Mar del Plata
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| Basisdaten | ||
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| Fläche: | 79,48 km2 | |
| Lage | 38° 0′ S, 57° 34′ W | |
| Höhe ü. d. M.: | 38 m | |
| Einwohnerzahl (2001): | 541.733 | |
| Dichte: | 6816 Einw./km² | |
| Agglomeration: | Mar del Plata - Batán | |
| – Einwohnerzahl: | 550.000 | |
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| Verwaltung | ||
| Provinz: | | |
| Partido: | General Pueyrredón | |
| Bürgermeister: | Gustavo Pulti | |
| Sonstiges | ||
| Postleitzahl: | 7600 | |
| Telefonvorwahl: | 0223 | |
| Website von Mar del Plata | ||
| Karte | ||
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Mar del Plata (spanisch für Silbermeer) ist das größte und bekannteste Seebad Argentiniens. Die Stadt liegt im Südosten der Provinz Buenos Aires und hat dauerhaft etwa 600.000 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mar del Plata wurde 1874 von Patricio Peralta Ramos gegründet, war zunächst jedoch nur ein unbedeutender Hafenort mit einer Salzfabrik. Nachdem es jedoch 1886 mit dem Eisenbahnnetz des Landes verbunden worden war, kamen immer mehr Besucher, 1888 wurde das erste Hotel eröffnet. Der Geschäftsmann Pedro Luro verwandelte den Ort innerhalb von wenigen Jahren in einen Badeort nach dem Vorbild des französischen Biarritz. Schon 1890 war Mar del Plata der Mode-Ferienort Argentiniens schlechthin, und das Wachstum der Stadt war nicht mehr aufzuhalten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg, Monate nach der Kapitulation Deutschlands, ergaben sich unabhängig voneinander die deutschen U-Boote U 530 und U 977.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Etwa drei Millionen Touristen zählt die Stadt pro Jahr. Zum Sommer verdoppelt sich die Einwohnerzahl dauerhaft auf ca. 1.000.000. Die insgesamt 20 Kilometer langen Strände sind das touristische Kapital der Stadt, architektonische Sehenswürdigkeiten gibt es kaum, wenn man von den Kreationen der Villenarchitekten aus dem frühen 20. Jahrhundert im Stadtviertel Los Troncos absieht. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Nachtleben, mit dem größten Casino Argentiniens sowie mehreren Theatern, Varietés und Diskotheken.
Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Sommer verlagert sich ein Großteil der Kulturszene aus dem relativ nahen Buenos Aires nach Mar del Plata. Das Internationale Filmfestival von Mar del Plata im November ist das bedeutendste Argentiniens und eines der bekanntesten Lateinamerikas.
Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Tourismus bestimmt die Wirtschaft und hat zu einer Abhängigkeit der Bevölkerung von hohen Besucherzahlen geführt. In der Argentinien-Krise 1998–2002 stieg die Arbeitslosigkeit bis auf 28 Prozent, und deutlich mehr Menschen zogen in die Elendsviertel. Da es seit der Abwertung auch Ausländer wegen der günstigen Preise verstärkt in argentinische Ferienorte zieht, geht es seit 2002 der Wirtschaft der Stadt deutlich besser. Eine weitere bedeutende Wirtschaftssparte neben dem Tourismus ist die Fischerei. Weiterhin hat die Stadt einen Industriepark westlich des Stadtzentrums nahe der Nachbarstadt Batán; dabei ist die Lebensmittelindustrie (insbesondere Fischverarbeitung), die Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen, Elektronik-, Textil- sowie die Verpackungsindustrie führend.
