Die heutige Gewürzreise führt uns nach Indien. Von dort kommt nämlich das meiste Kurkuma. Es wird auch Gelbwurz, Gelber Ingwer und Safranwurzel genannt.
Die frischen Rhizome (Sprossen des Wurzelstocks, in denen die Nährstoffe für den Winter gespeichert werden) sind außen bräunlich und innen leuchtend orange.
Zu uns kommen sie als Ganzes frisch, getrocknet oder in Pulverform.
Kurkuma schmeckt etwas holzig, erdig – ein klein wenig pfefferig.
Kurkuma soll sehr gesund gesund sein. Es regt die Bildung von Magen- und Gallensäften an, wirkt entzündungshemmend und soll sogar noch vieles andere bewirken.
Wenn Sie Kurkuma in der Küche verwenden, sollten Sie vielleicht Handschuhe tragen, denn es färbt ganz schön. Ich mache das nie. Bei mir kann alles färben, wie es will:)
Um dem Professor eine Freude zu machen, und weil es Spaß macht zu experimentieren, habe ich Bavette mit Kurkuma-Sauce und frischem Oregano zubereitet.
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Linguine mit Marsalasauce, Datteln und Salbei

»Nudeln soll man nicht ertränken.« Ein Lied mit diesem Titel wünsche ich mir von Max Raabe. Die Sauce sollte nur ganz leicht an ihnen kleben. Wie eine Zierde. Ein kulinarisches Accessoire. Geduldig ertragen sie es, wenn man sie in kochendes, gesalzenes Leitungswasser taucht. Vielleicht empfinden sie Pein und dennoch erwarten sie freudig ihren Auftritt. Mit Tomatensauce, Basilikumpesto oder besonderen Raffinessen. Mit offenen Armen empfangen Nudeln jeden kreativen Koch und jede Idee. Habt sie lieb. Lasst sie an der frischen Luft. Nur etwas Sauce. Das lieben Nudeln.
Heute möchte ich Ihnen Linguine mit Marsalasauce vorstellen. Bereichert mit gehacktem Salbei, mittelaltem Gouda und ein paar getrockneten Stückchen Datteln.
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Herr Grüns Neapolitanischer Haselnusskuchen
An regnerischen Sommertagen experimentiere ich viel im Kochlabor.
Der Professor werkelt dann entweder im Keller oder im Garten. Heute entwickelte er eine Bewässerungsmaschine, die besonders ausgeklügelt ist. Er hatte mir alles erklärt und mir auch Skizzen gezeigt. Weil er so brummig war – also wegen des schlechten Wetters, – habe ich ihn oft gelobt. Das hilft meistens.
Derweil er also diese Maschine baute, dachte ich mir ein Rezept aus, bei dem sich die Hafermasse nutzen lässt, die man bei der Hafermilchgewinnung erhält. Die Masse ist Teil einer Nussfüllung, die ich für einen Haselnusskuchen verwende.
Als der Kuchen fertig gebacken war, stand der Professor auch schon im Kochlabor.
»Ich hatte Sie doch noch gar nicht gerufen.« Ich staunte.
»Das Fenster ist offen und es duftet so.« Er lachte.
Also – wie Sie sehen, sind wir auch an regnerischen Tagen kreativ. Was machen Sie an solchen Tagen?
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Belugalinsensalat mit Briestücken, Orangenfilets und Mandelkrokant in einer Kokos-Curry-Vinaigrette
Zu manchen Zutaten habe ich eine ganz besondere Beziehung. Belugalinsen hatte ich bei der Entwicklung meines Kochbuches kennengelernt, und sie habe mich von Anfang an fasziniert und auch meine Sympathie gewonnen. Kleine, schwarze Perlen, die wundervoll als Träger von anderen Aromen wie Orangen, Kokos oder Curry dienen. Selbst halten sie sich dabei zuerst etwas zurück. Dann öffnen sie sich aber und man erntet ihr dezentes, erdiges Aroma. Ein Genuss.
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