Wegeleben
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Harz | |
| Verbandsgemeinde: | Vorharz | |
| Höhe: | 98 m ü. NHN | |
| Fläche: | 51,78 km2 | |
| Einwohner: | 2541 (31. Dez. 2017)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 49 Einwohner je km2 | |
| Postleitzahlen: | 38828 (Rodersdorf, Wegeleben) | |
| Vorwahl: | 039423 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HZ, HBS, QLB, WR | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 85 365 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt, 3 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 7, 38828 Wegeleben | |
| Website: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Jürgen Zimmer (CDU) | |
| Lage der Stadt Wegeleben im Landkreis Harz | ||
Wegeleben ist eine Stadt östlich von Halberstadt in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis
Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Durch Wegeleben fließt der Goldbach, der bei Wegeleben in die Bode mündet. Die Stadt ist Sitz der Verbandsgemeinde Vorharz. Der Kiessee liegt in der Nähe.
Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Uhrzeigersinn, im Westen beginnend: Halberstadt (mit dem Ortsteil Emersleben), Schwanebeck (Ortsteil Nienhagen), Gröningen, Hedersleben, Ditfurt, Quedlinburg, Harsleben.
Die Verbindung zwischen Wegeleben und Schwanebeck ist ein nur wenige Meter breiter Schlauch. Dieser wurde über einen Gebietstausch geschaffen, da gemäß den Landesgesetzen Wegeleben und Schwanebeck nur als benachbarte Gemeinden die ehemalige Verwaltungsgemeinschaft Bode-Holtemme bilden konnten.[2]
Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Stadt Wegeleben (Am 1. November 1928 Vereinigung Gutsbezirk Wegeleben mit der Stadt Wegeleben)[3]
- Ortsteile:
- Adersleben (Eingemeindung am 1. Juli 1950)[4]: Am 17. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Adersleben in eine Landgemeinde umgewandelt.[5]
- Deesdorf (Eingemeindung am 1. Februar 1974)[4]
- Rodersdorf (Eingemeindung am 1. Mai 2001)[6]
Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Sowjetischer Ehrenfriedhof mit den Grabstätten von 29 Kriegsgefangenen sowie Männern und Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Stadtrat Wegeleben[7] am 7. Juni 2009; Wahlbeteiligung: 37,48 %)
- CDU – 57,01 %, 9 Sitze
- Die Linke – 7,05 %, 1 Sitz
- FDP – 10,44 %, 2 Sitze
- Einzelbewerber – 2,93 %, 1 Sitz
- Wählergemeinschaft Deesdorf – 6,28 %, 1 Sitz
- Wählergemeinschaft Rodersdorf – 14,00 %, 2 Sitze
Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
1990–1996 Werner Willecke (CDU)
1996–2003 Thomas Kreutzer (CDU)
seit 2003 Hans-Jürgen Zimmer (CDU).
Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Wappen wurde am 5. Februar 1998 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg, mit gezinnter Mauer zwischen zwei Zinnentürmen; aus den Mauerzinnen wachsend der heilige Petrus in goldenem Gewand mit silbernem Haar und Bart sowie goldenem Nimbus, in der rechten Hand einen mit dem Bart nach oben rechts gekehrten goldenen Schlüssel haltend. Die Türme mit je zwei schwarzen Fensteröffnungen nebeneinander und je einem gezinnten Türmchen mit golden beknauftem roten Spitzdach und je einer schwarzen Fensteröffnung. In der offenen Toröffnung ein hochgezogenes goldenes Fallgatter, darunter schwebend ein silberner Schild mit schwarzem Balken.“[8]
Das Wappen von Wegeleben wurde bereits in einem Siegel aus dem Jahre 1354 verwendet. Es hat sich zwar in den darauffolgenden Jahren etwas verändert, aber sein ursprünglicher Inhalt blieb erhalten. Die Burg und das Wappen gehen auf die ca. im 11. Jh. erbaute Burg in Wegeleben und der Herrn von Wegeleben zurück. Der heilige Petrus ist der Schutzpatron der Kirche von Wegeleben.
