es war einmal… 2.0

Noch Neujahrsvorsätze gesucht?

by chaoslady

Das habe ich mich in den vergangenen Wochen und Monaten oft gefragt. Im Laden bekommt man ja auf die Schnelle eigentlich nie genau das Produkt, welches man sich vorgestellt hat. Die Preise sind meistens höher als im Internet. Man muss persönlich rausgehen, wobei das Wetter es auch nicht immer gut mit einem meint. Bestellte Ware […]

über Warum gehe ich eigentlich noch einkaufen? — Hammernich!

Guten Rutsch

by chaoslady

… und ein glückliches neues Jahr!

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Feiertage

by chaoslady

Vor drei Jahren wurden auf meiner Arbeit wichtige jährlichen Termine in den Dezember gelegt, so dass ich plötzlich Jahr ein Jahr aus bis über beide Ohren im doppelten Stress steckte. In diesem Jahr hat sich an den Terminen nichts geändert, aber auf unerklärliche Weise hatte ich drei Adventskalender zusammengestellt, mit meinem Schatz Plätzchen gebacken und auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, Weihnachtspost geschrieben, ein paar Geschenke besorgt, wir haben sogar meinen Bruder in Regensburg besucht und ich bin trotzdem auch mit meiner Arbeit fertig geworden. Also war ich zwar vom Bildschirm verschwunden, aber die Vorweihnachtszeit ist für mich persönlich sehr schön und friedlich gewesen.

Von ganzem Herzen wünsche ich auch euch wundervolle und friedliche Feiertage, einen guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr.

weihnachtskarte

Selbstverteidigung

by chaoslady

Bevor ihr eure Gedanken eine falsche Richtung einschlagen, erkläre ich mal, wie ich zu dem Schnupperkurs in Selbstverteidigung kam. Für meinen Schatz. Seine Freunde haben ihm vorgeschwärmt, dass so ein Kurs Spaß macht und er wurde neugierig. Aber immer wenn ein neuer neuer Kurs begann, setzte er andere Prioritäten. Nun habe ich gedacht, wenn wir uns beide einschreiben, würden die Wahrscheinlichkeit steigen, dass wir das auch tatsächlich durchziehen. So kam es auch.

Ein Paar Tage vor dem Kursbeginn, meinte meine Mutter, ich würde den Kurs nicht bis zum Ende mitmachen, denn ich habe keine Ahnung wie viele blaue Flecken man da bekommt. Eine trotzige innere Stimme in mir sagte so was wie „das werden wir ja sehen!“.

Mit den blauen Flecken hatte sie vollkommen Recht. Und auch wenn ich nicht aus Zucker bin, hatte ich nach der ersten Stunde wirklich keine Lust mehr. Da prallten einfach Welten aufeinander. Bücherwurm trifft Sportlehrer! Ich fühlte mich in meine Schulzeit zurückversetzt und hatte keine Lust mir das nochmal anzutun, indem ich den Kurs weiter mache.

Die blauen Flecken auf meiner rechten Hand taten in der ersten Woche so weh, dass wir zu hause alles mit links geübt haben. Durch die selbstständigen Übungen zu hause haben sich meine Gefühle dem Kursleiter gegenüber etwas gelegt und eine Woche später ließ ich mich von meinem Mann dazu überreden, wieder mitzukommen. Wir haben uns ausgemacht, den Unterricht ernster zu nehmen als beim ersten Mal und es lief tatsächlich besser. Und das jedes Mal.

Gestern war die vierte und letzte Stunde des Schnupperkurses und diesmal habe ich gar keine neuen blauen Flecken bekommen. Aber der Einladung des Kursleiters an einem umfassenden Kurs teilzunehmen, werde ich nicht folgen.

Ich habe Einiges aus diesem Kurs mitgenommen. Auf meinen Fluchtinstinkt zu hören und mich auf meinen Selbsterhaltungstrieb zu verlassen. Und die Übungen selbst, das ist klar. Und wir werden sie weiterhin ab und zu wiederholen. Am Anfang waren das einfach sportliche Übungen, aber gestern habe ich mich dabei erwischt, dass ich beim Üben dachte: „Wenn ich den Angreifer so abwehre, dann muss ich schnell weglaufen, bevor er wieder aufsteht.“ Oder als der Lehrer uns gestern eine neue Übung gezeigt hatte und mich in der Mangel hatte, habe ich mich gewehrt, was ich in den ersten Stunden nie gemacht hätte. Auf seine eigene Art konnte uns letztendlich doch sehr gut vermitteln, dass, auch wenn unsere eigene Welt rosarot sei, wir für einen Ernstfall trainieren würden.

