganz vorwiegend deutschsprachig. Z.B. die grünen Regionen auf der Karte nebenan, oder auch das klimatisch unwirtliche Erzgebirge, wo sich vorher der Urwald Miriquidi erstreckte und wo erst die Bodenschatzfunde zur Ansiedlung von Bergleuten, Holzfällern, Köhlern usw. aus dem Altreich zur Besiedlung führte. Ähnlich geht auch die Besiedlung der höheren Mittelgebirge der Sudeten meistens erst auf deutschsprachige Kolonisten zurück. Die (teilweise slawischen) Landesherren holten die deutschen Kolonisten ja nicht ins Land, weil sie so toll deutsch waren, wie manche ältere Literatur suggeriert, sondern weil sich im Frühmittelalter in West- und Westmitteleuropa eine Menge landwirtschaftliche Fortschritte (oft durch Vorarbeit der Klöster) etabliert hatten (Dreifelderwirtschaft, Wendpflug, breitere Auswahl der Feldfrüchte, Anlage von Fischteichen usw.) die es ermöglichten, auch weniger fruchtbare Böden zu besiedeln (zuerst und parallel gab es im Altreich, aber auch Frankreich oder England eine "Binnenkolonisation" in die unwirtlicheren Gebiete). Auch der Bergbau war im Westen um 1100 gut etabliert, in Ostmitteleuropa erst im Spätmittelalter, dort verarbeitet man im FMA fast nur Raseneisenstein. Diese landwirtschaftlichen und Bergbau-Innovationen waren erst im Spätmittelalter in Ostmitteleuropa etabliert (dann aber nicht mehr nur exklusiv bei den Nachkommen der Kolonisten). Es gab also Regionen, die um 1400 ganz vorwiegend deutschsprachig besiedelt waren.
- Demgegenüber entstanden zwar auch in den "Siedlungskammern" Kolonisten-Dörfer, aber natürlich hielten sich hier die vorherigen Sprachen viel länger, in einzelnen Dörfern bis ins Spätmittelalter/Frühneuzeit, in einigen Regionen auch geschlossen darüber hinaus, die sprachliche Assimilation war hier langsamer. Das sind z.B. die graubraunen Regionen für Nordostdeutschland auf der Karte drüben - Zentral-/Westmecklenburg, Havelland, untere Spree, in Mitteldeutschland das Elbtal von Dresden bis Wittenberg, das Muldetal bis hinauf nach Zwickau, Chemnitz, Zschopau (alles Toponyme slaw. Herkunft) oder das Gebiet um die Weiße Elter, Pleiße und Saale um Leipzig und Altenburg. Wenn man die Ortsnamen in diesen Regionen mit denen im oberen Erzgebirge vergleicht, sieht man den Unterschied.
- Man müsste nur immer schauen, bis wann sich die vorherigen Sprachen in den einzelnen Regionen nachweisen lassen, was nicht immer einfach ist. In "Geschichte der Sorben" Bd. 1, das sich eher mit der Lausitz beschäftigt, gibt es einige knappe Angaben, beim Havelland müsste man nochmal recherchieren, bis wann genau sich die berühmten slaw. Kieze nachweisen lassen, bei Mecklenburg und Umgebung weiß sicher Benutzer:Zweedorf22 einiges, zu Pommern beschreibt der Artikel in der Enzyklop. des europ. Ostens "Pomoranisch" die Etappen der sprachlichen Assimilation ganz gut, zu Rügen sagt der Artikel Ranen etwas, aber unbelegt, auch Preußisch Litauen, Altpreußische Sprache und Masuren (Volk) hat einige belegte Infos.
- Für die Länder der Böhmischen Krone-Böhmen, Mähren, Schlesien, Lausitz lässt sich generell sagen, dass hier nicht nur die Landbevölkerung (wie in Pommern, Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen), sondern bis zur Gegenreformation im 30jährigen Krieg auch große Teile des Adels und ein Teil des Städtebürgertums slawischsprachig war. Auch aus diesem soziolinguistischen Grund kam hier die sprachliche Verdrängung später, in den meisten Regionen nie. Da gibt es dann im 19. Jh. gute Statistik-Karten. Als Beispiel hab ich die Karte für Schlesien 1905 eingefügt, es gibt in der WP genau so gute Karten zur Prov. Posen, Westpreußen, Pommern und Ostpreußen. In Pomerellen/Westpreußen und im Großherzogtum Posen gab es diese Dominanz slawischsprachiger Oberschichten/führender Stände noch bis weit nach den poln. Teilungen.
