Die kommenden Adventstage


 
des Christmonats werde ich nutzen, um einen Gang herunter zu schalten, meine Gedanken zu ordnen und mir Zeit zur Besinnung einzuräumen.

Was mir allerdings angesichts der unzähligen Menschen, die vor Terror, Krieg oder Elend auf der Flucht sind, nicht leicht  fallen wird.

H. Haussener, Oberberken. Bauerngehöft. 12  (2)
 Scan aus der AZ. Bild *. Zeichnung von H. Haussener.

Es scheint, dass die Mächtigen dieser Welt machtlos sind,  diesem Krieg und seinen Folgen entgegen zutreten.

Ich werde versuchen, in meinem kleinen gesicherten Umfeld etwas Gutes zu tun. Der Christmonat ist dazu wie geschaffen.

Ich wünsche euch eine frohe Adventszeit. Ernst

* Ich hoffe, dass euch die Zeichnung von diesem Gehöft in Ober-Berken, das Ruhe
    und Geborgenheit aus einer längst vergangenen Zeit ausstrahlt, gefällt.

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Stadtbummel


 

Unterwegs in Bremgarten AG 

Das an der mäandrierenden Reuss gelegene Städtchen beherbergt gegen 8’000 Einwohnern und erhielt um 1238 von den Habsburgern das Stadtrecht. 

BREMGARTEN_(AG)_4_20113062

Habt ihr Zeit und Muße, mit mir durch die Stadt zu bummeln?

z Bremgarten 017

z 18, 30, 49, 48. Muri Amtshaus und südl. Stadtfassade.

Wir sehen den markanten Turm und das weiße Gebäude des  Muri Amthof. Dieser diente den Amtsherren vom Kloster Muri als Verwaltungssitz und den Äbten als städtisches Absteigequartier.

Rechts vom Turm liegen die Fassaden der alten Bürgerhäuser der Oberstadt. Ihre terrassierten Gärten reichen bis ans Ufer der Reuß.

z 2. Bericht 12.4.15 Blick über Reuss auf Bremgarten 032

In der auf Steinpfeilern gebauten Brücke aus dem 16. Jh.  befinden sich zwei kleine barocke Kapellen, die den Brückenheiligen Agatha und Nepomuk geweiht sind.

 Alte Holzbrücke Reuss aufwärts 13.3.15 Bremgarten 032

31,48,25,34

Der Spittelturm (Dialektbezeichnung für ehem. Spitalturm), auch Oberes Stadttor genannt, liegt in der Oberstadt und war  Teil der einstigen Wehranlage.

Oberes Stadttor, Spittelturm

Das ehemalige Turbinen- und Generator-Kraftwerk Bruggmühle liegt am südlichen Brückenkopf.

z Kraftwerk Museum  055

Bremgarten 042

Die Reuss oberhalb und unterhalb der Holzbrücke ist ein beliebtes und anspruchsvolles Kanuten-Revier.

Bremgarten 046

Blick von der Oberstadt auf den Katzenturm und die Eisenbahnbrücke. Der Turm wurde erstmals im 15. Jh. als  „nüwer Thurn by der Kalchdarren“ erwähnt. Er gehörte als  Eckwehrbau zur Wehranlage. 

z Katzenturm, Eisenbahnbrücke 18, 23,33

Über die neulich renovierte Eisenbahnbrücke verkehrt die S-Bahn Zürich. Sie stellt den Pendlerverkehr vom Unteren Freiamt in die Agglomeration Zürich sicher.

 Bahnbrücke BWD Bahn 052

Geschichtsträchtige Häuser gibt es in der Oberstadt zu sehen. Das alte Zeughaus in der Oberstadt wurde 1640/1641 erbaut und diente bis 1800 als Waffenlager der städtischen Miliz.

z Zeughaus altes 4.10.14 034

Heute kann das Haus als gediegenes Traulokal inklusive  Flügel und Musikanlage gemietet werden.

z 039, 025, 036 altes Zeughaus

Das Weissenbachhaus * wurde im 14. Jh. als “ ebtissin hus “ erstmals erwähnt und ist im Kern noch mittelalterlich erhalten.
* Für Interessierte : https://de.wikipedia.org/wiki/Plazid_Weissenbach_junior

z Weissenbachhaus, Platz bei ob. Stadttor-26.56, 59

1794 bis 1795 lebte der spätere französische König Louis-Philppe 9 Monate unter dem Pseudonym Corby im Haus  Antonigasse 14 im Exil. Seine Schwester Adélaïde fand im Klarakloster des Kirchenbezirks der Unterstadt Unterschlupf.