Möge dieser Ernstfall nie eintreffen!

Melibokus

by chaoslady

Sieht man heute aus den Fenster, mag man kaum glauben was für ein herrliches sonniges Wetter wir am Sonntag hatten, so tief hängen die grauen Regenwolken. Dafür dass die Wanderung am Sonntag schon vor Langem ausgemacht war, hatten wir echt Glück mit dem Wetter.

Es ging mit Freunden in den Odenwald. Klar ist es nicht unsere erste Wanderung dorthin gewesen, aber auf dem Melibokus waren wir bis jetzt nie.

Gestartet in Zwingenberg gingen wir zuerst – laut unserem Wanderführer – „durch das Rebland“, naschten ein paar süße Weintrauben, aber wirklich nur ein paar, und redeten über dies und das.

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Eine andere Sehenswürdigkeit auf unserem Weg war Schloss Auerbach. Für Kinder ist diese Ruine ein Paradies auf Erden. Aber die gewaltigen Burgmauern, die Gänge darin, die Aussicht vom Nordturm aus rufen auch in Erwachsenen ein großes Staunen hervor. Dank stabiler und vertrauenerweckenden Treppen hatte ich keine Höhenangst und konnte zusammen mit den anderen vom Nordturm auf den Melibokus – unser nächstes Ziel – blicken.

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Der Berg links ist der Melibokus. Da wollten wir also hin. Runter vom Burgturm. Bergrunter. Bergauf. Noch eine kurze Pause kurz vor dem Erreichen des Gipfels, weil meine Kräfte aufgebraucht waren. Aber dann waren wir ganz bald oben auf dem Berg, wo hunderte von Marienkäfern die Wanderer belästigten, und gingen auf den Aussichtsturm hinauf. Der Ausblick von der Aussichtsplattform war atemberaubend. Das Schloss Auerbach sahen wir auch wieder (die zwei Türme auf dem Berg links gehören zu ihr).

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Mit dieser schöne Aussicht vor uns haben wir ein Picknick oben auf dem Aussichtsturm gemacht. Den Zuckerkuchen, den es unter anderem auch gab, hat mein Mann selbst gebacken.

Nach dieser längeren Pause in luftiger Höhe, aus der man sogar die Skylines von Frankfurt am Main sieht, begann unser Abstieg vom Berg. Allmählich ging der Tag zur Neige. Als wir die Burg Alsbach erreichten und vor dem Burgtor noch eine Pause machten, ging die Sonne unter. Aber wir waren eben noch nicht zurück in Zwingenberg.

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Den letzten Abschnitt legten wir im Dämmerlicht zurück. So wurde diese tolle Wanderung zu meiner allerersten Nachtwanderung. Klar, ist war noch keine Nacht, aber wenn man unter dem Bäumen den Boden unter sich nicht mehr sieht, zählt es. Als wir zwischen den Bäumen wieder über die Rhein-Main-Ebene blicken konnten, war in den Städten die Straßenbeleuchtung angegangen.

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Dieser Teil des Weges kam meinem Schatz bekannt vor. Und das stimmte, unsere allererste Wanderung in diesem Jahr führte uns hierhin. Kurz bevor die Zivilisation uns wieder hatte, wurden nochmal unsere Knien strapaziert, denn vom ehemaligen Steinbruch führt eine sehr steile Straße in die Stadt hinein. In der Stadt, auf dem Weg zum Bahnhof, sind wir unter einem haushohen Feigenbaum durchgegangen, wo sie es doch bei uns nicht so warm haben.

Ach, war das eine wundervolle Wanderung! Die beste überhaupt. Weinberge und zwei Burgen. Der höchste Berg, den ich je bestieg. Eine unverhoffte Nachtwanderung. Und eine echte vom Baum gepflückte Mandel als Mitbringsel.

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