Patchworkstoff und Siebdruck – das geht gut zusammen
Vergangenen Samstag trafen sich acht Frauen, nein neun, denn Michaela von Müllerin Art war Gast bei mir. Mit mir waren wir also zehn. Das war das dritte kreative Treffen mit Michaela. Zwei mal hat sie acht Damen gezeigt, wie man Bücher mit Stoff beziehen kann. Schon damals nahmen die Teilnehmerinnen einen weiteren Weg auf sich um dabei zu sein. So war es auch dieses Mal. Heidi machte sich von Gießen auf den Weg nach Bensberg! Am Samstag habe ich ein paar Eindrücke eingefangen und Bilder auf Instagram gezeigt. Die Müllerin und ich staunten nicht schlecht, wieviele Anfragen kamen, wir hätten wohl einen zweiten Workshop voll bekommen. Wir beide haben direkt unsere Nasen in die Terminkalender gesteckt und uns für den Samstag 14.10.2017 entschieden. Wir treffen uns dann wieder für vier Stunden um mit euch zu drucken was das Zeug hält. Der Kurs kostet 55 € incl. Stoff und Farbe. Anmeldung: 02204-4822330 oder [email protected]
Immer wieder suchen wir nach Möglichkeiten wie man Stoff, Farbe und Papier zusammen bringen kann. Dieses Mal war unser Thema „Siebdruck trifft Patchworkstoff“. Jede der Teilnehmerinnen suchte sich im Vorfeld Stoffe aus, die ich dann in Quadrate zu 5 x 5″ (12,5 x 12,5 cm) zugeschnitten habe. Vorher war ich ein Weilchen mit Schneiden beschäftigt, aber gut vorbereitet bekam dann zu Beginn des Kurses jede Dame ihr kleines Stoffpaket.
Ein Großteil der acht Mädels wählten einfarbige Stoffe, so schnitt ich meine „Pure Elements“ von Art Gallery fabrics in passende Quadrate und die feine Struktur der Stoffe brachte wirklich perfekte Ergebnisse!
Eine Flut von Bildern
Hier wurden leicht gemusterte Stoffe ausgewählt und auch hier sieht das Ergebnis ganz toll aus. Auf dem Bild ist die Farbe noch nicht ganz trocken. Der Stoff mit den Pünktchen in Neon ist von Cotton & Steel.
Auch ich habe ein Stoffquadrat selber bedruckt. Die Siebdruckschablonen wurden dabei satt mit Farbe eingestrichen. Wir hatten glatt vergessen in unserer Einladung für den Workshop zu erwähnen, dass eine Schürze wirklich sinnvoll ist dabei. Aber alles ist gut gegangen.
Michaela hatte ihren Wäscheständer von zu Hause mitgebracht. Alle acht Damen waren so emsig dabei, dass der Wäscheständer schnell kein freies Plätzchen mehr hatte und alle freien Flächen im Laden zum Trocknen genutzt wurden!
Michaela brachte ihre Siebdruckschablonen mit. Inzwischen hat sie eine beeindruckende Sammlung. Die Vorlagen für den Siebdruck hat sie allesamt selber entworfen und bei Jeromin anfertigen lassen. Dort findet ihr aber auch eine Menge schon fertiger Schablonen!
Michaela und ich hecken schon etwas Neues für euch aus. Aber das ist noch nicht spruchreif, wir werden an unserer Ideen noch ein wenig weiter basteln. Schaut gern auf ihrem Blog vorbei, auch sie hat einen Artikel über unseren Workshop mit wunderschönen Bildern veröffentlicht.
Habt ihr Lust bei Müllerin Art mal einen Kurs mitzumachen? Sie macht einige Workshops im Papiermühle alte Dombach, ein wunderschöner Fleckchen Erde mit alten Fachwerkhäusern. Der perfekte Ort um Bücher zu binden mit wunderschönem Papier, dass ihr selber mit Siebdruck und Stempeln verschönert!
Im September erscheint Michaelas erstes Buch „Bunte Bücher“ im Hauptverlag. Ich bin soooo gespannt darauf!
Mir klingelt es im Ohr und ich höre viele von euch sagen: Gott sei Dank ist endlich Juli und wir erfahren, wie es weiter geht mit dem nächsten Block!
