Direkt zum Inhalt
ANNO Historische Zeitungen und Zeitschriften

main_navigation

Information
Über ANNO
ANNO-Metadaten (ÖNB Labs)
Kooperationspartner
Projektteilnahmen
Kurzbeiträge zu historischen Zeitungen
Weitere Digitalisierungsprojekte
Liste der Neuzugänge
Hilfe
FAQs
Suchen in ANNO
Help
FAQs
Search in ANNO

Alphabetische Liste Jahresübersicht Thematischer Einstieg

Sie suchen in 28 Millionen Seiten und mehr als 1600 Titeln

Neu bei ANNO

article image
Bukovina, 01.01.1913, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Bukovina
article text

11.06.2026: Die Jahre von 1912 bis 1914 sind nun online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Welt-Illustrierte der Österreichischen Zeitung, Nr.1, 1948, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Welt-Illustrierte der Österreichischen Zeitung
article text

01.06.2026: Die Jahre 1948-1955 sind online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Bukovina, 13.4.1895, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Bukovina
article text

22.05.2026: Die Jahre 1895-1897 sind online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Montafoner Gemeindeblatt, 11.10.1930, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Montafoner Gemeindeblatt
article text

07.05.2026: Die Jahre 1930-1940 sind online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Mode und Heim, Nr. 2, 1931, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Mode und Heim
article text

29.04.2026: Die Jahre von 1931 bis 1933 sind nun online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Neue Zeit, 18.05.1955, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Neue Zeit
article text

17.04.2026: Die Jahre von 1952 bis 1955 sind nun online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Oberösterreichische Nachrichten, 31.12.1953, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Oberösterreichische Nachrichten
article text

13.04.2026: Die Jahre von 1951 bis 1955 sind nun online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Wiener Zeitung, 13.3.1737, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Wiener Zeitung
article text

17.03.2026: Die Jahre 1737-1738 sind online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Ruthenische Revue, Nr.1 1903, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Ruthenische Revue
article text

09.03.2026: Die Jahre 1903-1915, 1917 sind online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Vídeňské svobodné listy, Nr.1-2, 2023, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Vídeňské svobodné listy
article text

20.02.2026: Das Jahr 2023 ist online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Wiener Zeitung, 1.1.1735, S. 1, ANNO/ÖNB
article title
Wiener Zeitung
article text

19.02.2026: Die Jahre 1735-1736 wurden ergänzt!

article url
Zum Digitalisat
article image
Soziale Sicherheit, Nr.1/2025, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Soziale Sicherheit
article text

19.02.2026: Das Jahr 2025 ist online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins, 2023, Titelblatt, ANNO/ÖNB
article title
Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins
article text

18.02.2026: Das Jahr 2023 ist online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Linzer Volksblatt, 2.1.1952, S. 1, ANNO/ÖNB
article title
Linzer Volksblatt
article text

16.02.2026: Das Jahr 1952 ist nun online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Der Landbote von Vorarlberg, 7.1.1911, S. 1, ANNO/ÖNB
article title
Der Landbote von Vorarlberg
article text

16.02.2026: Die Jahre 1911-1916 wurden ergänzt!

article url
Zum Digitalisat
article image
Der Wanderer, 8.1.1853, S. 1, ANNO/ÖNB
article title
Der Wanderer
article text

16.02.2026: Das Jahr 1853 ist online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Der Neue Mahnruf Nr.4/2025, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Der Neue Mahnruf
article text

12.02.2026: Das Jahr 2025 wurde ergänzt!

article url
Zum Digitalisat
article image
Sport-Telegraf, 23.1.1938, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Sport-Telegraf
article text

04.02.2026: Die Jahre von 1934 bis 1938 sind nun online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Die Zeit: sudetendeutsches Tagblatt, 26.1.1944, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Die Zeit: sudetendeutsches Tagblatt
article text

26.01.2026: Die Jahre 1944-1945 sind online!

article url
Zum Digitalisat
article image
Das kleine Volksblatt, 26.1.1934, S.1, ANNO/ÖNB
article title
Das kleine Volksblatt
article text

26.01.2026: Die Jahre 1934-1937 sind online!

article url
Zum Digitalisat
image
"Frauenstudium in Amerika: Professorinnen und Studentinnen in der neueröffneten chirurgischen Klinik der Frauen-Universität von Pennsylvanien", Blatt der Hausfrau, Nr. 30 1910/11, S.3
image description
"Frauenstudium in Amerika: Professorinnen und Studentinnen in der neueröffneten chirurgischen Klinik der Frauen-Universität von Pennsylvanien", Blatt der Hausfrau, Nr. 30 1910/11, S.3
title
Fundstücke
sub-title
„Fräulein Privatdozent“ oder “Irrgänger, welche die Familie unterminieren“ – Der steinige Weg für Frauen an die österreichischen Universitäten
Body

Der aus den USA stammende „Girls-Day“, welcher in Österreich heuer am 23. April stattfindet, soll Schülerinnen auf Berufsfelder mit niedriger Frauenquote aufmerksam machen. Aus diesem Anlass wollen wir den steinigen, aber erfolgreichen Weg von Frauen an die Universitäten nachzeichnen – Orte des Wissens und Ausbildungsmöglichkeiten, die ihnen lange Zeit vorenthalten waren.  

