Esel

Gott hat die Esel geschaffen, damit sie dem Menschen zum Vergleich dienen.

 

Heinrich Heine (1797-1856) deutscher Dichter und Schriftsteller

 

Foto Brigitte Fuchs

 

Esel sind nicht störrischer als Pferde. Sie geben dir nur mehr Zeit zu überlegen, was du falsch gemacht hast.

 

Von Unbekannt

 

Foto Brigitte Fuchs

 

Gibt es ein Geschöpf, das so sicher, entschieden sich selbst vertrauend, feierlich und ernsthaft wäre wie der Esel?

 

Michel de Montaigne (1533-1592) französischer Jurist, Politiker und Philosoph

 

Und dann noch ein Bild vom gestrigen Ausflug (mit der Bahn) nach Lugano, mit dem ich mich für alle inzwischen eingetroffenen Kommentare bedanke:

 

Foto Brigitte Fuchs: Luganer See mit Monte Bré

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Den Fluss hinab

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Die Steine erklären immer dasselbe:
Es gibt kein Mass für die Zeit

Von Haus zu Haus gehen die Strassen
und führen dennoch vorbei

Derweil schlagen die leichteren
Tage die Beine übereinander

Ob es ihn noch gibt den Fluss
wenn er einbiegt ins Meer

 

Brigitte Fuchs
Aus „Es tanzt der Stein“, Gedichte, edition 8, Zürich 2014

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Sehnsucht

Fotos Brigitte Fuchs

 

(…)

Als der Mensch den Gesang der Vögel vernahm und die Sonne auf seiner Haut fühlte, gingen auch in ihm Veränderungen vor: Seine Singstimme löste sich, und da er nicht wusste, was er singen sollte, summte er, und seine Nasenhöhle vibrierte und setzte sein Hirn und den Sitz seiner Sehnsucht in Schwingungen.

 

Erwin Strittmatter (1912-1994) sorbisch-deutscher Schriftsteller
Zitat aus seinem Text „Sehnsucht“
In „Erster Kuckucksruf“ Frühlingsgeschichten, Aufbau Taschenbuch Verlag GmbH, Berlin 2000

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GIB, DASS DIE BLUMEN

Foto Brigitte Fuchs: Türlersee

 

Es tritt der kalte zorn überall.
heide und wald sind beide schneefahl;
sonst voller stimmen und widerhall. –

erst, wenn die mädchen den glücklichen ball
werfen, dann kommen sie wieder.

o könnt‘ ich verschlafen die böse zeit.
wach‘ ich die weile, so bin ich voll neid
auf die gewalt, die so breit und so weit.

gib, dass die blumen gewinnen den streit!
gib, dass die blumen gewinnen den streit!

 

Walther von der Vogelweide (1170 – ca. 1230) bedeutendster Lyriker und Minnesänger des Mittelalters
Aus Walther von der Vogelweide „Liebesgetön“, frei übertragen von Karl Bernhard, Diogenes Verlag AG, Zürich 1985

 

Heute ist übrigens der Weltkrebstag. Er findet jährlich am 4. Februar statt und soll die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein rücken.

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Winterbitte

Foto Brigitte Fuchs

 

Winterbitte

 

Worte häuten
zu allen Jahreszeiten

launisch ist das Gedächtnis
unzuverlässig das Glück
Erinnerungen beschlagen den Spiegel

Winterbitte
keine Stürme mehr

 

Wanda Schmid, *1947, Schweizer Lyrikerin, Dramatikerin und Schriftstellerin
Aus „Wer zuerst das Schweigen bricht“, Gedichte, Verlag Janos Stekovics, Zürich 1995

 

Hinweis in eigener Sache:

Am 23. Februar 2017 treffen sich Wanda Schmid und ich im Forum Odeon in Brugg zu einer Lesung mit Werkstattcharakter „EIN (W)ORT FÜR DIE LYRIK.
Mehr dazu unter:

http://www.odeon-brugg.ch/de/programm/gesamtuebersicht/event?event=Brigitte_Fuchs_und_Wanda_Schmid&datum=23.02.2017&zeit=19:00&id=117

 

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Man muss…

Foto Brigitte Fuchs

 

 

Man muss jedem Hindernis Geduld, Beharrlichkeit

und eine sanfte Stimme entgegenstellen.

 

 

Thomas Jefferson (1743-1826) dritter Präsident der Vereinigten Staaten
Text gelesen auf einem Kalender

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Februar

Foto Brigitte Fuchs

 

Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fenstern
und lacht ins Zimmer: wie geht’s? wie steht’s?

Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt…
du sinnst hinaus über deine Dächer…
du sagst, es sei ein schreckliches Wetter,
man werde ganz krank! und bist im stillen
glückselig drüber wie ein Kind.

 

Cäsar Flaischlen (1864-1920) deutscher Dichter und Journalist
Text aus dem Internet

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Wasser ist Körper…

Foto Brigitte Fuchs

 

84

Wasser ist Körper und Boden der Fluss. Das neuste Theater

Tut in der Sonne Glanz zwischen den Ufern sich auf.

97

Siehe, schon nahet der Frühling; das strömende Wasser verzehret

Unten, der sanftere Blick oben der Sonne das Eis.

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) deutscher Dichter und Universalgelehrter
Aus seinen „Vier Jahreszeiten“, Winter Nr. 84 und Nr. 97
Gelesen bei Textlog.de

 

Foto Brigitte Fuchs: Seitenarm der Aare bei Brugg

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Winterfreuden

Fotos Brigitte Fuchs

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Nicht nur der Sommer, sondern auch
Der Winter hat sein Schönes,
Wiewohl man friert bei seinem Hauch,
So ist doch dies und jenes
Im Winter wirklich angenehm,
Besonders dass man sich bequem
Kann vor dem Frost bewahren,
Und auch im Schlitten fahren.

Das weite Feld ist kreidenweiss,
Wem machte das nicht Freuden?
Die Knaben purzeln auf dem Eis,
Wenn sie zu hurtig gleiten,
Und ist nicht die Bemerkung schön,
Bei Leuten, die zu Fusse geh’n,
Dass sie schier alle springen
Und mit den Händen ringen?

(…)

.

Ludwig Eichrodt (1827-1892) deutscher Dichter
Zwei von vier Strophen seiner „Winterfreuden“
Text aus dem Internet

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Anagramm-Zweizeiler 230

Foto Brigitte Fuchs: Vierwaldstättersee von Luzern aus gesehen

 

 

WINTERTAG AM SEE

WAERME STEIGT AN

 

Brigitte Fuchs

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