Bald kommen die Gäste.
I’m ready for the guests.
Und mit meiner Kaffeetasse geht’s zu Andrea Karminrot.
Bald kommen die Gäste.
I’m ready for the guests.
Und mit meiner Kaffeetasse geht’s zu Andrea Karminrot.
Flusskiesel aus der Thur am Rand des Kiessträsschens gefunden. Schön, diese weissen Streifen im grauen Stein.
Pebbles of the river Thur. I found them along the gravel road we go for a walk almost every day. I love the pattern.
Ich habe sie mit Öl eingerieben, damit das Muster besser zur Geltung kommt.
I polished the pebbles with olive oil to show the pattern more clearly.
So sehen sie aus wie Schmucksteine.
The pebbles look like gem stones.
Und diesen dicken Kerl habe ich am Mittwochnachmittag bei Annabelle gefilzt und zu Hause mit Spreu gefüllt.
I fellted this big guy at Annabelle’s and filled it with husk.
Das Material: Walliser Bergschaf und Merino gemischt. Das Sitzkissen ist fest, rund und dick. So habe ich mir das vorgestellt.
The wool is from the Swiss Alps blended with Merion. The cushion is sturdy, round an thick. Just as I had in mind. And no, I am not into yoga. 🙂
2 Stück Kordel à 1.30 m, die an einem Ende zusammengeschmolzen werden. – 2 pieces of cord, about 1.30 m long, melted together at one end.
1 Rest, der doppelt ums Handgelenk passt (in meinem Fall 2 Reste) und zusammengeschmolzen werden. – 1 short piece of cord that goes twice around your wrist (I took two pieces as my cord is thinner than Paracord).
1 Plastik-Klick-Schnalle (in meinem Fall eine Krokodilklemme (ausgediente Hosenträgerklemme)). – 1 plastic clip. (or anything you can fasten the finished band around your wrist with).
Good old macramé – Das gute alte Macramé: Ein Buch aus den 70ger Jahren leistet wieder gute Dienste. 🙂
Hier das Video auf youtube. – Watch the video on youtube. Written instructions are in German, but you will get it!
Meine Sonntagsfreude:
Drinnen im Haus was päschälä. Mit Material, das ich nicht kaufen muss.

Jetzt ist die Sonne wieder da, nachdem es gerade genug geregnet hat, dass der Erdboden im Garten ein bisschen nass geworden ist. Wieviel Wasser jetzt wieder in der Regentonne ist, kann ich nur raten: Nicht viel mehr als vor dem Regen. Trotzdem hat er gut getan. Der Regen hat mich auch ein bisschen müde gemacht, scheint mir. Vielleicht habe ich die letzten Tage auch einfach ein bisschen übertrieben. Ja, ich muss zugeben, dass sich körperliche Arbeit hinterher in meinen Muskeln und Gelenken bemerkbar macht. Ist es das Alter?
After a bit of rain, a wee bit of water for my garden plants, the sun is back. I think, the water tank is still empty, but nontheless the rain was a blessing. The rainy period made me tired. Or maybe the chores in house and garden before the rain were to hard. I have been feeling phyical work in my joints and muscles lately. Probabely the age, as my sister, the wise woman, says. She must know, she is two years younger than me. 😉
In der Folge hat sich meine Aktivität ein bisschen verlagert. Nach dem mittäglichen Kaffee gibts ein Schläfchen. Statt Holz zu stapeln, zeichne ich Karten oder lese. Auch meine Geschichte von Prinzessin Vasilissa ist – natürlich mit Happy End fertig geworden. Der Vater von Vasilissa hat sich pensionieren lassen, hat davon abgesehen, aus seiner Tochter eine Königin und seine Nachfolgerin zu machen. Er hat jetzt vile Zeit für seinen Schlossgarten und seine Tochter. Heute habe ich die 33. und letzte Folge zur Empfängerin geschickt. Vielleicht werde ich im Herbst Zeit zur Überarbeitung haben. Vielleicht lasse ich die Geschichte von meiner Schwägerin illustrieren. Vielleicht wird ein richtiges Buch draus.
Due to the pain in my shoulder and left arm I changed my programme. I take a nap after lunch. I draw and read instead of piling logs. I finished the story of Vasilissa, the Princess – of course, a happy end. Vasilissa’s father got retired and has now lots of time for the royal garden and his daughter. I sent the 33rd and last episode to my friend. I might edit the story this autumn. I might ask my sister-in-law to illustrate the story. There might be a real book in the end.