- Ich denke also, dass eine Karte mit Schraffuren zu einem best. Zeitpunkt, wie z.B. 1400, möglich wäre, würde nur dauern und wäre in einigen Details immer ungenau bei der Auflösung. Die von Turpit oben angesprochenen sozialhistorischen Aspekte (bäuerliche Kolonisation und Städtegründungen und Klosterkolonisation und Bischofssitze) interessieren Historiker heute mehr, als die Reduzierung auf die Sprachen, die manchmal schwer zu beantworten ist. Das ließe sich vielleicht noch ergänzen, soweit bei der Auflösung sinnvoll... Aber es würde dauern, als Grundlage könnte man ja die Originalkarte von Kuhn und die Karte von 1905 verwenden...--WajWohu (Diskussion) 13:54, 24. Apr. 2019 (CEST)
- Die Karte basiert tatsächlich auf Walter Kuhn. Die Vorlage war allerdings „Putzger – Historischer Weltatlas (Jubiläumsausgabe); 85. Auflage, 1963, Velhagen & Klasing (Bielefeld u.a.), S. 54f“ mit dem Hinweis W. Kuhn. Macht damit was ihr wollt. Ich bin raus. Die Karte ist eine Adobe Illustrator-Datei, die ich zur weiteren Bearbeitung gerne herausrücke. Grüße --Ziegelbrenner (Diskussion) 15:25, 24. Apr. 2019 (CEST)
Die Karte ist schon gut, aber wie gesagt, sowohl bei einigen Details oder der Frage der Schraffuren (nicht ihr ursprüngliches Thema) noch ausbaufähig :-) Falls das Projekt der Schraffuren noch an Fahrt aufnehmen sollte: Ich hab mir jetzt eine Karte im Anhang von: Jan Brankačk, Frido Mětšk: Geschichte der Sorben. Band 1: Von den Anfängen bis 1789. Bautzen 1977 kopiert, die aber nur die Lausitz, das Elbtal und das Teil der unteren Mulde (Fluss) zu Beginn des 16. Jh. umfasst, kopiert. Für die Lausitz ist da ein "geschlossenes Sprachgebiet" (größer als im 19. Jh., oder das amtlich anerkannte sorbische Siedlungsgebiet heute) drin von Mühlberg/Elbe, Bärwalde (Niederer Fläming) und Zossen im Westen, dem Unterlauf der Spree und Beeskow im Norden bis Krosno Odrzańskie und Żary im Osten und Löbau und Großenhain im Süden, mit einigen deutschen Sprachinseln an den Rändern. Das dürfte alles Benutzer:J budissin gut kennen. Für das gesamte Elbtal (südl. von Dresden bis Bernburg), den Kurkreis (außer dem Osten, der zum geschlossenen sorbischen Siedlungsgebiet gehörte) und die untere Mulde (nicht die mittlere) zeichnet die Karte "geringe Reste" (der sorbischen Sprache Anf. 16. Jh.) ein, allerdings in 5 Gebieten "stärkere Reste": 1. zwischen Dresden und Meißen nur links der Elbe (Cossebaude, Gauernitz usw,), 2. zwischen Meißen und Riesa, beidseits der Elbe (Lommatzsch, Nünchritz usw.), 3. zwischen Riesa und Torgau beidseits, 4. ein größeres Gebiet um Wittenberg etwa in Form eines Dreiecks, eine Seite von ca. Marzahna über Seyda (eingezeichnet) bis ca. Jessen (Elster), die gegenüberliegende Spitze ca. bei Radis, 5. die Umgebung von Eilenburg und Wurzen. Die Zwickauer Mulde, Freiberger Mulde, Pleiße, Weiße Elster und Saale sind leider nicht auf der Karte, aber auf S. 145 und S. 158-161 erwähnen die Autoren, dass es in der Umgebung von Leipzig, von Altenburg und von Zwickau noch stärkere Reste der Sprache gab. An der Saale war die Sprache zu der Zeit aber wohl schon weitgehend assimiliert. Die Karte kann man sich besorgen oder von mir haben...
Der Artikel Kietz (Siedlung) belegt, dass es noch bis in 15. Jh., auf jeden Fall 1393 wendische Bev. im Havelland gab (das waren wohl eher noch "geringe Reste", allerdings lebten Wenden nicht nur in Fischerdörfern). Für Mecklenburg zeigt nebenstehende Karte grob die Verhältnisse um 1400- eher entlang der Seenplatte, weniger an der Küste, wobei ich nicht genau weiß, wie es an der unteren Warnow (Fluss) bei Rostock um 1400 aussah. Das niedersächs. Wendland, das letzte Rückzugsgebiet der polabischen Sprache, war um 1400 wohl noch ein "stärkerer Rest", wenn nicht sogar ein "geschlossenes Sprachgebiet". Für Pommern und Preußen gibt es oben gute Belege. Für Schlesien, Mähren und Böhmen kenne ich gute Belege (vgl. nebenstehende Karte) und die Walddeutschen in Galizien und Kleinpolen bearbeitet D T G aktuell sehr gut, die Karten kann man zur Grundlage nehmen. Es gab sie um 1400, wurden aber später bis ins 18. Jh. in die poln. Mehrheitsbev. assimiliert (Polen machte ja ab 1000 dieselben landwirtschaftlichen, bergbaulichen und demographischen Fortschritte durch, wie kurz vorher Westmitteleuropa, weshalb die polnischsprach. Bev. stark zunahm und das gilt so ähnlich für Böhmen, Mähren und Schlesien). Also, so eine Schraffuren-Karte ließe sich schon auf den neuesten Stand bringen...--WajWohu (Diskussion) 13:26, 27. Apr. 2019 (CEST)
- Aah, der Putzger. Ich hab jetzt auch in meinen geschaut, der ist von 2005. Da haben sie die Problematik ganz schlau gelöst und das Kartenthema auf die Siedlungsbewegungen in ganz Osteuropa erweitert, auch die in Ungarn/Siebenbürgen und die polnisch-litauischen einbezogen, sodass schon mal nicht nur Deutsche gesiedelt haben ;) Von den Flächen ist es - im entsprechenden Ausschnitt - unserer hier ähnlich. Selbst an einigen hier als falsch kritisierten Punkten. Der auffälligste Unterschied ist, dass die Lausitz garnicht als Deutsch besiedelt dargestellt wird. (dort: Übernahme der bäuerlichen Besitzrechte durch heimische Bevölkerung). So eine Lösung mit Schraffuren hat, wie schon gesagt, ihre eigenen Tücken. Für einen einzelnen festen Zeitpunkt mag das noch umsetzbar sein, für größere Abschnitte wie in der Vorlage aber nur schwer. Ich würde mich, wenn Ziegelbrenner seine Datei hochgeladen hat, bereit erklären einige große Schnitzer zu korrigieren und die Beschriftung deutlicher zu fassen um damit das gröbste zu bereinigen. Aber mit Schraffuren und einer großen Zahl von Detailänderungen fange ich nicht an. --Don-kun • Diskussion 19:52, 30. Apr. 2019 (CEST)