Wohnhaus aus dem 16. Jhdt.

Louis Philippe war der letzte König Frankreichs. Er regierte das Land in der sogenannten Julimonarchie von 1830-1848.

Gassen, Häuser, Ecken, Lichter.

z Collage Antonigasse 4.10.14 046

z ariante Antonigasse

z Stadtbilder 031, 032

z Gassen 049, 043

z Collage Unterstadt 4.10.14 028

z Collage Unterstadt 4.10.14 027

z Stadtbilder 4.10.14 037

Der sechseckige Brunnen aus Muschelkalk wurde von Meister Hans Murer geschaffen. Murer baute für das Städtchen im späten 16. Jh.insgesamt sieben Brunnen.

z 16. Jh. MuschelkalkBrunnen 13.3.14  026

Die Füllungen sind mit sehr schönen Reliefs wie Rosenzweig, Mondgesicht, Sonnenmaske Meerjungfrau und Bremgarter Löwe zwischen Delphinen geschmückt.

Brunnen Unterstadt 036

z Brunnen

Das Kornhaus entstand im 17. Jh. als städtisches Lagerhaus, diente als Truppenunterkunft, Flüchtlingslager, dem Militär und dem Zivilschutz. Heute sind Primarschulklassen darin untergebracht.

z 18.4.15 Kornhaus 003

In der Schulgasse habe ich ein Haus mit der schönen Holztür aus dem Jahre 1625 gesehen.

z Collage Schulgasse, Treppe in die obere Altstadt

Gassen und Stiegen in der Unterstadt.

z 029.035. Gassen Unterstadt
z Kirchenstiege 13.3.15  025
Kirchenstiege von d. Unterstadt 13.3.15 012

Der Hermannsturm stammt aus dem 16. Jh. und war ebenfalls Teil der Wehranlage.

z Collage Hermannsturm 13.3.15 011
z Hermannsturm. Fenster, Türe 009,008,013,011

Die Mauerstärke beträgt im Erdgeschoss 2 Meter. Der Turm ist mitsamt seinem Kegeldach 32 Meter hoch.

Der 22 Meter hohe Hexenturm ist 1415 erstmals urkundlich erwähnt und bildete mit dem Hermanns-, Spittel- und Katzenturm die Wehranlage der Stadt.

z 2. Bericht 12.4.15 Hexenturm Bremgarten 029

Sein Name stammt aus der Zeit, als in ihm vermeintliche Hexen gefangen gehalten und auch gefoltert wurden.

Mit dem hölzernen Aufzugsrad wurden Gefangene am Seil in das 8 Meter tiefe Verlies versenkt. Unnötig zu erwähnen, dass es unten feucht, kalt und stockdunkel war.

Hexenturm, Zeichnung Rad Verlies
Zeichnung R. Brogli.
Foto Rad ins Verlies: Nora Jäger.

Der renovierte Turm ist begehbar. Zuoberst wurde eine gediegene Turmstube eingerichtet, die gut 20 Meter über dem Boden liegend eine prächtige Aussicht ermöglicht. Sie kann für spezielle Anlässe gemietet werden.

Übrigens bewohnen heute Untermieter wie Mauersegler oder Grosse Abendsegler (eine Fledermausart) die Mauerlöcher in der Turmfassade. 

Das Siechenhaus wurde im 17. Jh. außerhalb der Stadtmauern als Ersatz für ein älteres Gebäude erbaut.