Ich habe ein bisschen gehäklet und gestrickt, aber noch gibts nichts zu zeigen.
I’ve crocheted and knitted a bit. Nothing to show really.
Zu Vasilissa passt Matrjoschka. Diese hat mir mein Mann aus Moskau mitgebracht. Ist sie nicht wunderschön?
Matrjoschka matches Vasilissa. Ma husband brought me one from Moskau. Isn’t she beautiful?
Bilder gefunden auf Pinterest
How do we manage our daily life in a time when the meaning of living is surviving? How do we protect ourselves if the surrounding seems hostile? How do we protect ourselves from all the things happening around and desturbing us?
I remember a time I could not go out of the house. And if I did, I couldn’t get out in short sleves even if it was hot. I needed a second skin against „the world outside“. So does my son right now, which I can perfectly understand.
My son tries to keep a low profile. He wants to hide and asked me to sew him a kind of arm“warmer“ to cover a tatoo on his forearm he doesn’t want to talk about anymore. I don’t know if it is true that everybody askes about the tatoo as he tells me. What’s the truth, what’s reality anyway.
I checked pinterest to find inspiration. Have you heard of Jared Leto? He seems to be quite famous. Do you think he hides a tatoo on his forearm too? – As I discoverd, he actually does. I must tell my son. 🙂
Manchal bedeutet Leben nacktes Überleben. Wie schützen wir uns dann vor den Ereignissen, die um uns herum passieren und uns beunruhigen? Wie schützen wir uns, wenn die Welt um uns herum feindlich scheint?
Ich erinnere mich an eine Zeit, da konnte ich nicht aus dem Haus gehen. Und wenn ich es doch tat, trug ich lange Ärmel, auch wenn es heiss war. Ich brauchte eine zweite schützende Haut. Deshalb kann ich gut nachvollziehen, dass es meinem Sohn im Moment auch so geht.
Mein Sohn versucht, nicht aufzufallen. Er möchte sich verstecken, weil er so verletzlich ist. Deshalb hat er mich gefragt, ob ich ihm einen Ärmel nähen könnte, damit er sein Tatoo auf dem Unterarm abdecken kann. Offenbar fragen alle, was es bedeutet, aber darüber möchte er nicht reden. Ob das überhaupt wahr ist? Aber was ist schon Wahrheit, was Realität.
Ich suchte auf Pinterest nach einer coolen Idee. Dabei bin ich auf Jared Leto gestossen, der doch ziemlich berühmt zu sein scheint. Ob er unter seinen schlichten Armwärmern auch ein Tatoo verbirgt? Wie ich herausgefunden habe, tut er das tatsächlich. Der Ärmel ist einfach umzusetzen: Von einem alten Langarmshirt den Ärmel in passender Länge ausgeschnitten und mit dem Overlockstich der Haushaltnähmaschine knapper genäht. Fertig.
Also: Machen statt pinnen bei Geschwistergezwitscher.
Die erste Ferienwoche ist schon vorbei, und immer habe ich mich noch nicht daran gewöhnt. Beim Kaffeetrinken zum Beispiel ertappe ich mich, dass ich fast gehetzt überlege, was ich denn als nächstes tun könnte. Aber dann fällt mir ein, dass ich ja jetzt unendlich viel Zeit habe, die nur durch wenige Verabredungen unterbrochen ist. Heute um 8 Uhr, morgen um 10 Uhr. Und dazwischen ein bisschen Holz stapeln, aber nur so lange, dass der Nacken nicht schmerzt. 🙂
I’m still not used to have all the time of the world to do whatever crosses my mind. I sometimes recognice that I am quite stressed. What to do next? But then I realise that I am on vacation for a long time and do not have to go back to work in four weeks. How very relaxing, how wonderful!
Ich kann dieser Tage tun, wozu ich gerade Lust habe. Gestern zum Beispiel fuhr ich nach St. Gallen. Ausgiebig durch das Angebot im Brocki stöbern ist ein spezielles Vergnügen. Diesmal fielen mir Bücher aus meiner Kindheit in die Hände. Und dann war auch mein Lieblingsbuch für drei Franken zu haben. Jetzt habe ich eine Ausgabe auf Vorrat.
I drove to St.Gallen yesterday and went to the thrift store, the one that have lots of clothes and dishes. They have also a wide range of books, which brought me into my past. As soon as I could read I read „Der Schneemann in der Schule“. The story is told in an old-fashioned way, but I still love it. „Diviko und die Römer“ tells the story of an important battle between the Romans and the people from Helvetia – one of them was Divico. It’s a history book.