- Aber das Jahr 1400 wäre doch so ein einzelner Zeitpunkt, 1450 wäre es auch (der Unterschied liegt im wesentlichen in Ostpreußen). Und es wäre ein Zeitpunkt am Ende des in der Karte dargestellten Zeitraums "bis 14. Jhdt." ;) Die Karte bis Siebenbürgen kenne ich auch, aber man muss verstehen, dass diese Karte seit der letzten Erarbeitung in den 1960ern immer wieder nur reproduziert und dabei vereinfacht und nicht mehr auf den aktuellen Stand der Siedlungsforschung gebracht wurde. Bei diesen Vereinfachungen fielen die Schraffuren weg und die Karte wurde noch einseitiger. Dabei sind die Schraffuren schon bei Kuhn zu wenige, da war die Putzger-Karte von 1905 oben deutlich korrekter gewesen. Es ist schon klar, was du schreibst, dass die Karte im derzeitigen Zustand keine Aussage zu anderen Sprachgruppen/ Ethnien trifft (was allerdings nicht auf die Vorlage von Kuhn zutrifft), hatte ich in der oben verlinkten Diskussionsseite ja auch vermutet (richtig klar wird es aus der Beschriftung ja nicht). Nur frage ich mich dann, was so eine Karte mit einheitlicher Farbgebung suggeriert und dem Laien-Betrachter lehrt, wenn in einigen der eingezeichneten Regionen, wie Oberschlesien, Stolp-Lauenburg, Wendland, Rotreussen (hier bei zahlreicher paralleler nichtdeutscher bäuerlicher Kolonisation), südliches und östliches Preußen (hier auch) der Anteil der dt. Kolonisten im 15. Jahrhundert nur geschätzt 20% oder etwas mehr oder noch weniger an der Gesamtbevölkerung der Regionen ausmacht, bei der Lausitz noch einmal deutlich weniger, in Kleinpolen insgesamt 1-3% (in den eingefärbten Bereichen mehr) und dann dieselbe einheitliche Farbe verwendet, wie für Regionen mit nahezu 100 % deutschsprachiger Bevölkerung... Das sind doch die Bedenken, nicht nur von mir hier. Grüße--WajWohu (Diskussion) 10:08, 1. Mai 2019 (CEST)
Moin, Moin. Mich wunderts, nachdem dieser politische Impuls bereits bei Diskussion:Walter Kuhn (Volkskundler) zu versanden scheint, daß es jetzt hier so richtig vorwärts geht. Es bleibt nunmal Tatsache, daß auch zwischen 33 und 45 geforscht (gelebt, gestorben...) wurde. Nicht nur Norbert Angermann sah in Kuhn den „bedeutendsten Historiker der deutschen Ostsiedlung“ - auch der streng marxistische Joachim Herrmann war von den Forschungsergebnissen von Kuhn sehr angetan (und das völlig unabhängig von den völlig konträren politischen Standpunkten). Herrmann war immerhin seinerzeit der einzige deutsche Vertreter im Comité International des Sciences Historiques. Hier ein Pfui-Argument zu entwickeln, was selbst Joachim Herrmann als Leiter des marxistischen Zentralinstitut für Alte Geschichte und Archäologie nicht in den Mund genommen hatte - no comment. Auch unsere östlichen Nachbarn greifen auf die Daten (Karten) zurück (und die hätten ja nun im Falle des Falles wirklich Grund zur Beschwer):
- w:cs:Německá východní kolonizace
- w:cs:Polabští Slované
- w:cs:Germania Slavica
- w:pl:Historia Niemiec
- w:pl:Germanizacja
- w:sl:Germania Slavica
- w:sr:Продор на исток
- w:uk:Германізація
- w:uk:Дранґ нах Остен = Drang nach Osten
Diese Karte wurde von jemandem erstellt, der wegen NS-Verharmlosung gesperrt wurde!--Chianti (Diskussion) 19:38, 2. Jun. 2019 (CEST)
Andere osteuropäische Artikel lösen das Problem mit einer beweglichen Karte (aber eben auch ohne jede Schraffur):
Dies würde bei der Ostsiedlung aber weit über das Mittelalter hinausgehen.
Ich unterstütze ausdrücklich Don-kuns Ansicht:
- So eine Lösung mit Schraffuren hat, wie schon gesagt, ihre eigenen Tücken. Für einen einzelnen festen Zeitpunkt mag das noch umsetzbar sein, für größere Abschnitte wie in der Vorlage aber nur schwer.
Es geht mMn um den Entwicklung deutscher Besiedlung über viele Jahrhunderte. Da sollte sich drauf konzentriert werden, allein das ist schon schwer genug zu fassen. Für speziellere Inhalte müßten dann auch ganz spezielle Karten zu fixen Zeitpunkten erarbeitet werden. Sind wir vielleicht mit überfordert - ich denk nur an die Mark Meißen, wo unglücklicherweise dann auch noch mehrere Zeitebenen in eine Karte gedrängt wurden, und zwei von drei für Dresden nicht stimmen (wurde trotzdem stillschweigend archiviert). Und auch die Vorschläge hier zu Dresden stimmen noch nicht einmal im Ansatz: stärkere sorbische Sprachreste angeblich
- 1. zwischen Dresden und Meißen nur links der Elbe (Cossebaude, Gauernitz usw,) (s.o.)
Falsch. Genau umgekehrt: Rechts der Elbe, in Trachau, Mickten und Kaditz wurde Sorbisch bis kurz vor 1900 noch öffentlich verwendet. Solche Vorschläge sind keine wirklichen Verbesserungen. --Methodios (Diskussion) 16:32, 10. Mai 2019 (CEST)
- Du findest es zu plakativ, bei Kuhn "Nationalsozialist" zu erwähnen, aber betonst bei Hermann 2x, dass er "streng marxistisch" war :) ? Ich selbst habe kein politisches Argument gebracht, aber es kamen einige in der Disk. oben. Unabhängig von dieser Ebene, die ich nicht gern unterstelle, und bei Don-kun auch genau weiß, dass das Unsinn wäre, unterstütze Don-kuns Ansicht zur Machbarkeit aber nicht, weil die Karte "bis 14. Jhdt." reicht, wie oben schon geschrieben, und das Jahr 1400 oder 1450 wären solche einzelnen Zeitpunkte am Ende der von der Karte behandelten Epoche. Selbst das Gymnasien-Geschichtsbuch vom Cornelsen-Verlag "Geschichte plus. Ausgabe Sachsen." Auflage 2006, (Band 2=Klasse 6) S. 136 verwendet eine Karte der Ostsiedlung für den Zeitpunkt 1400 mit ganz ausgeprägten Schraffuren in Teilen der Mark Brandenburg und Meißen, Mecklenburgs, Insel-Vorpommern, größeren Teilen Hinterpommerns, der Lausitz, Niederschlesien rechts der Oder, Mittelschlesien beidseits der Oder und größeren Teilen Oberschlesiens. Also, so ganz undurchführbar, vollkommen unbekanntes Neuland und weit hergeholt ist die Idee nun eigentlich nicht.