Seid herzlich willkommen in der zweiten Halbzeit des Jahres 2017 und somit auch in der zweiten Halbzeit unseres Quilt Alongs 6Köpfe – 12Blöcke! Nun bin ich das zweite Mal Gastgeberin in diesem Jahr nach dem Monat Januar. Mit dem Block Rolling Stone hatte ja alles begonnen…
Im Juli ist der Snail´s Trail (Schneckenpfad) unser Thema. Durch die gut sichtbare Drehung im Block erinnert er an die Spur einer Schnecke und auch an die Form vom Schneckenhaus. Dieser Block hat einige Verwandte und jeder von ihnen hat einen anderen Namen, dabei ist die Anordnung der Teile im Block leicht verändert: unter anderem der „Indiana Puzzle“, „Monkey Wrench“ und „Friendly Hand“. Anhand dieses Links könnt ihr die leichten Abwandlungen im Block mit den verschiedenen Namen vergleichen.
Vermehrt ist der Block und seine Variationen in den 1920iger und -30iger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgetaucht. Wahrscheinlich ist er aber schon viel älter, denn die Verbreitung dieser Blöcke begann mit den ersten Zeitschriften Ende des 19. Jahrhunderts für die Landbevölkerung. Dort war oft eine Anleitung von Blöcken abgedruckt und wurde so von Nachbarin zu Nachbarin weiter gegeben. Die Farmersfrauen teilten ihr Wissen und Können untereinander, trafen sich und nähten zusammen. Die Jüngeren lernten von den Älteren. Im Quilt Index könnt ihr einige an die hundert Jahre alte Quilts mit Snail´s-Trail-Blöcken bestaunen.
Snails-Trail: Stoffauswahl und Zuschnitt der Blockteile
Beim Snail´s Trail ist eine kontrastreiche Stoffauswahl wichtig, damit das Muster klar zu erkennen ist. Dieser klassische Block wurde oft mit nur zwei (hell/dunkel) verschiedenen Stoffen genäht. In einem Quilt, der nur aus Snail´s Trail Blöcken besteht, erscheinen Rundungen, obwohl die Blöcke nur aus Geraden zusammen gesetzt sind. Es entsteht also eine Illusion von Spiralen oder Swirls. Auf meinem Board bei Pinterest habe ich einiges an Inspiration zum Thema gesammelt. Unser Juli-Block gehört zu den Mustern „Square in a Square“ (Quadrat im Quadrat) mit einem einfachen 4-Patch-Mini-Block (Four Patch) in der Mitte.
So wird genäht
Wie ihr es nun schon seit Januar gewohnt seit (die Erfahrenen unter euch natürlich schön länger), näht ihr mit dem Viertel-Inch Füsschen um die Nahzugabe korrekt einzuhalten. Damit sich nachher die Illusion der Drehung im Block ergibt, näht ihr die vier kleinen Quadrate in Paare so zusammen, wie auf dem Bild zu sehen. Der Four Patch ist entstanden. Die Nahtzugaben habe ich auseinander gebügelt.
Weiter geht es mit den beiden Quadraten (3 7/8) hell und dunkel. Die habt ihr inzwischen diagonal geteilt.
Mein Tipp: Die vier dabei entstandenen Dreiecke faltet ihr einmal in der Mitte, damit ein gut sichtbare Falz entsteht. Der Knick hilft gleich dabei, das Dreieck richtig anzulegen. Alternativ könnt ihr hier auch eine Markierung mit einem Trickmarker machen, so wie es Verena beim Nähen ihres Pinapples im Juni gezeigt hat. Benutzt unbedingt Stecknadeln um die Dreiecke gut zu fixieren. Die Quadrate wurde ja diagonal in zwei Dreiecke zerteil und ihr näht sie im 45° Winkel zum Fadenlauf wieder an. Der Stoff ist hier sehr dehnbar! Nadra {ellis and higgs} hat einen Artikel „Präzision durch Sprühstärke“ geschrieben. Durch die Anwendung der Stärke habt ihr mit dem Dehnen des Stoffes weniger Probleme.
Die beiden hellen Dreiecke positioniert ihr gegenüber, näht und bügelt die Nähte zusammen nach aussen. Danach sind die beiden Dunkleren an der Reihe.
