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<title>Fefes Blog</title>
<link>http://blog.fefe.de/</link>
<description>Verschwörungen und Obskures aus aller Welt</description>
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<title>Berlin wird für die Silvesterfeier beim Brandenburger Tor eine "Sicherheitszone für Frauen" einrichten. Das ist aber kein Areal, in das keine ausländischen Männer reingelassen werden oder so, sondern das ist eine Art Erste-Hilfe-Anlaufpunkt, wohin belästigte Frauen fliehen können, und wo das Rote Kreuz dann hilft.Ich finde die Namensgebung ein bisschen unglücklich, und bin natürlich sehr betrübt, dass wir sowas im Jahre 2017/2018 anscheinend brauchen. Aber ich kann auch verstehen, dass die sich unter Druck sahen, irgendwas getan zu haben.</title>
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<title>Es gibt ein Todesopfer von einem "SWATting". Swatting ist, wenn jemand die Polizei anruft, und eine Geiselnahme oder sowas beim Haus seines Opfers meldet, und dann das SWAT-Team da im Panzer vorfährt und die Tür eintritt. Jetzt gab es da einen Todesfall. Eine ganz widerwärtige Geschichte.Immerhin scheinen sie den Täter verhaftet zu haben (Achtung: nerviges Video mit Sound spielt automatisch ab)</title>
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<title>Sehr schöner Artikel für Physikinteressierte. Es geht um das OPERA-Experiment, bei dem es so aussah, als hätte man experimentelle Belege für Bewegung eines Teilchens mit Überlichtgeschwindigkeit gefunden.</title>
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<title>Weil ich jetzt mehrfach darauf angesprochen wurde: Auf Twitter kursieren Geschichten, dass der CCC Vergewaltiger reinlässt, oder gar Vergewaltigung befördert, verschiedene Vorwürfe dieser Art.Ich bin weder im CCC noch kenne ich das Opfer oder den Beschuldigten. Ich habe überhaupt keinen privilegierten Zugriff auf die Wahrheit und würde mich am liebsten gar nicht äußern, weil ich nichts sagen kann. Aber bei mir türmen sich die besorgen Zuschriften, daher hier kurz, was ich gehört habe. Das ist alles Hörensagen aus 2. und 3. Hand, ich weiß gar nichts. Bitte nichts davon als Faktenbehauptung betrachten.Vorgeschichte: Auf dem letzten Camp in den Niederlanden gab es anscheinend einen sexuellen Übergriff von einem Mann auf eine Frau. Die ist ins Krankenhaus gefahren, wo Gewaltspuren festgestellt wurden. Sie hat Anzeige erstattet, die Polizei hat ermittelt, die Ermittlungen wurden eingestellt und keine Anklage erhoben. Der Beschuldigte wehrt sich nach Kräften gegen die Vorwürfe.Dann jetzt, im Sommer: Die Frau meldet sich beim CCC und fordert, den Beschuldigten nicht auf dem Congress reinzulassen. Der CCC ist mit der Situation erstmal überfordert und braucht eine Weile für die Reaktion. Sie finden inzwischen selber, dass sie zu lange gebraucht haben. Ich weiß nicht, wie lange sie gebraucht haben, oder wie lange man für sowas brauchen sollte. Ich gebe das nur wieder. Ergebnis der CCC-Beratungen war, dass man der Frau sagte, der CCC könne oder wolle diesem Typen nicht Hausverbot erteilen. Aber man verstehe ihre Situation und bot ihr an, dass sie sich von Security-Engeln begleiten lässt, und das Awarenessteam stand auch bereit, und wenn irgendwas ist, werde man sofort einschreiten und dafür sorgen, dass diesmal genügend Augenzeugen und Beweise für eine Anklage zur Verfügung stehen.Daraufhin schwappt die Geschichte auf Twitter herum, wo sich dann die "der CCC besteht aus frauenhassenden Männern" und "CCC are Rape Enablers" Anklagen gegen den Club mehrten.Am Ende kam dann die Frau zum Congress, und der Mann war wohl auch da (?). Aber es passierte nichts weiter, die Frau hat selbst auf Twitter Selfies von sich publiziert, wie sie glücklich in die Kamera lächelnd frohlockend durch die Assemblies zieht und offenkundig Spaß am Gerät hat. Der CCC betrachtete daraufhin die Angelegenheit als friedlich begelegt.So, jetzt meine Bewertung dieses Sachverhalts, unter der Annahme, dass diese Darstellung tatsächlich der Wahrheit entspricht.Wegen des Krankenhaus-Aspekts glaube ich persönlich der Frau, dass es da einen Übergriff gab, und dass sie auch auf den richtigen Täter gezeigt hat. Ich glaube aber auch an die Unschuldsvermutung und an ordentliche Gerichtsverfahren und das Recht, gehört zu werden, und sich anwaltlich vertreten zu lassen, und so weiter. Der Schiedsrichter von Schuld in unserer Gesellschaft sind Gerichte. Solange nicht ein Richter in einem ordentlichen Verfahren nach Sichtung aller Beweise und unter fairer Würdigung aller Fakten entscheidet, dass der Mann das getan hat, ist er nicht Täter sondern Beschuldigter. Und das reicht in meinem Wertesystem halt nicht. Der CCC war hier sicher nicht in einer einfachen Situation, aber ich finde die Entscheidung richtig. Alle anderen Optionen wären noch schlechter gewesen.Beachtet bitte auch, dass in dem Hörensagen oben nur die Seite der Anklage zu Wort kam.Auf mich wirkt die ganze Chose, als wollten da ein paar Aktivisten, aufs Prinzip pochend, am CCC ein Exempel statuieren, weil sie eben wissen, dass der CCC eine eher progressive Organisation ist, und die Mitglieder ein Unrechtsgefühl haben, dass man vergleichsweise leicht triggern kann. In diesem Fall hat sich dann aber der erwartete Lynchmob nicht spontan formiert, und da haben die Aktivisten eben noch ein bisschen an ihrer Instigier-Methodologie getweaked, aber das hat auch nicht gefruchtet. Ich nehme die ursprüngliche Anklägerin übrigens explizit aus, wenn ich hier von Aktivisten rede. Damit meine ich andere Leute, die nicht persönlich betroffen sind, den CCC teilweise auch gar nicht näher kennen, aber für die "gute Sache" unter den Bus zu werfen gewillt waren.Aber das ist wie gesagt nur meine Deutung. Kommt am besten zu eurer eigenen Deutung. Oder glaubt dem CCC, hier nicht leichtfertig oder willkürlich entschieden zu haben.Ich persönlich finde es gut und richtig, dass der CCC sich nicht zum Richter aufschwingt, und Leute bestraft. Das sollte der CCC nicht nur nicht tun, das darf der CCC nicht tun. Ich kann aber verstehen, dass man hierzu auch eine andere Position haben kann.Update: Wie zu erwarten war, sind bei der Darstellung oben einige Teile falsch, oder jedenfalls behaupten Leute das. Ich werde jetzt aber nichts korrigieren oder updaten. Ich kann nichts davon nachprüfen und will nicht den Eindruck erwecken, als hätte ich irgendwelche geprüften Informationen. Das ist aus meiner Sicht gerade der Punkt bei dieser ganzen Geschichte, dass das alles Hörensagen und Behauptungen sind.</title>
<link>http://blog.fefe.de/?ts=a4b95c21</link>