- Die Angabe zur Elbseite zwischen Dresden und Meißen oben war belegt: Brankačk/ Mětšk: Geschichte der Sorben. Bd. I, Bautzen 1977, Karte im Anhang (ohne Seitenzahl), nähere Angaben gibt es aber noch auf S. 145 und 158-161. Wenn du genau weißt, dass das für das Jahr 1500 falsch ist, benötigen wir noch einen aktuelleren geschichtswiss. Beleg. (Oben wurde allerdings geschrieben, dass das gesamte Elbtal südl. v. Dresden bis Bernburg als "geringe Reste" 1500 eingezeichnet ist.) Grüße--WajWohu (Diskussion) 18:06, 10. Mai 2019 (CEST)
- Ich kenn das. Ich bin gebürtiger Bernburger und lebe derzeit in Dresden. Es geht hier ausdrücklich nicht um eine Karte der Ostsiedlung für den Zeitpunkt 1400, sondern um den Gesamtzeitraum. Wer will, kann eine Karte für 1400 machen. Des Weiteren wurde nach der Wende lokalgeschichtliches Wissen reaktiviert, das ist nicht bei 1977 stehengeblieben. Und ich hab nix weiter geschrieben, als daß für mich das Politik-Argument (Nazi, Kommunist ...) nicht zieht. Das ist nicht stichhaltig. Joachim Herrmann war gar Vertreter auch einer positiven Willkür und versuchte mich seinerzeit an seinem Institut unterzubringen. Es glückte ihm genausowenig wie zuvor Manfred von Ardenne an seinem Institut hier in Dresden (für den war es einfacher, die Genehmigung für Devisen zu erlangen als für meine Anstellung). Politische Differenzen spielten da keine Rolle - und sollten es in der Wissenschaft auch nicht. --Methodios (Diskussion) 10:14, 11. Mai 2019 (CEST)
- Hm, und ich schreibe aus Leipzig. Aber alle diese biographischen Details, so interessant sie auch sind, können geschichtswiss. Belege nicht ersetzen. Sicher gibt es weitere lokalhistorische Forschungen, aber solange die nicht genannt werden, ist 1. Brankačk/ Mětšk ein geschichtswiss. reputabler und inhaltlich begründeter Forschungsstand und 2. sind die Details bei einer Karte der Auflösung ohnehin kaum darstellbar, da müsste eher das gesamte Elbtal leicht schraffiert dargestellt werden, und ausreichend und gut ist es...
- (Übrigens ist die gif oben grob falsch, stammt nicht nur von einem fragwürdigen, gesperrten Benutzer, sondern zeigt auch gleich 4 Hauptfehler: 1. ist es anachronistisch, 700 von einem "deutschen Sprachraum" zu reden, der Begriff kam erst zwischen 900 und 1000 auf und wird in historischer Lit. durchgängig schon seit langem erst ab dieser Zeit verwendet, 2. zeigt sie im Osten eine sehr maximalistische Darstellung, wie sie erst f.d. 1. Hälfte des 20. Jh.s einigermaßen vertretbar ist, schon für 1400, wo sie so nicht existierte, 3. gliedert sie nach 1866 den niederländischen Sprachraum aus dem deutschen aus, die Etablierung einer niederländischen Identität, verbunden mit der Etablierung einer gesonderten holländisch-niederländischen Schriftsprache war schon im 17. Jh. beendet, 4. wird für das Jahr 700 Thüringen und der Ostharz als außerhalb dargestellt, was absolut falsch ist. Die kann man nirgendwo verwenden. Und wenn man schaut, wo die überall verwendet wird, erlaubt das Rückschlüsse, was deine ausführliche Verlinkung zur Karte oben aussagt. Nicht sehr viel.)
- Es ist sicher nicht ganz klar geworden: die Argumentation für einen Zeitpunkt 1400 oder (bei Ostpreußen) 1450/1500 ist kein willkürlich ausgesuchter Zeitpunkt, sondern der allgemein bekannte und anerkannte Endzeitpunkt des Prozesses, den man "Ostkolonisation", "Deutsche Ostsiedlung" oder "Landesausbau in Ostmitteleuropa" nennt. Alles was danach kam, war keine (nennenswerte) Kolonisation mehr, sondern nur noch regionale sprachliche Assimilationsprozesse. In den meisten Ländern drängte Deutsch die anderen Sprachen allmählich zurück, in Polen und im Inneren Böhmens und Mährens lief es anders herum. Erst im 18. Jh. kam es wieder zu Ansiedlungen im Habsburgerreich, Preußen und auch Russland. Für das Ende um 1400 gab es 2 Gründe: 1. war die Binnenbesiedlung, der Landesausbau in Ostmitteleuropa schon weitgehend abgeschlossen, 2. waren Polen, Böhmen-Mähren und z.T. Litauen von den Bevölkerungsverlusten des Spätmittelalters durch Hungersnöte und besonders durch die Pestpandemie stärker verschont geblieben, als das HRR. Da gab es also noch Siedler, die das Altreich nicht mehr hatte. Auch die Kolonisten in Ostpreußen im 15. Jh. waren nur noch zur Minderheit deutschsprachig, die meisten sprachen Polnisch-Masurisch, Litauisch oder Nehrungskurisch. Deshalb sind schraffierte Karten für den Zeitpunkt 1400 oder 1500 auch weit verbreitet und es sah zu der Zeit nicht so aus, wie die Karte oben den Eindruck macht.