Wer erinnert sich an die SJW-Heftchen? Gibt es die heute noch? Einmal im Jahr langen sie im Schulhaus auf, und ich drufte jeweils zwei, drei auswählen. „Der Schneemann in der Schule“ ist fürs erste Lesealter empfohlen (wohl nicht mehr ganz zeitgemäss), Divico und die Römer behandelt die Schlacht von Bibracte. Alea jacta sunt! Aus Sicht der Helvetier. Vor wenigen Tagen habe ich meinem Mann von diesem Büchlein erzählt. So gut, dass ich es ihm sogar zeigen kann.
Heidi habe ich gefühlt hundertmal gelesen, hundertmal die Filme geschaut, tausendmal von der Alp geträumt, vom Rauschen in den Tannen, dem Gemecker der Ziegen, der schäumenden Milch im Kessi, dem Feuer darunter. Wer weiss.
There are so many editions of „Heidi“, translated into many languages. I’ve read the book a hundred times, seen the films a hundred times, too. One day in the nearer future I want to live and work on a mountain pasture for a summer. After my retirement? Or next year? Who knows.
Und dann war heute endlich der Moment da, einen Leseknochen zu nähen. Es ging ganz schnell. Schnittmuster finden sich im Internet ebenso wie Videos. Jetzt aber ab nach Montana zu den Wölfen.
Meanwhile there is time for so many pleasant things, like sewing a pillow specifically for reading. But now, I’m leaving you for a mental visit with the wolves in Montana.
Die letzte Woche verbrachte ich vier Tage an einem wirklich bezaubernden Ort. Ich war im Berner Oberland im Freilichtmuseum Ballenberg, wo man traditionelle Häuser und Bauten aus der ganzen Schweiz bewundern kann. Leider hatte ich keine Zeit, mir die wunderschönen Häuser genauer anzuschauen, aber am Morgen und Abend durchs Museum zu gehen, wenn keine anderen Menschen da waren, hatte einen ganz besonderen Zauber.
I spent some time at a wonderful place in the Berner Oberland. Ballenberg is an openair museum that shows houses from all regions of Switzerland. The houses have been pulled down and rebuilt in Ballenberg, but it looks like they have never been somewhere else. You expect poeple come out of the houses anytime. You can also see old and new trades there, visit exhibitions, work as a help on a farm. During summer, there is an openair theatre at the moment. „Ueli dä Chnächt“ by Jeremias Gotthelf, a very famous play. Unfortunatelly, tickets are sold out.
Einmal wollte ich eigentlich durch die Zentralschweiz nach Hause gehen, habe mich aber prompt verlaufen. Dafür kam ich dann am nächsten Tag durch die Ostschweiz, was auch nicht so beabsichtig war. Ja, man kann sich tatsächlich verlaufen im Ballenberg.
Beim Eingang West steht das Kursgebäude. Da wurden letzte Woche Alphörner gebaut, Lehmverputze verstricken, Skulpturen geschweisst und Wünschelruten und Pendel erstellt. Und für mich besonders von Bedeutung: Bei Franz Kälin aus Brienz wurden Schuhe gefertigt. Richtige Schuhe, mit Brandsohle, Gummisohle und echtem Leder. Kurz, es waren wunderbare Tage an einem wunderbaren Ort. Das Kursangebot (ballenbergkurse.ch) ist grossartig, ich werde bestimmt wieder einmal hin gehen.
Anyway, I took a course, making my own shoes. You may know that my grandfather was a shoemaker, so I thought it would be nice to do what he did a long time ago. I sure have to go a second and third time to get the skills. 😉 But for now I am happy with what I mastered with the help of Franz Kälin.
Das ist das erste Paar Schuhe. Ich konnte mich fast nicht entscheiden, welches Leder aus der Fülle auszuwählen. Zur Auswahl stand auch ein hinten offener Schuh, gerundet oder spitz. Schwierig, schwierig.
Finally, three pairs of shoes in all the same shade of colour matching my nail polish. 🙂
This is a human rights blog in which I address issues of general concern freely and spontaneously. It is not an official blog nor is it issued in my function as United Nations Independent Expert on the Promotion of a Democratic and Equitable International Order. It is a private blog intended to further an informal exchange of views in the democratic spirit of freedom of opinion and respect for the opinions of others.
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