Es war mal wieder knapp, aber auf der Zielgeraden ist mir glücklicherweise nicht die Puste ausgegangen. Ich kann euch also heute mein neues Weihnachtskleid präsentieren! Meinen ursprünglichen Plan musste ich beim letzten Treffen leider begraben. Stoff, Kleid und aktuelle Figur wollten einfach so gar nicht zueinander passen. Aber ein Weihnachtskleid sollte dann doch noch her. Also musste ein bereits erprobter Schnitt her, der raffiniert, einfach zu nähen und darüberhinaus noch mit ausreichend Platz für den Bauch ausgestattet war. Da lob ich mir doch eine große Schnittmustersammlung. Ein Designerschnitt von Donna Karan, Vogue 1194, erfüllte alle Kriterien und so fiel die Entscheidung schnell.

Das Oberteil erhält seine Form durch Falten unter der Brust und an der Schulter. Auch das vordere Rockteil wird in Falten gelegt. Somit ist es unbedingt notwendig einen griffigen Stoff zu verwenden. Genäht habe ich das Kleid aus einem festen Baumwolljersey, den ich bei einer lokalen Stoffhändlerin gekauft habe, die den Stoff selbst entworfen hat. Meinen Geschmack hat sie damit jedenfalls genau getroffen. Bei der Annäherung Süd hatte ich diesen Schnitt aus einem Modaljersey zugeschnitten und hab aufgrund des wabbeligen Stoffes beim Falten legen schnell die Geduld verloren.

Der hintere Rockteil wird leicht eingekräuselt. Würde frau etwas gerader stehen, gäbe es auch nicht so viele Falten 😉 Das hintere Rockteil wird nicht im Bruch zugeschnitten. Aufgrund knapper Stoffkalkulation konnte ich dabei beim Zuschnitt keine Rücksicht auf das Muster nehmen. Gut gefällt mir auch die Form des Halsausschnitts, der mit einem Beleg genäht wurde.

Die Falten im vorderen Rockteil sind ideal für den wachsenden Bauch und bieten auch der 7-Monats-Kugel ausreichend Platz. Durch das gewickelte Band am Übergang zwischen Ober- und Unterteil entsteht eine Empire-Linie, die mir in der Schwangerschaft gut gefällt. Der Schnitt hat also viele Vorzüge, so dass ich ohne schwangerschaftsbedingte Änderungen ausgekommen bin. Die vorgenommenen Änderungen halten sich daher auch sehr in Grenzen. Der Bequemlichkeit zuliebe habe ich beim gewickelten Band und auch beim Rückenband auf das Einziehen eines Gummis verzichtet. Diese finde ich bei einer älteren Version des Kleides sehr unbequem und habe es dieses Mal einfach weggelassen. Die zweite Änderung betrifft den Ausschnitt. Dieser fällt bei mir im Original extrem freizügig aus, so dass ich hier die Naht um einige Zentimeter versetzt habe.

Ich bin wirklich rundum zufrieden mit meinem Weihnachtskleid. Es ist schick und dennoch bequem. Mit dem passenden Schuhwerk kann man dann auch den gemütlichen Teil der Feiertage einläuten und mit dem Sproß die Geschenke testen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit mit euren Liebsten.
Unsere reizenden Gastgeberinnen Dodo und Yvonne zeigen uns ihre festlichen Kleider heute auf dem MMM-Blog. Dort versammeln sich alle weiteren Weihnachtskleidnäherinnen. Viel Spaß beim Stöbern!