Wappen der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Flagge der Stadt Wegeleben zeigt längs die Farben Blau und Weiß.[9] (Silber)
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Der Eulenturm – ein Stadttorturm aus dem 12.(?) Jahrhundert.
Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Die evangelische Kirche St. Peter und Paul in Wegeleben ist eine gotische Pfeilerbasilika mit geschnitztem Flügelaltar. Der Orgelprospekt von 1698 ist eine Arbeit von Arp Schnitger.
- Die evangelische Kirche St. Valentin aus dem 14. Jahrhundert in Deesdorf.
- Die evangelische Kirche St. Blasius aus dem 18. Jahrhundert mit romanischem Turm in Rodersdorf.
- Die ehemalige Klosterkirche St. Nikolaus in Adersleben, heute katholische Kirche der Halberstädter Pfarrei St. Burchard.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Bahnhof Wegeleben liegt an zwei Bahnstrecken, der Bahnstrecke Halle–Vienenburg sowie der Bahnstrecke Magdeburg–Thale, auf denen Personenzüge von Abellio Rail Mitteldeutschland verkehren. Durch zwei Buslinien der Harzer Verkehrsbetriebe bestehen Verbindungen nach Halberstadt, Schwanebeck und Hedersleben.
Alte Zuckerfabrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Zuckerfabrik Wiersdorff, Meyer & Co wurde 1873 in Wegeleben errichtet. Das Gut Adersleben errichtete eine 600-mm-spurige Feldbahn dorthin, Reste von ihr liegen auf dem Gutshof in Richtung Bodebrücke noch heute. Die Produktionsanlagen der Fabrik wurden 1945 als Reparationsleistung an die Sowjetunion demontiert. Viele Gebäude der Alten Zuckerfabrik stehen noch heute und werden für Wohn- und Gewerbezwecke genutzt[10].
Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In Wegeleben gibt es eine Grundschule, die nach Wilhelm Schmidt benannt ist.
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Johann Gottlieb Immermann (1707–1777), Rektor des Domgymnasiums Magdeburg,
- Wilhelm Schmidt (1858–1924), Ingenieur und Erfinder
- Martin Bormann (1900–1945), Inhaber wichtiger Parteiämter, u. a. Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und wichtiger Vertrauter Hitlers
- Albrecht Ernst von Thaer (1900–1946), Verwaltungsjurist, 1933–1945 Landrat im Kreis Oberbarnim
- Franz Königshaus (1906–nach 1971), als SS-Hauptsturmführer Referatsleiter im Reichssicherheitshauptamt (RSHA), mutmaßlicher Kriegsverbrecher
- John Bura (* 1944), Weihbischof der Ukrainisch Griechisch-Katholischen Erzeparchie Philadelphia (USA)
- Jürgen Pommerenke (* 1953), ehem. DDR-Fußballnationalspieler
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Berent Schwineköper (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 11: Provinz Sachsen Anhalt (= Kröners Taschenausgabe. Band 314). 2., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1987, ISBN 3-520-31402-9, S. 486–487.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Private Homepage zur Region Wegeleben
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2017 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
- ↑ (siehe hierzu auch die grafische Darstellung auf der Titelseite des Amtsblatts der Verbandsgemeinde Vorharz)
- ↑ Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg, 1928, S. 254
- ↑ a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 327, 328.
- ↑ Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg, 1928, S. 231
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
- ↑ Bekanntmachung des Wahlleiters vom 10. Juni 2009 (Memento vom 21. September 2009 im Internet Archive)
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde § 2 Absatz 1
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde § 2 Absatz 2
- ↑ Reinhard Richter: Feldbahnen im Dienste der Landwirtschaft. Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2005, ISBN 3-933254-65-5, S. 74–78