Geografie und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mar del Plata liegt am Südatlantik, am Fuß der niedrigen Sierra de los Padres, eines Teiles des Tandilia-Sierrensystems. Die Umgebung gehört zur Pampa-Region. Das Klima ist betont ozeanisch ohne markante Temperaturextreme und relativ feucht.
| Mar del Plata | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mar del Plata
Quelle: wetter.com 1961–1990; wetterkontor.de
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Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In Mar del Plata sind zwei Fußballvereine ansässig, die auf nationalem Niveau spielen: Der Club Atlético Aldosivi, der in der höchsten Liga des Landes spielt, der Primera División (Argentinien), sowie der Club Atlético Alvarado, welcher im Torneo Argentino B spielt.
1978 fanden in Mar del Plata sechs Spiele der ersten Finalrunde der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Damit ist Mar del Plata bis dato der südlichste Ort an dem WM-Spiele stattfanden.
1995 war Mar del Plata Ausrichter der XII. Panamerikanischen Spiele. Im Juni 1996 fand in Mar del Plata ein Vier-Nationen-Turnier im Basketball statt, an dem neben den Argentiniern, Deutschland, Uruguay und Kuba teilnahmen und das Deutschland im Finale gegen die Gastgeber für sich entscheiden konnte.[1]
Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mar del Plata unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten und Verwaltungseinheiten:
- Acireale, Italien, seit dem 7. Dezember 1996
- Bari, Italien, seit dem 27. November 2000
- Cancún, Mexiko, seit dem 2. Dezember 1987
- Fort Lauderdale, USA, seit dem 21. April 2001
- Havanna, Kuba, seit dem 11. Dezember 1998
- Kanton Freiburg, Schweiz, seit dem 7. Februar 1994
- Porto Recanati, Italien, seit dem 8. August 1998
- San Benedetto del Tronto, Italien, seit dem 29. November 2001
- Sant’Angelo in Vado, Italien, seit dem 10. Juni 1998
- Sorrent, Italien
- Viña del Mar, Chile, seit dem 3. September 2001
Darüber hinaus existieren Kooperationsabkommen mit:
- A Coruña, Spanien, seit dem 14. Juli 2000
- Estancia del Socorro, Paraguay, seit dem 16. Juni 2000
- Isla Mujeres, Mexiko, seit dem 11. September 2001
- Tianjin, China, seit dem 6. Juli 2001
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Héctor Babenco (1946–2016), argentinisch-brasilianischer Filmregisseur
- Tristán Bauer (* 1959), Filmregisseur, Drehbuchautor und Kameramann
- Germán Burgos (* 1969), Fußballnationalspieler
- Gabriel Curuchet (* 1963), Radrennfahrer
- Juan Curuchet (* 1965), Radrennfahrer
- Juan Esnáider (* 1973), Fußballspieler
- Luciano Galletti (* 1980), Fußballspieler
- Valentín Garvie (* 1973), Trompeter
- Elsa Justel (* 1944), Komponistin
- Jorge Lanata (* 1960), Journalist und Schriftsteller
- Paz Lenchantin (* 1973), US-amerikanische Musikerin mit armenischen und französischen Wurzeln
- Carlos Humberto Malfa (* 1948), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Chascomús
- Gabriel Antonio Mestre (* 1968), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Mar del Plata
- Roberto Mieres (1924–2012), Rennfahrer und Segler
- Pablo Ojeda (* 1978), Komponist und Perkussionist
- Astor Piazzolla (1921–1992), Musiker, Bandoneon-Spieler und Komponist
- Julio Hernán Rossi (* 1977), italienisch-argentinischer Fußballspieler
- Ernesto Segura (1914–1972), römisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof in Buenos Aires
- Marcos Siebert (* 1996), argentinischer Automobilrennfahrer
- Osvaldo Soriano (1943–1997), Schriftsteller und Journalist
- Braian Uribe (* 1991), Fußballspieler
- Guillermo Vilas (* 1952), erfolgreicher Tennisspieler
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Mar del Plata Tourist Guide
- Página oficial de Mar del Plata (spanisch)
- IFAM-Bevölkerungsstatistik (spanisch)
- Portal de Mar del Plata muy actualizado (spanisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ "Ergebnisse", Sport-Bild vom 26. Juni 1996, S.72