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<title>Soo, Tag drei auch überlebt. Mein Talk war in Saal 1, und ich wunderte mich schon, weil ich das eher für ein Randgruppenthema hielt und Saal 3 für angemessen gehalten hätte oder so. Aber hey, die werden schon wissen.Dann komm ich da rein, und der Saal füllt sich. Da passen 3500 oder 4000 Leute rein (hab beide Zahlen gehört). Das ist ein Meer aus Menschen. Noch krasseres Gefühl als im Hamburger Saal 1, und der war schon krass. Und neben mir stand noch mein Herold und machte Witzchen. Da ist mir schon ein bisschen flau geworden. :-)Aber hey, lief dann alles prima. Hab auch kaum überzogen glaube ich.Nach Vorträgen falle ich immer in so ein tiefes Sofa-Ausatmen-Wohlfühl-Loch, so auch dieses Mal. Hab dann noch ein paar alte Bekannte getroffen, aber es am Ende doch noch zu ein paar Vorträgen geschafft. Erst Resilienced Kryptographie von meinem alten Kumpel Rüdi (der mir später noch ein Foto aus dem Archiv vorkramte, wo wir beide als Jünglinge feixend auf der Cebit 2001 vor dem Stand von Intershop standen, oh Mann), dann Are all BSDs created equally von meinem alten Kumpel Ilja, und dann blieb ich gleich in Saal 1 und guckte mir noch Tiger, Drucker und ein Mahnmal an, das war vom Zentrum für politische Schönheit, eine Art Jahresrückblick aber halt über die drei Jahre, seit die das letzte Mal bei uns waren.Rüdis Talk war für mich Pflicht, weil er mir ankündigte, einen Blockchain-Teil zu haben, und in dem hat er dann das Logo des von Leitner-Instituts für verteiltes Echtzeit-Java, Blockchain-Forschung und Cyberkryptoexpertise präsentiert. Mir wurde warm ums Herz :-)Iljas Talk ging um Open-, Net- und FreeBSD. Ilja hatte mal drei Monate lang die Abende und Wochenenden mit Code Audits verbracht und geguckt, ob der Code von denen so viel besser ist, wie man angesichts der "gefundene Bugs"-Statistiken anzunehmen versucht ist. Spoiler: Ist er nicht. Das endete mit einem Vergleich der Reaktionszeit und -güte. OpenBSD hat wie erwartet in allen Disziplinen massiv abgeräumt.Ich hab wegen meines eigenen Vortrags soviel Tunnelblick gehabt, dass ich gar nicht auf dem Radar hatte, dass das ZPS da ist, und als ich dann merkte, dass die jetzt kommen, bin ich dageblieben und habe mir das angeguckt. Der Vortrag war durchchoreografiert und zeigte ihre ganzen Aktionen der Reihe nach, mit ein paar Einblicken hinter die Kulissen. Der Stream lohnt sich auf jeden Fall, und am Ende gab es Standing Ovations. Neben der Höcke-Aktion ging es auch um die Bootsfahrt der Identitären, um die Flugblattdrucker am Gezi-Park und die Tiger-fressen-Flüchtlinge-Aktion. Selbst wenn ihr euch an die alle einnert, lohnt sich der Stream noch.Update: Heilige Scheiße, das Video von meinem Talk ist ja schon online! WOW, das Videoteam performt ja krass gut!Update: Eines noch: Der 30-Minuten-Slot ist mir nicht aufgenötigt worden vom CCC. Ich hatte eingereicht, Default ist eine Stunde, und dann kam in der "Einreichung angenommen"-Mail am Ende die Frage, ob ich auch mit 30 Minuten zufrieden wäre. Zu dem Zeitpunkte hatte ich noch nicht viel mehr als die Überschrift für den Vortrag fertig und dachte leichtfertig, das reiche wahrscheinlich und setzt vielleicht sogar Kreativität frei oder so. Rückblickend hätte ich mehr nehmen sollen. Die Anzahl der Leute, die mich nach dem Vortrag noch ansprachen, zeigte, dass da ein Q&amp;A gut gewesen wäre. Übrigens kamen schon einige Mails zu "wir setzen TDD" rein, die im Tenor durchaus positiv sind. Und zwar richtig in Produktion eingesetzt, das TDD, nicht nur bei einem Spaßprojekt zum Testen.</title>