- Aber ich habe den Kartenwunsch nicht geäußert, die Diskussion nicht in die Kartenwerkstatt verschoben, sondern nur meine Meinung zu dieser (nach meiner Meinung in de:WP sehr relevanten) Frage dieser Karte ausführlich geschrieben. Mit drei Ausnahmen beteiligt sich nach der Diskussion der ersten 2 Tage hier niemand mehr. Ich pinge nochmal die anderen Beteiligten an, @Chianti:, @Andropov:, @NNW:, @Lencer:, @Ziegelbrenner: und die Benutzer, die regional sehr bewanderte Experten sind @D T G:, @Turpit:, @Zweedorf22:, @J budissin:, ob sie so eine Karte mit sprachlichen Schraffuren zum Endzeitpunkt der Ostkolonisation, bevorzugt für 1400 (evtl. 1450 oder 1500) für sinnvoll halten, oder nicht, und bin damit erstmal weg. Grüße--WajWohu (Diskussion) 10:24, 12. Mai 2019 (CEST)
- Nur kurz zur Klarstellung, ich bin hier nicht beteiligt. Grüße Lencer (Diskussion) 07:33, 13. Mai 2019 (CEST)
- Ich halte so eine Karte nach wie vor für machbar. Es braucht a) eine Quelle, die als valide angesehen wird und b) ein Verständnis für Karten und ihre Grenzen der Aussagekraft. Bei a) mache ich mir ehrlich gesagt weniger Sorgen als bei b), was meine Erfahrung mit Karten in der Betrachtung von Wikipedianern betrifft. Besonders in diesem Fall finde ich es interessant, dass nach wie vor Karten ohne Quellenangabe von Benutzer:Postmann Michael in Verwendung sind. Es lohnt sich zu schauen, wofür dieser Benutzer gesperrt wurde, und dann kann man nochmal über Walter Kuhn reden. NNW 18:14, 12. Mai 2019 (CEST)
- Ich kenn das. Ich bin gebürtiger Bernburger und lebe derzeit in Dresden. Es geht hier ausdrücklich nicht um eine Karte der Ostsiedlung für den Zeitpunkt 1400, sondern um den Gesamtzeitraum. Wer will, kann eine Karte für 1400 machen. Des Weiteren wurde nach der Wende lokalgeschichtliches Wissen reaktiviert, das ist nicht bei 1977 stehengeblieben. Und ich hab nix weiter geschrieben, als daß für mich das Politik-Argument (Nazi, Kommunist ...) nicht zieht. Das ist nicht stichhaltig. Joachim Herrmann war gar Vertreter auch einer positiven Willkür und versuchte mich seinerzeit an seinem Institut unterzubringen. Es glückte ihm genausowenig wie zuvor Manfred von Ardenne an seinem Institut hier in Dresden (für den war es einfacher, die Genehmigung für Devisen zu erlangen als für meine Anstellung). Politische Differenzen spielten da keine Rolle - und sollten es in der Wissenschaft auch nicht. --Methodios (Diskussion) 10:14, 11. Mai 2019 (CEST)
Moin, Moin. Und schon wieder das Pfui-Argument. Was anderes habt ihr wohl nicht gelernt. Entweder die Fakten stimmen, oder sie stimmen nicht. Das ist völlig unabhängig von Politik. Dann fragt doch mal den Benutzer, welche Quellen er eingearbeitet hat (geht vielleicht schlecht, wenn man den sperrt). Und komischerweise wird diese angebliche Pfui-Karte so 33 mal in so 22 Sprachen verwendet (wenn ich mich nicht verzählt habe), darunter auch im deutschen Wiktionary (und politisch motivierte Löschversuch gibt es seit über zehn Jahren). Politik verbiegt womöglich Fakten, befördert oder hemmt mittels Geldflüssen Forschungsarbeit. Siedlungsgeschichte selbst ist neutral. Ich denke, wir sollten froh darüber sein, daß hier überhaupt mal in der Vergangenheit Forschung geleistet wurde. Für die Räume Dresden und Bernburg steht das in der Güte nämlich noch aus, selbst das Projekt Dresdner Häuserbuch ist mangels hiesiger Förderung zuerst an die Uni Halle gewandert und dann dort ebenfalls mangels weiterer Förderung völlig versickert (der spiritus rector verdient heute seine Brötchen in Wolfenbüttel Wittenberg [seit drei Jahren, immer mal was Neues], die anderen Projektmitarbeiter mit sonstwas oder sind/waren arbeitslos). Die Vorarbeiten stammen von Carl Hollstein und aus den Jahren 1906 bis 1924. Das Projekt sollte 2013 mit einer mehrbändigen Edition des Häuserbuches und einer ergänzenden Einrichtung eines Geographischen Informationssystems im Internet seinen Abschluß finden. Es ist in alle Winde verweht, weil keiner mehr gezahlt hat (und hatte schon Millionen verschlungen). Hätte man mal in der pöhsen Nazizeit zeitnah weitergeforscht, dann hätten wir heute auch Ergebnisse. So desolat und diskontinuierlich, wie Geschichtswissenschaft derzeit abläuft, werde ich zu meinen Lebzeiten da wohl kein Ergebnis mehr sehen (ich werde mich demnächst auf verschiedenen Ebenen nochmals dafür einsetzen, daß da endlich was passiert, aber auf den Forschungsgeldern sitzen andere).
Und um es hier einmal klar und deutlich zu sagen: ich bin eher ein Freund der Darstellung der slawischen als der deutschen Besiedlungsgeschichte. Dort gibt es noch die größten Defizite. Wenn ihr hier mit Schraffuren anfangt, dann bitte schön zuerst auch im Kernsiedlungsland.