Das Trimmen des Blocks
Sind alle vier Teile an unser Four Patch angenäht, trimmen wir die Nahtzugabe. Dabei legt ihr euer Lineal im rechten Winkel an den Block an und schneidet die Nahtzugabe auf ein viertel Inch zurück. Das Trimmen, oder Nachschneiden der Blöcke ist nach jedem Arbeitsschritt beim Nähen vieler kleinteiliger Blöcke wichtig. Das war auch im letzten Monat der Fall, als Gesine uns allen ihren vielteiligen Pinapple Block präsentiert hat.
So sieht euer Block nun aus, wenn alle Nahtzugaben getrimmt worden sind. Die Nähte sind zu einer Seite und nach aussen gebügelt.
Folgen nun unsere nächsten beiden Dreieckspaare, die sich aus den Quadraten mit der Größe von 5 1/4 Inch ergeben haben.
Auch hier hilft es, wenn ihr das Dreieck mit einer Falz verseht. Man nennt es auch Fingerbügeln. Erst wieder die beiden, die sich gegenüberliegen annähen, bügeln, dann das nächste Paar. Sind alle Dreiecke angenäht, ihr ahnt es, geht s ab zum Bügelbrett. Die Nähte werden wieder nach aussen gebügelt und danach werden sie getrimmt.
Nun schnappen wir uns die vier großen Dreiecke, die aus den beiden Quadraten (Größe 6 7/8) entstanden sind. Auch hier wie in den vorigen Runden beschrieben, falzen, gegenüberliegend annähen, Nahtzugabe auf ein viertel Inch trimmen und bügeln. Achtet dabei darauf, die Dreiecke so anzunähen, dass sich die Drehung im Block ergibt. Der „Four Patch“ (Teile 1 und 2) liegt jetzt diagonal im Block.
Und so sieht nun der fertige Block mit der Größe von 12,5 Inch im Quadrat aus. Der Snail´s Trail ist fertig!
Tipp: Wirklich wichtig ist das Trimmen der Nahtzugaben auf ein viertel Inch bei jeder Runde nach dem Annähen der Dreiecke! Nur so könnt ihr sicher gehen, dass immer die Spitze der letzten Runde getroffen wird.
Snail´s Trail ein ganzer Quilt?
Je nachdem man die Blöcke dreht und wendet, kommen ganz interessante Ergebnisse zum Vorschein!
Nun ist ja meine Block sehr Grau-Schwarz, alles andere als farbenfroh! Die anderen fünf Köpfe sind in ihrer Farbauswahl wirklich bunter. Um mal zu sehen, wie das so aussehen könnte, habe ich zum ersten mal auch Nadras Ausmalbild benutzt und meine Buntstiftkiste gezückt. Mir gefällt der Snail´s Trail so gut, so dass ich mich entschlossen habe, einen ganzen Quilt draus zu nähen. Er ist schon in Arbeit. Darüber werde ich dann im Blog von BERNINA berichten.
Auch in diesem Monat wird es ein tolles Giveaway geben, aber das ist noch geheim. Mehr dazu am Ende des Monats!
Wenn ihr eure Blöcke bei Instagram zeigt, dann benutzt den #6köpfe12blöcke und für den Monat Juli #12blöckejuli. Die anderen fünf Köpfe und ich sind so gespannt, welch schöne Snail´s Trails ihr uns in unsere Facebookgruppe und auf Flickr zeigt! Oder schaut auf unser gemeinsames Board bei Pinterest, wo wir alle Blogbeiträge, die über unseren Quilt-Along berichten, verlinken!
Hier sind noch einmal all unsere Anleitungen für die Monatsblöcke von unserem Quilt-Along in der Übersicht:
Habt viel Spaß beim Nähen des Snail´s Trail im Juli. Auf zu neuen Taten: im August wird euch Nadra auf ihrem Blog ellis&higgs zum nächsten Block begrüßen!
Wie in den Monaten davor, seid ihr ganz herzlich dazu eingeladen, eure Blöcke hier zu verlinken
die Linkparty gilt nur für Blogs
vergiss bitte den Backlink zu meinem Blog nicht in deinem Blogpost
wer nicht weiß, wie man das alles macht, der kann bei Katharina eine tolle Anleitung dazu lesen!