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<title>So, Tag 2 habe ich komplett verpeilt. Also absichtlich jetzt. Keinen einzigen Vortrag gesehen, dafür die ganze Zeit rumgelaufen, mit alten und neuen Freunden geredet, mit Tilo Jung ein Interview aufgenommen, und mich daran ergötzt, dass ich nicht einen einzigen Menschen gesehen habe, seit ich herkam, der schlechte Laune hatte. Kein einziger!Was für eine großartige Veranstaltung. Was für eine großartige Community.Ich bin auch von viele angesprochen worden, das war auch prima. Einige haben sich gewundert, dass ich dann nicht viel erzählt habe. Ja wie, ich erzähle doch die ganze Zeit in unserer Beziehung bisher. Jetzt ist dann mal Zeit zum zuhören!Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht mal groß geguckt habe, was ich für Vorträge verpassen würde. Da waren bestimmt ein paar echt wunderbare darunter. Dass ich mir den Luxus leisten kann, das so zu machen, weil ich weiß, dass die Videos alle im Netz stehen werden, ist eine Freiheit, die man gar nicht hoch genug bewerten kann. An dieser Stelle nochmal extra herzlichen Dank an das Videoteam.Der ÖPNV von Leipzig hat übrigens schnell reagiert und fährt jetzt längere Züge. Und die haben die extrem eindrucksvolle Domain l.de! Ich vermute mal, dass noch nie so viele Leute in der Stadt waren, die beurteilen können, wie krass das ist :-)Anyway. War ein toller Tag 2. Schon jetzt ganz klar einer der besten Congresse, auf denen ich je war.Oh ach warte, stimmt gar nicht, einen Vortrag habe ich doch gesehen heute. Ganz am morgen. Der war von Michael Kreil, der beim Berliner Tagesspiegel arbeitet, soweit ich weiß, aber der hier privat seine Forschungsergebnisse über Social Bots vortrug. Und den Vortrag kann ich nur allen empfehlen. Keine Ähs, keine Füllsätze, keine unsubstanziierten Behauptungen, keine Ergebnisse ohne Erklärungs des Vorgehens, keine Bullshit-Übertreibungen. Und inhaltlich auch geil. Der hat eine heiße Nadel genommen, lief damit zum Luftballon "fiese russische Bots hacken auf Twitter unsere Wahlen" und hat da fast zärtlich die Luft rausgelassen. Da blieb kein Auge trocken. Klare Video-Empfehlung dafür!</title>
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<title>Aus der Rubrik "not the Onion", heute: "Social network profile to become official ID in China" (das von WeChat)</title>
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<title>Ich hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, dass Twitter-Hater mich auf dem Congress ansprechen sollen. Das ist bisher noch nicht passiert. Dabei bin ich extra stundenlang rumgelaufen und habe versucht, ansprechbar auszusehen. :-)Stattdessen kriege ich jetzt eine Mail von einem Alternativlos-Fan, der Angst hatte mich anzusprechen, weil er dachte, ich halte ihn dann für einen Hater.Also nochmal zum mitmeißeln: Jeder darf mich ansprechen. Freunde und potentielle Freunde, die das nur noch nicht gemerkt haben, dass sie Freund sind. :-)Dafür ist in meinen Augen die Veranstaltung da, dass man sich anspricht. Ihr müsst auch nichts zu sagen haben, einfach Hallo sagen reicht ja völlig. Es gibt da keinen Druck.Ich bin heute abend auch mal wieder in einem langen und schönen Gespräch in der Referentenbetreuung versumpft, wie jedes Jahr. Das ist zwar eine andere Location, aber das Klima auf dem Congress ist halt immer wieder einzigartig schön.Dieses Jahr besonders toll: Ich kam an der Kinderecke (?) vorbei und da hampelten mehrere Dutzend Steppkes rum und hatten Spaß. Dazu kommt noch mindestens ein Dutzend Kleinkinder im Arm oder im Kinderwagen. Für eine (ehemalige?) Tech-Veranstaltung grandios. Ich habe keine Zahlen gesehen, aber auch der Frauenanteil scheint mir nochmal höher als das ohnehin schon hohe Niveau im letzten Jahr zu sein.Soviel gute Laune auf einem Ort!</title>
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