Zu Nordostbayern haben wir da ja eine grobe Übersicht. Und weiter nördlich gab es slawische Besiedlung nicht nur im sprichwörtlichen Wendland, sondern auch bis nach Erfurt, Eisenach, Nordhausen und noch weiter westlich. Hatten wir ja gerade bei Nordhausen:
Hier stagniert die Forschung aber seit DDR-Zeiten. Daß bei der namenkundlichen Studie von Christian Zschieschang zum Hersfelder Zehntverzeichnis eine signifikante sorbische Besiedlung im Friesenfeld und im Hassegau zutagetrat, nimmt nicht Wunder, ist aber erstens nur Nebenprodukt bei der Erforschung zum Hersfelder Zehntverzeichnis und zweitens zuvor schon bekannt gewesen. Nach wie vor fehlen gleichartige Untersuchungen westlich der unteren Saale und der unteren Elbe. Aber wozu, wenn noch nicht einmal die bereits bekannten Untersuchungen hier in de-wiki einfließen. Das Altsiedelland ist mitnichten ein homogener Block, wie ihr immer darstellt. Und wenn hier schon schraffiert werden soll, dann dort zuerst. Denn das wäre die zeitlich erste und grundlegende Ebene. --Methodios (Diskussion) 07:33, 13. Mai 2019 (CEST)
- Die bis ca. 10./11. Jh. nachweisbaren slawischen Gruppen westlich von Saale und Elbe (das ist auch in der Region Magdeburg erforscht) und die bis etwa in 12. Jh. nachweisbaren Naab- und Mainwenden dürften den meisten bekannt sein, haben aber mit dem Zeitpunkt 1400 nichts zu tun. Das Dresdner Häuserverzeichnis auch nicht. Was an der gif inhaltlich grob falsch ist, wurde oben geschrieben, da wird niemand nach Quellen fragen. Ich hab hier schon Versuche gesehen, Germanen im antiken Indien zu behaupten. Unsinn bleibt Unsinn, egal wer ihn verlinkt. Und natürlich sind Verhamlosungsversuche des Nationalsozialismus ein berechtigter Sperrgrund.--WajWohu (Diskussion) 17:55, 13. Mai 2019 (CEST)
- Wer redet immer nur von 1400? Die Karte umfaßt den Zeitraum von um 700 bis zum 14. Jahrhundert. Ein Blick auf die Legende genügt da. --Methodios (Diskussion) 18:06, 13. Mai 2019 (CEST)
Kurzer Hinweis: Ab jetzt bitte nur noch geeignete Vorlagen benennen, alles andere findet bitte auf anderen Seiten statt, sonst funktioniert die Kartenwerkstatt nicht. NNW 18:00, 13. Mai 2019 (CEST)
Im polnischen Wiki-Artikel pl:Wolni goście gibt noch andere Karte der deutschen Eroberung und Besiedlung bis zum Jahr 1300 aus einem Schulbuch. Diese ziemlich neue Karte auch aus einem Schulbuch gibt andere Reichweite aber wieder ohne Schrafrufen. D T G (Diskussion) 11:28, 17. Mai 2019 (CEST)
- @Methodios: Auch unsere östlichen Nachbarn greifen auf die Daten (Karten) zurück (und die hätten ja nun im Falle des Falles wirklich Grund zur Beschwer): die polnische und tschechische Forscher beschweren sich natürlich genau auf diese Walter Kuhns Karte, ich kenne einige Beispiele. Aber die neueste Forschung ist immer lokal, niemand kompielierte sie in einer Karte des ganzen Phänomens. Vielleicht das wäre zu viel für jemanden hier. Aber Schraffuren an der Stelle einheitlicher Farbe z.B. in Oberschlesien ünterschtutze ich völlig. Solche Behauptungen sind auf Grund der Onomastik einfach zu widersprechen: Von der Deutschen Ostsiedlung bis ins 15. Jahrhundert war die Gegend um Pleß hauptsächlich von deutscher Bevölkerung bewohnt. Seit dem 16. Jahrhundert wurde die noch dem polnischen Erzbistum Krakau angehörende Grenzstadt Pleß zunehmend wieder polonisiert, so dass die polnische Bevölkerung bald die Mehrheit stellte. - Herzogtum Teschen gehörte zum Bistum Breslau und war um Jahr 1650 genauso polnischsprachig wie die Gegend um Pleß, weil nach en:Idzi Panic die deutsche Siedler in der großen deutschrechtlichen Kolonisation um Jahr 1300 eindeutig in der Minderheit waren, also [9]. D T G (Diskussion) 11:36, 18. Mai 2019 (CEST)
- Moin, D T G. Natürlich ist der Forschungsstand veraltet. Und natürlich hätte man - in Ost wie West - Grund genug zur Beschwer. Aber niemand ändert das ab. Es gibt kein Geld dafür, man erlangt keine durchbrechende wissenschaftliche Reputation damit, der Aufwand bliebe weit hinter dem Nutzen, man träte (im Gegensatz zu den 30er Jahren) damit womöglich gar ins Fettnäpfchen (will heißen: machte sich äußerst unbeliebt damit), der Ärger wäre unkalkulierbar, also bleibt man lieber im Klein-Klein ... und nutzt, was da ist, eben zB Kuhn. Und für den heute deutschen Raum ist es aber auch nicht anders:
- Otto Schlüter, Oskar August (Hrsg.) unter Mitwirkung zahlreicher Fachwissenschaftler: Atlas des Saale- und mittleren Elbegebietes. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1958–1960 (wäre übrigens für dieses Gebiet auch als Vorlage heranzuziehen!)
- ist bis dato nicht überarbeitet (und hatte seinerzeit schon etliche Karten seines Vorläufers von 1935 1:1 [oder beinahe 1:1] übernommen). Aber auch hier werde ich mit Kartenmaterial von zum Teil 1935 weiterarbeiten müssen und über eine Neuauflage wohl hinwegsterben. Ist es aber die Aufgabe, von de-wiki, diesem Mangel in der Wissenschaft abzuhelfen? Ich glaube, nein! Und ich glaube auch, daß das weder in unsere Kompetenzen noch Fähigkeiten fällt. Und jetzt mal ganz ketzerisch: laßt uns doch freuen, daß die Wissenschaft bald hundert Jahre hinterherhinkt. Dann sind unsere de-wiki-Karten nicht ganz so weit weg vom aktuellen Forschungsstand. Denn die WMF kommt bestimmt nicht auf den Gedanken, von ihren über Hundert Milionen mal die Lizenzen für etwas Aktuelles einzukaufen. Noch hat nicht nur WP doch geNÜgend NÜtzliche Idioten - und die werden schon irgendwas zustande bringen. --Methodios (Diskussion) 11:59, 18. Mai 2019 (CEST)