Vor dem späten 19. Jahrhundert finden sich nur vereinzelte Zeitungsmeldungen über „gelehrte Frauenzimmer“ (Churbaierische Intelligenzblätter, 04.04.1772, S. 107), welche als Studentinnen oder Professorinnen an Universitäten im europäischen Raum tätig waren. Im Jahr 1772 wird beispielsweise über den Tod der Universitätsprofessorin der Philosophie sowie Experimental-Physik in Bologna –Laura Bassi – berichtet (vgl. Churbaierische Intelligenzblätter, 04.04.1772, S. 107), welche als erste Professorin Europas gilt.  Ein anderer Bericht informiert über die Verleihung eines Doktortitels in Philosophie der Universität Magdeburg an eine Frau Wyttenbach im Jahre 1827 (vgl. K. K. priv. Prager Zeitung, 24.08.1827, S. 2). 

Erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts nimmt auch hierzulande der Druck von Frauen, an österreichischen Universitäten studieren zu dürfen, zu. In den Jahrzehnten vor und nach der Jahrhundertwende entscheiden sich daher immer mehr Studienrichtungen dafür, auch Frauen zum Studium zuzulassen. Die Meinung der Öffentlichkeit diesbezüglich ist oft kritisch und sorgenvoll. Einerseits werden studierende Frauen als Bedrohung der im Christentum zugedachten Rolle der Frau im Haus und als "Seele der Familie" angesehen (Oesterreichische Frauen-Zeitung, 01.09.1901, S. 1-2; vgl. Das Vaterland, 05.12.1895, S. 2). Andererseits wird Anstoß an der Teilnahme der Studentinnen an den Traditionen des Studentenlebens genommen, diese würden „die Frauen in ihrer Weiblichkeit schädige[n]“ (Freie Stimmen, 31.12.1910, S. 14). So plädiert ein Artikel 1910 für einen Ausschluss der Frauen von den traditionellen „Kommers“, also von jenen offiziellen studentischen Festen, die zu besonderen Anlässen abgehalten wurden. (vgl. ebd.). 

Glücklicherweise finden sich jedoch auch neutrale und gar konträre Meinungen in der damaligen österreichischen Presselandschaft. In der Hausfrauenzeitung wurde 1907 eine hoffnungsvolle Rede auf das Erreichen eines „Markstein[s] in der Geschichte der Gleichberechtigung“ (Wiener Hausfrau, 06.10.1907, S. 1) abgedruckt. Gemeint war hierbei die Zulassung der ersten Frau als Privatdozentin an einer österreichischen Universität. Frau Dr. Elise Richter durfte nun in besonderen Ausnahmefällen an der Universität Wien Vorlesungen im Bereich der romanischen Philologie abhalten (vgl. ebd; Jahresbericht des Vereines für erweiterte Frauenbildung in Wien, 1906/07, S. 3). Ihr mühsamer Weg wird in einem 1935 erschienen Artikel zu ihren Ehren in der Zeitschrift „Die Österreicherin“ nachgezeichnet (vgl. Die Österreicherin, Nr. 3 1935, S. 2). 

Trotz einzelner Pionierinnen war die universitäre Laufbahn für Frauen noch lange keine Selbstverständlichkeit. Beispielsweise wird erst 1929, also über 20 Jahre später, eine Frau als Dozentin an der medizinischen Fakultät zugelassen (vgl. Grazer Volksblatt, Beilage ‚6-Uhr-Blatt‘ 21.12.1929, S. 3).  

Glücklicherweise stehen Frauen heute dank vieler Vorstreiterinnen alle Berufe mit der entsprechenden Ausbildung offen. Hoffentlich hilft der Blick in die Vergangenheit, sich bei der Ausbildungs- und Berufswahl nicht von gesellschaftlichen Erwartungen oder Normen beeinflussen zu lassen und mutig die eigenen Interessen zu verfolgen.

 

Die beiden Zitate im Titel stammen aus der Wiener Hausfrau, 06.10.1907, S. 1 und der Oesterreichische Frauen-Zeitung, 01.09.1901, S. 2 

image_url
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bdh&datum=1910&page=1079&size=…

Footer

Impressum
Kontakt
Barrierefreiheitserklärung
Copyright © 2021 Österreichische Nationalbibliothek