Wer hätte das gedacht: eine meiner Lieblingsbeschäftigungen Nähen mit der Hand scheint im Moment das Thema zu sein auf den Social Media Kanälen. Vor allem auf Instagram habe ich das verfolgen können. Schaut euch unbedingt mal die wunderschönen Blüten von Alexandra an, die im Ganzen zu einem „La Passacaglia Quilt“ werden. Ist das nicht der helle Wahnsinn?
Englisch Paper Piecing
Toll ist, dass man Hexies und den dazu gehörigen Nähkram überall mit hinnehmen kann. In´s Schwimmbad, an den Strand beim Bahn- oder Zugfahren, im Wartezimmer …Selbst während der Autofahrt ist es möglich Hexies zu nähen, natürlich nur wenn der Gatte das Fahrzeug lenkt. Es gibt sogar Täschchen, die extra für´s Hexie nähen gemacht sind. Verena {einfach bunt Quilts} hat so eine entwickelt und verkauft sie in ihrem Shop. Die „gemeine“ Sew Together Bag“ tut´s natürlich auch.
Viel braucht es nicht um diese kleinen Hexagone herzustellen. Man kann vorgeschnittene Papierschablonen verwenden. Diese gibt es in 100er Packs aus Tonkarton zu haben. Man kann sie sich auch gut selber ausdrucken zu Hause auf dem eigenen Drucker. Auf normalem Druckerpapier ist das möglich, besser ist es aber stärkeres Papier dafür zu benutzen.
Hier und hier sind zwei deutschsprachige Seiten, wo ihr euch Vorlagen runter laden könnt. Katharina {greefietsen} und Gesine {Allie and me} haben beide kürzlich erst über das Thema Tutorials verfasst und die sind wirklich anfängerfreundlich. Auch dort bekommt ihr ganz wertvolle Tipps rund um das Thema.
Gesine und Katharina haben nun durch die Social Media Kanäle mich und nicht nur mich, sondern auch viele andere angesteckt. Na ja, sagen wir mal, wieder angesteckt. Denn ich hab jetzt längere Zeit keine Hexies mehr in der Hand gehabt. Ausserdem schlummert in der Kommode ein Top, natürlich aus Hexies, vor einigen Jahren begonnen…der Stil ist nun nicht mehr meiner und so kann ich mich nicht recht aufraffen weiter zumachen. Die Röschen in Rosa und die Tilda-Stoffe aus einem irgendwie anderen Leben passen jetzt nicht mehr so recht zu mir.
Allie and the Dude
Am letzten Wochenende hatte ich einen dicken Umschlag im Briefkasten. Inhalt: die neuen Paper-Piecing-Schablonen von „Allie and the Dude“, ein Gemeinschaftsprojekt von Allie and me Design und Dudestarsquiltung (Philipp, nämlich der, der unser Dreseden Plate Lineal für unseren 6Köpfe-12Blöcke Quiltalong gemacht hat). Es war eine große Freude diese tollen Dinger zu testen, sie sind rollschneidertauglich und robust! Wirklich Klasse! Davon werde ich welche bestellen, ich hoffe ich bekomme auch welchem denn sie sind heiß begehrt.
Wer mit mir in gemütlicher Runde gerne die Technik Paper-Piecing, also nähen mit der Hand mit Hilfe von Papierschablonen erlernen möchte, ist hier herzlich eingeladen. Einen Aufruf auf Instagram hatte ich diese Tage schon gestartet und war verblüfft über die Resonanz! Das Thema kam bei euch so richtig gut an und so würde ich gern, nachdem wir zusammen Hexagone hergestellt haben einen zweiten Teil hinzufügen und euch zeigen, wie man schwebende Hexagone näht. Dazu brauchen wir dann wieder die Nähmaschine.
Schwebende Hexies
Hier sind die Termine:
Handnähen mit Hexies: am Samstag 12.08.2017 von 14-18 Uhr – hier weihe ich euch in die Kund des Paper Piecings ein und stellen Hexies her, die wir für den zweiten Teil des Workshops brauchen. Kosten 45 €
Wir nähen schwebende Hexies: am 19.08.2017 von 14-18 Ihr – hier zeige ich euch, wie man die Hexies aufnäht – Kosten hier auch 45 €
Beide Kursteile können gern unabhängig voneinander gebucht werden. Anmelden könnt ihr euch telefonisch oder per email: 02204-4822330; [email protected]
♥Alle von mir verwendetet Stoffe sind von Cotton & Steel♥