- Ich wäre nicht sagen niemand ändert das ab: alle Reproduktionen machten die Schruffuren weg und flickten einige Löcher oder zeichneten Wälder, wo es auf Kuhns Karte nicht gab. Ich dachte Kuhn gäbe Schruffuren um Pless, aber nicht, also ich verstehe jetzt woher kommt die Behauptung Von der Deutschen Ostsiedlung bis ins 15. Jahrhundert war die Gegend um Pleß hauptsächlich von deutscher Bevölkerung bewohnt.D T G (Diskussion) 13:22, 19. Mai 2019 (CEST)
- Moin, D T G. Natürlich ist der Forschungsstand veraltet. Und natürlich hätte man - in Ost wie West - Grund genug zur Beschwer. Aber niemand ändert das ab. Es gibt kein Geld dafür, man erlangt keine durchbrechende wissenschaftliche Reputation damit, der Aufwand bliebe weit hinter dem Nutzen, man träte (im Gegensatz zu den 30er Jahren) damit womöglich gar ins Fettnäpfchen (will heißen: machte sich äußerst unbeliebt damit), der Ärger wäre unkalkulierbar, also bleibt man lieber im Klein-Klein ... und nutzt, was da ist, eben zB Kuhn. Und für den heute deutschen Raum ist es aber auch nicht anders:
@D T G:, @Turpit:, @Andropov:, @Don-kun:, @NordNordWest:, @WajWohu:, @Ziegelbrenner:, @Methodios:, vielen Dank für eure Beiträge. Ich möchte, da ich die Diskussion angestoßen habe, nochmals darauf hinweisen, dass es mir nicht primär um den neuesten Stand der Forschung geht, sondern um die Art und Weise, wie der Forschungsstand in Karten veranschaulicht wird. Dass sich die Grenzen der deutschen Ostsiedlung hinreichend genau so entwickelt haben wie auf auf der anfangs gezeigten Karte dargestellt bezweifle ich nicht. Es geht alleine darum, dass die flächige Einfärbung unabsichtlich der eindeutig falschen, völkisch-rassistischen Siedlungsarchäologie von Gustaf Kossinna folgt, der 1911 postulierte: „Scharf umgrenzte archäologische Kulturprovinzen decken sich zu allen Zeiten mit ganz bestimmten Völkern oder Völkerstämmen“. Wie die Karte der slawischen Siedlungen in Bayern und auch die aktuelle Forschung zeigt, ist das längst widerlegt und eine Karte, die bei der Darstellung der Ostsiedlung selbst die sorbischen Gebiete der Lausitz komplett ausspart, kann niemals den Qualitätsansprüchen der WMF genügen. Die Karte suggeriert mit ihrem Farben einfach eine flächige Besiedlung, Verdrängung bzw. "Eroberung", die schon der Legende "Beginn der Besiedlung" widerspricht und unterstellt, dass alleine deutsche Siedlungen zur Erschließung auch siedlungsleerer Räume beigetragen hätten. Stand der Wissenschaft ist jedoch, dass z.B. im Wendland und der Altmark die slawische Bevölkerung intensiv am hochmittelalterlichen Landesausbau teilgenommen hat.
Noch eine Anmerkung zum Putzger: in der dortigen Redaktion haben sie wohl bereits 60 Jahre nach Kriegsende gemerkt, was für einen völkisch-rassistischen bzw. antislawischen Mist sie da jahrzehntelang nachgedruckt haben (Beispiel: Wandkarte 1961, ganz offensichtlich das Vorbild für die kritisierte Karte). Lehn hat in seiner 2008 erschienenen Dissertation aufgezeigt, " dass in der Ausgabe des Putzger-Atlasses von 1990 noch viele „Kartenstammbäume“ bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen (S. 574). Die hier gefundenen visuellen Lösungen von Beharrungskräften in Geschichtsatlanten (Persistenz von Geschichtsbildern), scheinen somit markant zu sein und über sehr lange Zeiträume konstant zu bleiben." Gerade bei den ethnischen Karten ist der Putzger als Quelle eher unzuverlässig (Seite 6 bzw. 84 unten: "inkonsistent bzgl. deutscher und slawischer Sprachgruppe") bis tendenziös verfälschend ("Kartendetails, die ein Nationalverständnis widerspiegelten, das aus der Zeit vor 1945 stammte, blieben weiter im Putzger-Atlas enthalten. So wiesen noch in den neunziger Jahren Legenden von Völkerkarten Österreicher als Deutsche aus. Im Gegensatz zu Darstellungen während des Kaiserreichs wurden seit der Weimarer Zeit Abbildungen zur räumlichen Ausdehnung des deutschen Siedlungsgebiets verwendet, die insbesondere für Oberschlesien, Masuren und das Gebiet des polnischen Korridors eine mehrheitlich deutsche Bevölkerung zeigten"). Kartenvorlagen des Putzger insbesondere aus dem 20. Jahrhundert sind daher nicht ohne Caveat lector zu verwenden.--Chianti (Diskussion) 17:22, 30. Mai 2019 (CEST) P.S. Notizzettel: Grunwald, Bedenkliche Karten.--Chianti (Diskussion) 12:07, 31. Mai 2019 (CEST)
- +1 :)--WajWohu (Diskussion) 13:02, 31. Mai 2019 (CEST)
- Kann man nur Schuffuren von Datei:Bevölkerung Mitteleuropas um 895.jpg in die Datei:Deutsche_Ostsiedlung.png kopieren? Das wäre relativ einfach. D T G (Diskussion) 14:01, 31. Mai 2019 (CEST)
Rarotonga[Quelltext bearbeiten]
Würde jemand bitte diese Gliederungskarte der Insel Rarotonga im Südpazifik korrigieren? Der Ersteller ist seit 2011 nicht mehr aktiv. Eine "offizielle" Gliederungskarte ist hier. Notwendige Korrekturen:
- Wo Nevers ein Fragezeichen ? stehen hat, lautet der Name Titama.
- Wo Nevers Titama schrieb (gleich östlich davon), ist die korrekte Bezeichnung Tupapa (auch wenn dieser Name gleich nördlich/nordwestlich davon im Distrikt Avarua nochmal auftaucht).