Altes Siechenhaus 13.3.15 Bremgarten 039

Es diente bis ins 18. Jh. als Absonderungshaus für Lepra- und Pestkranke und war ursprünglich durch eine Ringmauer von der Außenwelt abgetrennt. Heute wird es durch die Armee genutzt.

Ich hoffe, ihr seid durch den ausführlichen Bummel nicht allzu müde geworden. Ich wünsche Euch eine gute Zeit. 

Ernst

Über den Kirchenbezirk Bremgarten habe ich in einem früheren Beitrag berichtet. (Siehe: Reisebilder u. Ausflüge in der Schweiz).

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Ortsmuseum Untersiggenthal


 

Unser täglich Brot gib uns heute…

Matthaeus 6:11.

Der Bibelspruch bedeutet, dass wir um das Brot für alle Menschen auf der Erde beten.

Angesichts der Kriege, der Armut, der Aussichtslosigkeit und dem Hunger sehr vieler Menschen auf dieser Welt ist die Besinnung auf dieses kurze Gebet bitter nötig.

Ich habe mich heute wieder einmal daran erinnert und schäme mich. Wie haltet ihr es?

ZL gezeigt. 2 20.10.13 019

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Narren


 

D’Narre sterbed us

Früehner hät mer g’seit
d’ Chind ond d’ Narre
säged d’ Wohret.

D’ Chind säged sie hüt noh
d’ Narre sterbed us.

EB 1995

Schalksnarr

Holzschnitt Jost Amman. Schalksnarr
Holzschnitt Jost Amman. 1539-1591.

“Die Welt wurde von Narren gemacht,
damit Weise darin leben.”

Oscar Wilde.

Euch allen eine gute Zeit. Ernst

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Müllhaufen…


 

oder Kunst, das ist hier die Frage?

 

Es gehört immer eine Portion Mut dazu, etwas Verrücktes oder Außergewöhnliches zu schaffen und es dann der Öffentlichkeit zu zeigen. 


 A. Lüdin, Hunzenschwil, Müllhaufen oder Kunst, das ist d Frage Floriade NL 12

Foto : Frau A. Lüdin, Hunzenschwil AG.

Die Idee ist vielfach die Kunst, hat mir kürzlich eine Hobbykünstlerin geschrieben. Sie hat Recht.

Außergewöhnliche Ideen sind das Salz in der Szene, auch wenn die Werke nicht immer allen gefallen können.

Ernst

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Ohne Worte. Saint Remy de Provence…


 

z erl. 4. Bericht St. Remy Markttag 2013 228

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Zukunftsstrassenbild von 1896


 

Velociped-Rennstrassen mit erhöhten Curven

Versuch einer Deutung…

 

In Zeitnot geratene Radfahrer und Fahrerinnen pedalen wie wild auf Rennpisten in einem modernen Quartier zur Arbeit.

Sie sind in Eile, wollen sie doch ihren Arbeitsort pünktlich erreichen. Derweil queren eine elegante Dame mit Parapluie und ein mondän gekleidetes älteres Paar die Wege, um zeitig ihr Frühstück im salon de thé einnehmen zu können.

In der Mitte des Bildes quälen sich zwei alte Männer am Stock zur nahe liegenden Chiropraktik, während vorne rechts ein Tandem à trois personnes auf der Piste vorbeiflitzt.  

Du Juli 69 Text_thumb[8]Illustration von E. Kneiss. Zeitschrift Jugend. Jahrgang 1896. +

Schwergewichtige Ordnungshüter schauen auf den Kreuzungen dem Gewusel gelassen zu. Vielleicht tragen ihre Kaiser-Wilhelmhelme zum Obrigkeitsdenken der  Verkehrsteilnehmer bei!

Im weiteren macht mir die Illustration den Anschein, als würden die Pedaleure die Kreuzungen nach Möglichkeit  meiden. Auffallend sind auch die kunstvoll gezeichneten Schattenbilder der Menschen und Velofahrer.

Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

Die_Jugend_1896[1]

+ Die Jugend war eine illustrierte Kunst- und Literaturzeitschrift, die wöchentlich von 1896 bis 1940 in München erschien. Sie wurde von Georg Hirth und Fritz von Ostini gegründet.

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