Gruß,--Ratzer (Diskussion) 11:00, 12. Mai 2019 (CEST)
- Ist korrigiert. Viele Grüße, NNW 19:54, 12. Mai 2019 (CEST)
- Danke sehr. Viele Grüße,--Ratzer (Diskussion) 19:58, 12. Mai 2019 (CEST)
Leider habe ich im Südosten noch ein Fragezeichen übersehen. Hier wäre Maii einzutragen. Gleich nördlich davon, wo bereits Maii steht, muss stattdessen Vaii stehen. @NordNordWest:, übernimmst Du bitte?--Ratzer (Diskussion) 07:53, 13. Mai 2019 (CEST)
Ich habe noch weitere Fehler gefunden. Bitte abwarten, ich melde mich hier nochmal in Kürze.--Ratzer (Diskussion) 08:33, 13. Mai 2019 (CEST)
Entweder ist mein Bildschirm nicht richtig kalibriert, oder die Meerestiefen sind nicht spezifiziert. Dann bitte die Legende einkürzen. Danke. ※Lantus 09:36, 13. Mai 2019 (CEST)
- Beim Abgleich mit der verlinkten Vorlage gibt es in der Tat reichlich Unterschiede, es fehlt sogar ein Gebiet. Nicht nur die Tiefenschichten sind überflüssig, tatsächlich gibt es auch nur sechs Höhenschichten statt der elf in der Legende. NNW 10:18, 13. Mai 2019 (CEST)
- Richtig: Das fehlende Gebiet liegt im Westen des Gebiets Kiikii und heißt Tapa i utu (im nördlichen Distrikt Avarua).
- Ebenfalls im nördlichen Distrikt Avarua müssen die Namn Tapae und Pue vertauscht werden.
- Die restlichen Fehler sind im südlichen Distrikt, der übrigens nicht Titikaveka, sondern Takitumu heißt.
- Dort liegen von Ost nach West die Gebiete Tikioki (korrekt), Akapuao (korrekt), Te Puna (auf der Karte falsch und mit Fragezeichen als Ruatupa ?), Titikaveka (auf der Karte falsch und mit Fragezeichen Te tupuna ?), Kauare (auf der Karte falsch und mit Fragezeichen Arakuo ?), Arakuo (auf der Karte falsch als Turoa), Turoa (auf der Karte falsch als Kauare), Avaavaroa (korrekt) und Vaimaanga (korrekt). Entschuldigung, dass ich die Karte nicht gleich systematisch überprüft hatte. Mir ist anfangs nur ein Fragezeichen aufgefallen. Die offizielle Referenzkarte habe ich inzwischen auch hier auf einer regierungsamtlichen Webseite wiedergefunden. Zu den Höhen- und Tiefenschichten kann ich leider nix sagen.--Ratzer (Diskussion) 14:18, 13. Mai 2019 (CEST)
Wegen der fragwürdigen Kartengrundlage ist es vielleicht besser, die gesamte Karte neu aufzusetzen. Als mögliche Kartengrundlage habe ich jetzt mal eine ordentliche topographische Karte dieser Insel im TIF-Format hochgeladen. Dort müssten jetzt nur noch die Namen und Grenzen der zwei Ebenen der traditionellen Gliederung überlagert werden. Aber für einen dermaßen erweiterten Antrag reihe ich mich gern wieder in die Warteschlange mit den übrigen Kartenwünschen ein. Grüße,--Ratzer (Diskussion) 14:56, 13. Mai 2019 (CEST)
- Ganz neu machen wollte ich das nicht. Korrekturen sind drin (sogar zwei mehr :o) ), ein paar grafische Fehler behoben, die Legende ist dank der anderen Karte überarbeitet, die Datei etwas kleiner beschnitten. NNW 17:49, 13. Mai 2019 (CEST)
- Danke sehr für die Korrekturen.--Ratzer (Diskussion) 22:22, 13. Mai 2019 (CEST)
Deutsche Wikipedia Stammtische[Quelltext bearbeiten]
Hallo zusammen. Ich habe mir mal wieder sie Stammtischkarte vorgenommen und für den Zeitraum 2017 bis 2019 aktualisiert. Bevor ich mich an die dazugehörige Imagemap mache, wollte ich Euch bitten, mal drauf zu schauen. Ums einfacher zu machen. Folgende Unterschiede gibt es zur Vorgängerversion:
- Ergänzt: Chemnitz-Zwickau, Krefeld, Mittelhessen (auf Marburg platziert), Salzburg
- Gelöscht: Flensburg, Göttingen, Norddeutschland, San Francisco, Thüringen, Trier
- Name geändert: Saar => Saarland
- Community-Standorte ergänzt: Bremen und WikiWedding
Haben NNW (danke für die Hilfe) und ich was übersehen? Danke und Grüße Lencer (Diskussion) 15:38, 20. Mai 2019 (CEST)
- 2017 gabs einen in der Elbe-Elster-Region. --Don-kun • Diskussion 19:28, 20. Mai 2019 (CEST)
- Wikipedia:Rhein-Main-Gebiet kommt noch dazu--Vielen Dank und Grüße Woelle ffm (Uwe) (Diskussion) 20:31, 20. Mai 2019 (CEST)
- Und doch noch was übersehen, danke Euch schonmal für die Hinweise! Grüße Lencer (Diskussion) 07:07, 21. Mai 2019 (CEST)
- Hier die aktuelle Version inklusive ImageMap. Grüße Lencer (Diskussion) 15:43, 25. Mai 2019 (CEST)
- Und doch noch was übersehen, danke Euch schonmal für die Hinweise! Grüße Lencer (Diskussion) 07:07, 21. Mai 2019 (CEST)
Bei Mittelhessen bedarf es noch eines Links. -- Thoroe (Diskussion) 15:54, 25. Mai 2019 (CEST)
- Ergänzt, besten Dnk für den Hinweis. Grüße Lencer (Diskussion) 13:17, 26. Mai 2019 (CEST)
- Nichts zu dnken. -- Thoroe (Diskussion) 15:19, 29. Mai 2019 (CEST)
Bermudadreieck[Quelltext bearbeiten]
Die Karte im Artikel "Bermudadreieck spanisch" ist in spanischer Sprache. Eine deutsche Version wäre schön. --Mister Pommeroy (Diskussion) 07:55, 25. Mai 2019 (CEST)
- Die Karte braucht nicht nur eine Übersetzung, sondern auch dringend neue Küstenlinien. Die sehen ein bisschen aus wie aus dem Gedächtnis gezeichnet (dafür wären sie dann allerdings ziemlich gut). Ich habe mal eine neue Version gemacht. -- Thoroe (Diskussion) 13:30, 25. Mai 2019 (CEST)
- Hallo Thoroe, das sieht ja gut aus. Vielen Dank für die Überarbeitung! --Mister Pommeroy (Diskussion) 11:52, 26. Mai 2019 (CEST)
